René Lorin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

René Lorin (* 1877; † 1933) war ein französischer Ingenieur und ein Schüler der École Centrale Paris. Er war der erste, der das Funktionsprinzip eines Staustrahltriebwerkes (Staustrahlrohr) beschrieb.[1] Seine Ideen zielten auf ein Unterschall-Staustrahltriebwerk ab – Überschall-Anwendungen hatte er nicht in Betracht gezogen – die er sich 1908 patentieren ließ.

Lorin veröffentlichte seine Arbeiten zuerst 1913 in der technischen Zeitschrift Aérophile. Er selbst konnte seine Ideen nicht zu Ende entwickeln, geschweige denn in einen Prototyp umsetzen, mangels der damals erreichbaren Geschwindigkeiten die für ein Funktionieren erforderlich gewesen wären.

Das Konzept von Lorin wurde unter anderem von René Leduc (1898–1968) weiterentwickelt, der 1933 ein Patent für sein eigenes Staustrahltriebwerk beantragte und dabei auf Lorins Veröffentlichungen stieß. Ein Versuch Lorin zu kontaktieren schlug fehl, da dieser zu der Zeit bereits verstorben war. Leduc zollte ihm danach Tribut.

Ferner beschäftigte sich Eugen Sänger (1905–1964) mit Lorins Arbeit.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Engines and Innovation: Lewis Laboratory and American Propulsion Technology