Renault Monaquatre

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Renault
Renault Monaquatre (Type YN 1) Limousine (1932)

Renault Monaquatre (Type YN 1) Limousine (1932)

Monaquatre
Produktionszeitraum: 1931–1935
Klasse: Untere Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, Cabriolet, Roadster, Kombi, Pickup, Kastenwagen
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,5 Liter
(18,4–25 kW)
Länge: 3900–4400 mm
Breite: 1550–1600 mm
Höhe: 1580–1610 mm
Radstand: 2650–2660 mm
Leergewicht: Fahrgestell: 650 kg
Vorgängermodell: Renault Monasix
Nachfolgemodell: keines
Heckansicht eines Type YN 1 (1932–1933)
Blick in den Motorraum
Renault Monaquatre (Type YN 2) Limousine (1933–1934)

Der Renault Monaquatre war ein Personenkraftwagenmodell der Zwischenkriegszeit von Renault. Die Typencodes lauteten Type UY und Type YN.[1][2]

Beschreibung[Bearbeiten]

Renault präsentierte das Fahrzeug 1931 als Nachfolger des Renault Monasix. 1935 endete die Produktion ohne Nachfolger.

Type UY[Bearbeiten]

Die erste Ausführung erhielt am 16. September 1931 die Zulassung von der nationalen Zulassungsbehörde. Der wassergekühlte Vierzylindermotor mit 66 mm Bohrung und 95 mm Hub leistete aus 1300 cm³ Hubraum 25 PS.[1] Damit galt das Fahrzeug steuerlich als 7 CV. Die Motorleistung wurde über eine Kardanwelle an die Hinterachse geleitet. Das Fahrgestell hatte einen Radstand von 265 cm, eine Spurweite von 130 cm und wog 650 kg. Der Wendekreis war mit 11 Metern angegeben. In den Seiten der Motorhaube befanden sich senkrechte Lüftungsschlitze. Überliefert sind viertürige Limousine als Normale und Luxe, Faux-Cabriolet mit drei bis vier Sitzen, Torpedo Commercial, Geschäftslimousine und Kastenwagen. Die Karosserie der Limousine mit einer Länge von 390 cm und einer Breite von 155 cm entsprach dem Renault Primaquatre, allerdings bestand die vordere Stoßstange lediglich aus einem dünnen Rohr.[3]

Type UY 1[Bearbeiten]

Diese Ausführung für den Zeitraum 1932 bis 1933 war auf die Karosserien viertürige Limousine und Geschäftslimousine beschränkt. Die vordere Stoßstange war einteilig und gerade.

Type YN[Bearbeiten]

Diese Ausführung erhielt am 3. September 1932 seine Zulassung. Eine größere Zylinderbohrung von 70 mm sorgte für einen Hubraum von 1462 cm³. Damit wurde das Fahrzeug zum 8 CV. Lieferbar waren zweitürige Limousine mit Koffer, viertürige Limousine wahlweise mit oder ohne Koffer und Geschäftslimousine mit 500 kg Nutzlast sowie die Ausstattungslinien Normal und Luxe.

Type YN 1[Bearbeiten]

Ab Dezember 1932 wurde dieses Modell vermarktet. Der Motor leistete 30 PS. Die Fahrzeuge waren 390 cm lang und 157 cm breit.[3] Als Normale gab es viertürige Limousine und Geschäftslimousine, als Luxe zwei- und viertürige Limousine und als Grand Luxe ebenfalls zwei- und viertürige Limousine. Gleichzeitig erschien eine zweifarbige zweitürige Limousine mit drei Lüftungsklappen in den Seiten der Motorhaube anstelle der bisherigen senkrechten Lüftungsschlitze. Im Laufe des Jahres 1933 übernahmen die anderen Ausführungen ebenfalls die Klappen. Ab Anfang 1933 gab es außerdem die Variante Type YN 1 S.A. mit einer anderen Motoraufhängung. Ab Februar oder März 1933 stand zusätzlich eine viertürige Limousine mit sechs Seitenfenstern im Sortiment.

Type YN 2[Bearbeiten]

Diese im Oktober 1933 präsentierte Ausführung hatte einen schräger gestellten Kühlergrill, drei Lüftungsklappen in den Seiten der Motorhaube und anfangs eine einteilige gerade vordere Stoßstange, die später durch eine in der Mitte nach unten gebogenen Stoßstange ersetzt wurde. Zur Wahl standen zwei- und viertürige Limousine, Cabriolet und Geschäftslimousine.

Type YN 3[Bearbeiten]

Präsentiert im Januar 1934, leistete der Motor nun 30 bis 34 PS. Der Radstand betrug je nach Quelle 265 cm[3] oder 266 cm[1]. Die Karosserie war aerodynamischer gestaltet und das Reserverad am Heck montiert – beides gilt allerdings nicht für die Geschäftslimousine. Überliefert sind Limousine und Roadster mit Notsitz. Die Fahrzeuge waren 400 cm lang und 160 cm breit.[3]

Type YN 4[Bearbeiten]

Diese Ausführung wurde im Oktober 1935 vorgestellt. Der Motor leistete nun 34 PS. Der Radstand maß 266 cm bzw. 265 cm bei der Geschäftslimousine, die Spurweite 130 cm.[2] Die Fahrzeuge waren zwischen 437 cm und 440 cm lang, 156 cm breit und zwischen 158 cm und 161 cm hoch.[2] Eine andere Quelle nennt 265 cm Radstand, 415 cm Fahrzeuglänge und 160 cm Fahrzeugbreite.[3] Im Angebot standen viertürige Limousine, Roadster mit Notsitz, Cabriolet und Geschäftslimousine. Drei bis vier Lüftungsschlitze an den Seiten der Motorhaube waren ein optisches Unterscheidungsmerkmal zu älteren Ausführungen.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Gilbert Hatry, Claude Le Maître: Dossiers Chronologiques Renault. Voitures Particulières. Tome 5: 1924–1933. Editions Lafourcade, Paris 1981, ISBN 2-902667-06-X, S. 160–219.
  •  Gilbert Hatry, Claude Le Maître: Dossiers Chronologiques Renault. Voitures Particulières. Tome 6: 1934–1934. Editions Lafourcade, Paris 1982, ISBN 2-902667-08-6, S. 12–47.
  •  René Bellu: Toutes les Renault. Des origines à nos jours. Éditions Jean-Pierre Delville, Paris 1979, ISBN 2-85922-023-2, S. 104–131.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Renault Monaquatre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c  Gilbert Hatry, Claude Le Maître: Dossiers Chronologiques Renault. Voitures Particulières. Tome 5: 1924–1933. Editions Lafourcade, Paris 1981, ISBN 2-902667-06-X.
  2. a b c  Gilbert Hatry, Claude Le Maître: Dossiers Chronologiques Renault. Voitures Particulières. Tome 6: 1934–1934. Editions Lafourcade, Paris 1982, ISBN 2-902667-08-6.
  3. a b c d e  René Bellu: Toutes les Renault. Des origines à nos jours. Éditions Jean-Pierre Delville, Paris 1979, ISBN 2-85922-023-2.