Renate Lingor

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Renate Lingor

Renate Lingor, 24. Februar 2008

Informationen über die Spielerin
Geburtstag 11. Oktober 1975
Geburtsort KarlsruheDeutschland
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1981–1983
1983–1989
1989–1991
SV Blankenloch
Karlsruher SC
SC Klinge Seckach
Vereine als Aktive
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1991–1997
1997–2008
SC Klinge Seckach
1. FFC Frankfurt

157 (96)
Nationalmannschaft
1995–2008 Deutschland 149 (35)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Renate Lingor (Kapitänin) im Gespräch mit der Schiedsrichterin

Renate "Idgie" Lingor (* 11. Oktober 1975 in Karlsruhe) ist eine ehemalige deutsche Fußballspielerin. Sie spielte von 1991 bis 2008 in der Bundesliga und von 1995 bis 2008 für die Nationalmannschaft.

Sportliche Karriere[Bearbeiten]

Vereinsfußball[Bearbeiten]

Renate Lingor begann 1981 beim SV Blankenloch. Dort spielte sie zwei Jahre lang gleichzeitig in der Jungen- und in einer Mädchenmannschaft. 1983 wechselte sie in die Nachwuchsabteilung des Karlsruher SC. 1989 wechselte sie zum SC Klinge Seckach, bei dem sie ihre Bundesliga-Karriere begann. Obwohl ihr andere Vereine wegen ihrer technischen Fähigkeiten Angebote machten, blieb sie acht Jahre bei dem Klub. Erst 1997 wechselte sie zur SG Praunheim, die als 1. FFC Frankfurt eine dominierende Rolle im deutschen Frauenfußball einzunehmen begann.

Im Pokalfinale 2008 erlitt sie eine Schultereckgelenksprengung (Tossy III), die zunächst ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen 2008 in Peking zu gefährden drohte. Lingor wurde aber rechtzeitig fit und daher für die Olympischen Spiele nominiert.[1] Ihre aktive Vereinslaufbahn beendete sie mit der Saison 2007/08 beim 1. FFC Frankfurt.[2]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Bevor sie 1995 beim EM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft gab, spielte sie bereits 19 Mal in der deutschen U20-Auswahl. Die dribbelstarke Mittelfeldspielerin galt als sehr kreativ, hatte viel Übersicht und beherrschte den so genannten „tödlichen Pass“. Bekannt war sie ebenso für ihre gefährlichen Freistöße.

Beim Olympia-Turnier 2000 in Sydney und besonders bei der Europameisterschaft 2001 war sie eine der Leistungsträgerinnen. Renate Lingor errang bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 die Bronzemedaille. Sie erzielte das entscheidende Tor beim 1:0 im Spiel um Platz 3 gegen Schweden. 2005 wurde sie zum dritten Mal Europameisterin mit der Nationalmannschaft.

2006 belegte sie hinter der Brasilianerin Marta und der US-Amerikanerin Kristine Lilly den dritten Platz bei der Wahl zur Weltfußballerin des Jahres. Am 21. August 2008 bestritt sie ihr 149. und letztes Länderspiel beim olympischen Fußballturnier gegen Japan in Peking (2:0).

Erfolge[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2007: Wahl in das All-Star-Team der WM
  • 2014: Beste Hallenspielerin aller Zeiten[3]

Privat[Bearbeiten]

Lingor ist studierte Sportwissenschaftlerin. Seit 2006 arbeitet sie beim DFB in der neu gegründeten Abteilung für Schulfußball und war für die Frauenweltmeisterschaft 2011 in Deutschland Botschafterin. Ihr Bruder Wolfgang spielt American Football.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Weltmeisterin Renate Lingor wird am Donnerstag an der rechten Schulter operiert. In: ffc-frankfurt.de. SIDI-Sportmanagement, 22. April 2008, abgerufen am 12. Januar 2014.
  2. Kurzpässe: Santana nach Südafrika, Lingor in den Ruhestand. In: spiegel.de. Spiegel Online GmbH, 22. April 2008, abgerufen am 12. Januar 2014.
  3. Renate Lingor ist die "Beste Hallenspielerin aller Zeiten". In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 11. Januar 2014, abgerufen am 12. Januar 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Renate Lingor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien