Renault Laguna

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Renault Laguna
Produktionszeitraum: seit 1994
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Kombilimousine, Kombi, Coupé
Vorgängermodell: Renault 21
Nachfolgemodell: keines

Der Renault Laguna ist ein der Mittelklasse zugeordnetes Fahrzeug des Automobilherstellers Renault. Er löste Anfang 1994 den seit Frühjahr 1986 gebauten Renault 21 ab. Das offizielle Konzept wurde auf dem Autosalon in Paris 1990 vorgestellt[1].

Der Laguna wird seit Anfang 1994 produziert. Die zwischen Anfang 2001 und Herbst 2007 gebaute zweite Generation des Laguna war das erste Auto, das die bestmögliche Bewertung von fünf Sternen im Euro-NCAP-Crashtest erhielt. Im Herbst 2007 wurde die dritte Auflage eingeführt.

Hergestellt wird der Laguna im Renault Werk Sandouville nahe Le Havre in der französischen Normandie. Darüber hinaus findet seit dem Oktober 2010 auch eine Montage des Laguna-Coupés in Segamut, Malaysia statt. Für die Montage dort ist das Unternehmen Tan Chong Euro Cars Sdn. Bhd. verantwortlich. Für Südafrika dagegen wird das Coupé im Nissan-Werk der National Car Corporation in Rosslyn in einer limitierten Stückzahl von 100 Exemplaren pro Monat montiert. Parallel dazu soll ab 2012 dann auch die Stufenhecklimousine in den asiatischen Märkten Einzug halten. Diese wird dann in einem neu errichteten Werk der Ghandhara Nissan Ltd. in Karatschi, Pakistan hergestellt werden.

Laguna I (B56/K56, 1994–2001)[Bearbeiten]

1. Generation
Renault Laguna Kombilimousine (1994–1998)

Renault Laguna Kombilimousine (1994–1998)

Produktionszeitraum: 1994–2001
Karosserieversionen: Kombilimousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,6–3,0 Liter
(66–140 kW)
Dieselmotoren:
1,9–2,2 Liter
(61–83 kW)
Länge: 4508–4620 mm
Breite: 1748–1752 mm
Höhe: 1442–1448 mm
Radstand: 2670 mm
Leergewicht: 1090−1480 kg
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest Crashtest-Stern 2.svg

Phase I[Bearbeiten]

Der erste Laguna wurde Anfang 1994 als Nachfolger des Renault 21 der Öffentlichkeit vorgestellt und bis Frühjahr 1998 gebaut. Anfangs gab es den Laguna nur als Fließhecklimousine, eine konservative Stufenheckversion wie beim R21 gab es nicht mehr.

In Frankreich hieß der ab August 1995 angebotene Kombi wie bereits sein Vorgänger R21 „Nevada“, in Deutschland wurde er ab Ende 1995 als „Grandtour“ verkauft.

Mit diesem Modell erfolgte bei Renault eine deutliche Qualitätssteigerung, da es bis dahin starke Kritik an der Zuverlässigkeit vieler Renaultmodelle gab. Im Zuge dessen wurden Ende 1995 die Wartungsintervalle auf 15.000 km verlängert.

Modell Zylinder/
Ventile
Hubraum
cm³
Max. Leistung Max. Drehmoment Motorkennung 0–100 km/h Vmax Bauzeitraum
Ottomotoren
1.8 4/8 1794 66 kW (90 PS) bei 5750 min−1 144 Nm bei 2750 min−1 F3P 13,9 s 180 km/h 1994–1998
1.8 4/8 1794 70 kW (95 PS) bei 5750 min−1 142 Nm bei 2750 min−1 F3P 13,9 s 180 km/h 1994–1995
1.8 4/8 1783 70 kW (95 PS) bei 5250 min−1 148 Nm bei 3000 min−1 F3P 13,9 s 180 km/h 1995–1998
2.0 4/8 1998 84 kW (114 PS) bei 5400 min−1 168 Nm bei 4250 min−1 F3R 10,6 s 200 km/h 1994–1998
2.0 S 4/16 1948 103 kW (140 PS) bei 6000 min−1 182 Nm bei 4500 min−1 N7Q 9,9 s 206 km/h 1995–1998
3.0 V6 6/12 2963 123 kW (167 PS) bei 5500 min−1 235 Nm bei 4500 min−1 Z7X 8,6 s 220 km/h 1994–1997
3.0 V6 6/24 2946 140 kW (190 PS) bei 5750 min−1 267 Nm bei 4000 min−1 L7X 7,7 s 235 km/h 1997–1998
Dieselmotoren
2.2 d 4/12 2188 61 kW (83 PS) bei 4500 min−1 142 Nm bei 2250 min−1 G8T 15,5 s 175 km/h 1994–1998
2.2 dT 4/12 2188 83 kW (113 PS) bei 4300 min−1 250 Nm bei 2000 min−1 G8T 11,8 s 195 km/h 1996–1998

Phase II[Bearbeiten]

Im Frühjahr 1998 erhielt der erste Laguna ein Facelift (genannt „Phase II“), das neben neuen Motoren (1.6 16V mit 79 kW/107 PS, 1.8 16V mit 88 kW/120 PS, 2.0 16V mit 103 kW/140 PS (von Volvo) und 1.9 dTi mit 72 kW/98 PS) eine umfangreichere Serienausstattung (Klimaanlage und Seitenairbag) und kleinere Retuschen (unter anderem Klarglasscheinwerfer und neue Rückleuchten) beinhaltete.

Im Rahmen der Modellpflege wurde das Angebot auf vier Ausstattungsvarianten reduziert (RN, Standard, Concorde und Initiale). Die Ausstattung Initiale wurde beim Laguna I Phase II nur im Jahr 1999 angeboten und beinhaltete die Vollausstattung incl. Navi, elektr. Sitze, Schiebedach, Holzdekor und Leder. Die Ausstattungsvariante Concorde beinhaltete unter anderem Klimaautomatik, Leichtmetallfelgen, Cassettenradio mit 6-fach-CD-Wechsler, Metallic-Lackierung und vier elektrische Fensterheber. Auf Wunsch konnte auch eine Webasto-Standheizung bestellt werden.

Ab November 1998 gab es auch den ersten Common-Rail-Diesel (1,9 dCi mit 79 kW/107 PS) von Renault im Laguna. Der 1,9 dTi war weiterhin mit der „Proactiv“-Automatik erhältlich. Der 2.0-Benziner mit 114 PS wurde vom Phase I übernommen und war zuletzt nur noch mit der „Proactiv“-Automatik erhältlich.

Bis zum Ende seiner siebenjährigen Bauzeit wurde der erste Laguna etwa 1,5 Millionen Mal gebaut und eroberte die Spitzenposition im französischen Markt gegenüber seinen Konkurrenten von Peugeot und Citroën.


Laguna II (Typ G, 2001–2007)[Bearbeiten]

2. Generation
Renault Laguna Kombilimousine (2001–2005)

Renault Laguna Kombilimousine (2001–2005)

Produktionszeitraum: 2001–2007
Karosserieversionen: Kombilimousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,6–3,0 Liter
(79–152 kW)
Dieselmotoren:
1,9–2,2 Liter
(68–127 kW)
Länge: 4571−4715 mm
Breite: 1772 mm
Höhe: 1429−1443 mm
Radstand: 2748 mm
Leergewicht: 1345−1675 kg
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest Crashtest-Stern 5.svg

Phase I[Bearbeiten]

  • Entwicklungscode: X74
  • geplant und konstruiert im Renault Technocentre bei Paris
  • Entwicklungszeit: 42 Monate
  • Entwicklungskosten: 1 Mrd. Euro
  • gebaut: ab März 2001
  • Tagesstückzahl: 1600 Einheiten

Im März 2001 erschien der komplett neu entwickelte Laguna II. Das ihn charakterisierende sogenannte „Nasenpflaster“, ein Element zwischen Motorhaube und Kühlergrill, ist ungeachtet jeder Außenfarbe serienmäßig in silbergrau lackiert. Als erstes Auto erreichte der Laguna II fünf Sterne (33 Punkte = 97 %, +1 Punkt für den Gurtwarner) beim Euro-NCAP-Crashtest.

Als erstes Auto überhaupt erhielt der Laguna II anstelle eines herkömmlichen Schlüssels eine Chipkarte. Diese Karte gab es in den Versionen Keyless Drive sowie Keyless Entry & Drive. Erstere verfügte über je eine Taste zum manuellen Ver- und Entriegeln des Fahrzeugs. Die Variante Keyless Entry & Drive mit drei Knöpfen (aufpreispflichtige Ausstattung, Serie ab der Variante Privilège) besaß zusätzlich einen Automatikmodus. War dieser aktiv und näherte sich der Fahrer mit der Chipkarte dem Fahrzeug, so wurde die Chipkarte vom Fahrzeug erkannt. Bei Berührung eines Türgriffs wurde das Fahrzeug automatisch entriegelt (Sensor in der Griffmulde). Entfernte sich der Fahrer vom Fahrzeug, so wurde es automatisch wieder verriegelt. Zum Starten des Motors musste aber bei beiden Varianten die Karte in den Leser in der Mittelkonsole gesteckt (Freigabe der Lenksäulenverriegelung und Deaktivierung der Wegfahrsperre) und ein separater Start-/Stoppknopf gedrückt werden. Das Keyless-Drive-System wurde nach und nach auch in anderen Modellreihen (unter anderem Mégane) eingeführt und zur Keycard Handsfree weiterentwickelt (Option im Laguna III). Damit kann der Motorstart ohne vorheriges Einführen der Chipkarte in das Lesegerät erfolgen.

Im Vergleich zum Vorgänger baute Renault die Ausstattungsvarianten stark aus. Die Basis-Version wurde Authentique getauft und bot serienmäßig unter anderem elektrische Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorn, Bordcomputer und Klimaanlage. Darüber rangierte die Variante Expression, die zusätzlich unter anderem elektrische Fensterheber hinten, ein Lederlenkrad, neigungsverstellbare Sicherheitskopfstützen und Nebelscheinwerfer bot. Die eher sportliche Version Dynamique erhielt Sportsitze, Leder-/Stoffpolsterung und 17"-Alufelgen. Daneben gab es noch die Privilège-Ausstattung, die schon nahezu komplett ausgestattet war (unter anderem mit Klimaautomatik, Regensensor und automatisch abblendendem Innenspiegel) und später sogar noch zur Privilège Plus erweitert wurde. Topmodell war die Ausstattung Initiale, die über Lederpolsterung, Xenon-Scheinwerfern und elektrische Sitzverstellung verfügte und darüber hinaus weitgehend alles Erdenkliche serienmäßig beinhaltete, so dass die Liste der weiteren Extras entsprechend kurz war.

Als Motoren gab es die schon aus dem Laguna I bekannten 1,6- und 1,8-l-Benziner. Dazu gab es noch einen 2,0 l 16V mit 135 PS, welcher kurzzeitig von einem 2,0-l-16V-Direkteinspritzer mit 140 PS ersetzt wurde (2.0 IDE) und einen 3,0 l 24V mit 207 PS (nur erhältlich mit der Proactiv-Automatik). Später folgte noch eine Turboversion des 2,0 l 16V mit 163 PS. Als Diesel-Motorisierungen gab es die Neuentwicklungen 1.9 dCi (107 PS und 120 PS, später mit 92 PS, 101 PS und 120 PS) und den 2.2 dCi (150 PS).

Der 2.2 dCi erwies sich als nicht sehr haltbar, was für viele Laguna-Fahrer Motorenprobleme zur Folge hatte. Diese Qualitätsmängel sollen durch das Facelift im Frühjahr 2005 behoben worden sein. Der Wagen belegte jahrelang den schlechtesten Platz der Pannenstatistik.[2]

Auf Basis des Laguna werden auch die Modelle Espace und Vel Satis im französischen Werk Sandouville gefertigt.

Modell Motortyp Zylinder /
Ventile
Hubraum Leistung Drehmoment Bauzeit Bemerkungen
Benziner
1.6 16V K4M Reihe 4 / 16 1598 cm³ 79 kW (107 PS) bei 5750/min 148 Nm bei 3750/min 2001−2005
1.8 16V (Automatik) F4P Reihe 4 / 16 1783 cm³ 85 kW (115 PS) bei 5750/min 168 Nm bei 3750/min 2001−2004 nur mit 4-Stufen-Automatik
1.8 16V F4P Reihe 4 / 16 1783 cm³ 88 kW (120 PS) bei 5750/min 170 Nm bei 3750/min 2001−2005
2.0 16V F4R Reihe 4 / 16 1998 cm³ 99 kW (135 PS) bei 5500/min 191 Nm bei 4750/min 2002−2005 auch mit Automatik
2.0 IDE F5R Reihe 4 / 16 1998 cm³ 103 kW (140 PS) bei 5500/min 200 Nm bei 4100/min 2001−2003 nicht für E10-Kraftstoff geeignet[3]
2.0 16V Turbo F4Rt Reihe 4 / 16 1998 cm³ 120 kW (163 PS) bei 5000/min 270 Nm bei 3250/min 2003−2005
3.0 V6 L7X V 6 / 24 2946 cm³ 152 kW (207 PS) bei 6000/min 280−285 Nm bei 3750/min 2001−2005
Diesel
1.9 dCi F9Q Reihe 4 / 8 1870 cm³ 68 kW (92 PS) bei 4000/min 230 Nm bei 2000/min 2004−2005
1.9 dCi F9Q Reihe 4 / 8 1870 cm³ 74 kW (101 PS) bei 4000/min 200 Nm bei 1500/min 2001−2004
1.9 dCi F9Q Reihe 4 / 8 1870 cm³ 79 kW (107 PS) bei 4000/min 250 Nm bei 1750/min 2001−2002
1.9 dCi F9Q Reihe 4 / 8 1870 cm³ 88 kW (120 PS) bei 4000/min 270 Nm bei 2000/min 2001−2005
2.2 dCi G9T Reihe 4 / 16 2188 cm³ 102 kW (139 PS) bei 4000/min 320 Nm bei 1750/min 11/2004−2005
2.2 dCi G9T Reihe 4 / 16 2188 cm³ 110 kW (150 PS) bei 4000/min 320 Nm bei 1750/min 2002−2005

Phase II[Bearbeiten]

Im April 2005 wurde der Laguna II überarbeitet. Auffälligstes Merkmal ist die Anpassung der Front an das Markengesicht, daher entfiel das „Nasenpflaster“. Hauptaugenmerk bei Renault war eine Verbesserung der Qualität sowohl der Materialien im Innenraum als auch der Mechanik und Elektronik.

Im Innenraum wurden zum ersten Mal Sicherheitskopfstützen für Kinder verbaut. Die Kopfstützen auf den hinteren Plätzen lassen sich aufklappen. Dahinter befinden sich zwei seitlich gepolsterte Stützen, die zum einen als Kopf- und Nackenstütze, zum anderen als Schutz vor zu schnellem Vor- und Zurückschnellen des Kopfes bei einer Kollision dienen.[4]

Die Chipkarte zum Öffnen und Starten des Wagens wurde verbessert. Es war nun nicht mehr nötig, die Karte zum Starten in den Schlitz zu stecken, denn sie konnte in der Tasche des Fahrers verbleiben. Zusätzlich gab es ein neues DVD-Navigationssystem Carminat 3, das über ein zentrales Bedienelement in der Mittelkonsole (ähnlich dem Audi MMI) gesteuert wurde. Platz dafür wurde durch den Wegfall der normalen Handbremse geschaffen, die jetzt elektrisch zu betätigen war. Das Navigationssystem konnte wichtige Streckenteile (beispielsweise sich teilende Autobahnen) in 3D darstellen, so dass der Fahrer frühzeitig erkennt, welcher Fahrspur er folgen muss.

Die Basis-Version wurde Emotion genannt; vor dem Facelift war dieser Name für ein Sondermodell des Laguna II verwendet worden, die Privilège Plus-Linie wurde wieder in Privilège geändert. Außerdem gibt es eine Sportversion, die GT genannt wird. Als Antrieb dient der auf 204 PS leistungsgesteigerte 2.0 Turbo (nahezu baugleich mit dem 225-PS-Motor aus dem Mégane RS). Neben einem strafferen Sportfahrwerk mit einer Tieferlegung von 10 mm wurde vor allem der Innenraum mit schwarz-rotem Lederbezug und roten Ziernähten optisch der Leistung angepasst. Außerdem sind spezielle 17"-Alufelgen und die Sonderfarbe Curacao-Blau erhältlich.

Die 1.6- und 1.8-l-Benziner des Laguna II wurden mit der Modellpflege durch den schon aus dem Mégane bekannten 1.6 16V mit 112 PS ersetzt. Außerdem wurde die Leistung des 2.0 16V Turbo auf 125 kW (170 PS) gesteigert. Den 1,9 dCi stattete Renault mit einem Rußpartikelfilter aus und wurde in den Leistungsstufen 110 und 130 PS angeboten. Der 2,2 dCi wurde von 110 kW auf 102 kW (139 PS) gedrosselt und im September 2005 durch den neuen 2,0 dCi mit 110 kW (150 PS) ersetzt.

Ab Anfang 2007 gab es noch eine zusätzliche Ausbaustufe des 2,0 dCi mit 127 kW (173 PS) sowie ein neues 6-Gang-Getriebe, das aus der Kooperation mit Nissan hervorging.


Laguna III (Typ T, seit 2007)[Bearbeiten]

3. Generation
Renault Laguna Limousine (2007–2011)

Renault Laguna Limousine (2007–2011)

Produktionszeitraum: seit 2007
Karosserieversionen: Kombilimousine, Kombi, Coupé
Motoren: Ottomotoren:
1,6−3,5 Liter
(81−175 kW)
Dieselmotoren:
1,5−3,0 Liter
(81−173 kW)
Länge: 4695–4803 mm
Breite: 1811 mm
Höhe: 1445–1473 mm
Radstand: 2756 mm
Leergewicht: 1355−1646 kg
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest Crashtest-Stern 5.svg

Seit Oktober 2007 ist der Laguna der dritten Generation auf dem Markt. Er wurde in Kooperation mit Nissan entwickelt und teilt sich viele Teile mit dem Nissan Altima.

Neben der Schräghecklimousine und dem seit März 2008 erhältlichen Kombi Grandtour gibt es auch wieder ein Coupé, das erste seit dem Fuego. Das Laguna Coupé ist seit November 2008 im Handel. Preislich lehnt es sich an den Alfa Romeo Brera und an das Peugeot 407-Coupé an. Die Karosserie des Coupés ist kürzer (−52 mm) und flacher (−40 mm) als bei der Limousine.

Als Antrieb soll es neben einem neuentwickelten 3,0-l-V6-Diesel mit 173 kW (235 PS) die schon im Laguna II der Phase 2 debütiertenen 2.0-dCi-Motoren geben. Dabei sind alle Dieselmotoren – bis auf den 1,5 dCi – serienmäßig mit einem Rußpartikelfilter ausgestattet. Als Ottomotor ist der vom Nissan 350Z stammende 3,5-l-V6 Motor mit gedrosselten 175 kW (238 PS) verfügbar, der unter anderem auch im Espace sowie im Vel Satis eingebaut wird. Darunter gibt es neue direkteinspritzende Zweiliter-Motoren mit Turboaufladung sowie einen 103 kW starken 2-Liter-Saugermotor. Als kleinste Motorisierung steht ein 1,6-Liter-Motor mit 81 kW zur Wahl. Die V6-Motoren kommen allerdings nur im Coupé und Grandtour zum Einsatz.

In der Ausstattungsvariante GT verbaut Renault erstmals eine Allradlenkung, um einen Wendekreis von 10,3 Metern zu ermöglichen. Die Hinterräder lenken dabei über einen Elektromotor und einer zusätzlichen Spurstange bis zu einem Grad von 3,5 % ein. Die Allradlenkung lenkt bis 60 km/h gegenläufig, darüber simultan.[5]

Ausstattungsvarianten[Bearbeiten]

  • Emotion (Sonderserie in Deutschland mit einfacherer Ausstattung)
  • Expression
  • Dynamique
  • Bose (gut ausgestattete Sonderserie vergleichbar Dynamique mit Bose-Soundsystem)
  • Privilège (in Österreich)
  • Exception (in Deutschland seit August 2008)
  • Initiale
  • GT
  • Sportway (Sonderserie in Deutschland seit 07/2012)
  • Monaco GP (nur 399-mal gebaut, davon kamen 77 Stück nach Deutschland)

Modellpflege[Bearbeiten]

Im Januar 2011 wurden die Limousine und der Grandtour überarbeitet. Dazu gehören eine leicht modifizierte Front und abgedunkelte Heckleuchten.

Das modifizierte Coupé kam Ende Februar 2012 auf den Markt. Zu den Neuerungen zählen ein schwarzes Dach und schwarze Außenspiegel. Die Allradlenkung gehört nun ebenso wie das LED-Tagfahrlicht zur Serienausstattung.

Motorenübersicht[Bearbeiten]

Modell Motortyp Zylinder /
Ventile
Hubraum Leistung Drehmoment Variante Bauzeitraum
Otto
1.6 16V 110 K4M Reihe 4 / 16 1598 cm³ 81 kW (110 PS) bei 6000/min 151 Nm bei 4250/min Limousine, Grandtour 2007–11/2010
2.0 16V 140 M4R Reihe 4 / 16 1997 cm³ 103 kW (140 PS) bei 6000/min 195 Nm bei 3750/min Limousine, Grandtour seit 09/2007
2.0 16V 140 E85 eco2 M4R Reihe 4 / 16 1997 cm³ 103 kW (140 PS) bei 6000/min 195 Nm bei 3750/min Limousine, Grandtour 01/2011–03/2013
2.0 TCe 170 F4R Reihe 4 / 16 1998 cm³ 125 kW (170 PS) bei 6000/min 270 Nm bei 3250/min Coupé, Limousine, Grandtour seit 09/2007
2.0 TCe 205 F4R Reihe 4 / 16 1998 cm³ 150 kW (204 PS) bei 5000/min 300 Nm bei 3000/min Coupé, Limousine, Grandtour 05/2008–06/2013
3.5 V6 240 V4Y V 6 / 24 3498 cm³ 175 kW (238 PS) bei 6000/min 330 Nm bei 4400/min nur als Coupé 2008–2012
Diesel
1.5 dCi 110 eco2 K9K Reihe 4 / 8 1461 cm³ 81 kW (110 PS) bei 4000/min 240 Nm bei 2000/min Limousine, Grandtour seit 2007
2.0 dCi 130 M9R Reihe 4 / 16 1995 cm³ 96 kW (130 PS) bei 4000/min 320 Nm bei 2000/min Limousine, Grandtour 2007–2009
2.0 dCi 150 M9R Reihe 4 / 16 1995 cm³ 110 kW (150 PS) bei 4000/min 340 Nm bei 2000/min Coupé, Limousine, Grandtour seit 2007
2.0 dCi 175 M9R Reihe 4 / 16 1995 cm³ 127 kW (173 PS) bei 4000/min 380 Nm bei 2000/min Limousine, Grandtour 2008–2009
seit 01/2011 mit Autom.
2.0 dCi 180 M9R Reihe 4 / 16 1995 cm³ 131 kW (178 PS) bei 3750/min 400 Nm bei 2000/min Coupé, Limousine, Grandtour 2008–06/2013
3.0 V6 dCi 240 V9X V 6 / 24 2993 cm³ 173 kW (235 PS) bei 3700/min 450 Nm bei 1500/min Coupé, (Grandtour bis 11/2010) seit 2008

Literatur[Bearbeiten]

  • Renault Laguna I Betriebsanleitung ab April 1998 (dänisch)
  • Renault Laguna II Betriebsanleitung ab Oktober 2005 (dänisch)
  • Automobil Revue, Katalog 1999, 2000, 2005 und 2007

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Auto-Frühling in Paris 1990 (Bild 1) auf Autobild.de (abgerufen am 29. September 2010)
  2. Pannenstatistik – autobild.de
  3. Liste der nicht E10-geeigneten Renault-PKW-Modelle
  4. Sichere Kopfstützen
  5. Braunschweiger Zeitung vom 19. April 2008, Mobile Menschen, Seite M3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Renault Laguna – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien