René Maheu

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René Maheu (* 1905; † 1975) (Frankreich) war Professor der Philosophie, Kulturattaché in London (1936–1939) und in leitenden Positionen bei der UNESCO.

Amtierender Generaldirektor vom 5. Juni 1959 bis 10. September 1959 und vom 7. Juni 1961 bis 14. November 1962, Generaldirektor vom 15. November 1962 bis 14. November 1974 (zwei Mandatsperioden).

Seit 1962 übte René Maheu eine verantwortliche Funktion im UNESCO-Sekretariat aus. Er begann als Direktor der Abteilung Freier Informationsfluss, war ab 1949 Kabinettschef von Generaldirektor Jaime Torres Bodet, wurde 1954 Beigeordneter Generaldirektor, vertrat die UNESCO von 1954 bis 1958 bei der UNO in New York und wurde 1959 zum Stellvertretenden Generaldirektor berufen. In der Zeit davor war er u. a. als Philosophiedozent (u. a. 1930–1933 in Köln), als Diplomat und zuletzt als Kabinettsmitglied des Gouverneurs von Rabt tätig. Maheu vereinte nach Auffassung vom Zeitzeugen alle für das Amt eines Generaldirektors benötigten grundlegenden Eigenschaften und Fähigkeiten: großes intellektuelles Verständnis, außerordentliche diplomatische Fähigkeiten und höchste Kompetenz in der komplexen Administration. Daher wurde er häufig Monsieur UNESCO genannt.

Es war seine Absicht mit der UNESCO einen neuen Humanismus, eine unpolitische Ethik zu verbreiten. Zahlreiche Schriften wurden von ihm zu allen Bereichen der UNESCO-Tätigkeit hinterlassen. Insbesondere bemühte er sich um die Erhaltung des Welterbes. Unter seiner Leitung wurde das Sekretariat in mehreren Etappen reformiert.

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