René Bardet

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

René Bardet (* 3. April 1948 in Neuhausen am Rheinfall, Kanton Schaffhausen, Schweiz; † 21. Januar 2005 in Garmisch-Partenkirchen) war ein Schweizer Gitarrist und später langjährig Pressesprecher des Schweizer Fernsehens (SF DRS).

Leben[Bearbeiten]

Bardet war einem breiteren Publikum vor allem in den 1970er Jahren als Musiker bekannt. Seine Gruppe Poesie und Musik, zu der auch Andreas Vollenweider und Orlando Valentini gehörten, erhielt neben verschiedenen Auszeichnungen zweimal den Preis der Deutschen Schallplattenkritik für die Alben Vielleicht weil ich ein Wilder bin mit der Rede des Häuptlings Seattle, erschienen 1982 und Alles ist Rund 1983, ebenfalls mit Texten von nordamerikanischen Indianern. Zu dieser Zeit wurde er auch in Deutschland durch zahlreiche Live-Auftritte bekannt. Es kam zu TV- und Radio-Produktionen für SF DRS und SR DRS sowie ARD, ZDF und ORF.

Bereits ab 1973 trat er jedoch schon mit dem später wesentlich bekannteren Harfenisten Andreas Vollenweider sowie dem Bassisten Orlando Valentini zusammen auf. 1974 erschienen entsprechende Alben mit Gedichten von Heinrich Heine (Ich kann nicht mehr die Augen schliessen) und François Villon. Nach einer Studienreise nach Lateinamerika nach 1980 erschien ein Doppelalbum mit Gedichten von Pablo Neruda.

Beim Erdbeben in Süditalien 1980 war er ein Jahr als Katastrophen- und Aufbauhelfer tätig. Die journalistische Arbeit wurde immer mehr zum Schwerpunkt. Seine Sprachbegabung (er sprach französisch, italienisch, russisch und spanisch fliessend) half ihm bei der Erarbeitung von Features bei verschiedenen Sendern in der Bundesrepublik Deutschland, Radio DRS und ORF, etwa über die Perestrojka.

Ab 1987 hörte er auf, selber Musik zu machen, arbeitete als freier Journalist, PR-Berater und leitete ein Übersetzungsbüro für deutsch-französisch-deutsch. Ausserdem arbeitete er als Tontechniker und Mixer im Studio und bei Liveauftritten beispielsweise bei Andreas Vollenweider und für Konzerte internationaler Jazzmusiker in der Schweiz. 1993 stiess er als Mitarbeiter des damaligen Pressesprechers Robert Ruoff zu SF DRS. Als Ruoff 1996 Redaktionsleiter „Bildung“ wurde, ernannte Fernsehdirektor Peter Schellenberg Bardet zu dessen Nachfolger als Pressechef. Ab 1. April 2004 übernahm er dann die Leitung des neu geschaffenen Ressorts „Interne Kommunikation“.

Am 21. Januar 2005 verstarb René Bardet in Garmisch-Partenkirchen an einem Herzstillstand.

Diskografie von René Bardets Poesie & Musik[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]