Guatemala

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Dieser Artikel behandelt den Staat; zum Asteroid siehe (10797) Guatemala.
República de Guatemala
Republik Guatemala
Flagge Guatemalas
Wappen Guatemalas
Flagge Wappen
Wahlspruch: El país de la eterna primavera
spanisch für „Das Land des ewigen Frühlings“
Amtssprache Spanisch
Hauptstadt Guatemala-Stadt
Staatsform Republik
Regierungssystem Präsidialsystem
Staatsoberhaupt, zugleich Regierungschef Präsident Otto Pérez Molina
Fläche 109.021 km²
Einwohnerzahl 12.728.111[1]
Bevölkerungsdichte 116,7 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2011[2]
  • $ 46,897 Milliarden (76.)
  • $ 74,709 Milliarden (79.)
  • $ 3.182 (116.)
  • $ 5.070 (116.)
Human Development Index 0,581 (133.)[3]
Währung Quetzal (GTQ)
Unabhängigkeit 15. September 1821
(von Spanien)
Nationalhymne Guatemala Feliz
Zeitzone UTC−6
Kfz-Kennzeichen GCA
ISO 3166 GT, GTM, 320
Internet-TLD .gt
Telefonvorwahl +502
Antarktika Vereinigtes Königreich (Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln) Chile Uruguay Argentinien Paraguay Peru Bolivien Brasilien Ecuador Panama Venezuela Guyana Suriname Kolumbien Trinidad und Tobago Vereinigtes Königreich (Falklandinseln) Frankreich (Französisch-Guayana) Niederlande (ABC-Inseln) Costa Rica Honduras El Salvador Guatemala Belize Mexiko Jamaika Kuba Haiti Dominikanische Republik Bahamas Nicaragua Vereinigte Staaten Kanada Inseln über dem Winde (multinational) Puerto Rico (zu Vereinigte Staaten) Vereinigtes Königreich (Kaimaninseln) Vereinigtes Königreich (Turks- and Caicosinseln) Vereinigtes Königreich (Bermuda) Frankreich (St.-Pierre und Miquelon) Dänemark (Grönland) Russland Island Norwegen Irland Vereinigtes Königreich Deutschland Dänemark Belgien Frankreich Spanien Portugal Spanien (Kanarische Inseln) Marokko Libyen Kap Verde Mauretanien Mali Burkina Faso Elfenbeinküste Ghana Liberia Sierra Leone Guinea Guinea-Bissau Gambia Senegal Tunesien Niger Schweiz ItalienGuatemala on the globe (Americas centered).svg
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Guatemala (offiziell Republik Guatemala, spanisch República de Guatemala) ist ein Staat in Zentralamerika im Süden der Halbinsel Yucatán. Guatemala grenzt im Südosten an Honduras, im Süden an El Salvador, im Norden an Mexiko und im Osten an Belize. Das Land hat zwei Küsten, im Osten einen schmalen Zugang zum Golf von Honduras, einem Teil des Karibischen Meers, und im Südwesten die Pazifikküste.

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name Guatemala (früher auch „Goathemala“ geschrieben) leitet sich vom toltekischen (Nahuatl-) Wort Cuauhtemallan ab, was so viel wie „Land der Bäume“ bedeutet. Es gibt aber noch 16 andere Theorien zur Entstehung des Namens Guatemala.[4] So könnte Guatemala aus dem Breiapfelbaum, dem sogenannten Kuautemalli in der Sprache Nahuátl entstanden sein. Eine weitere Theorie besagt, dass Guatemala von Coctemalan, der Wolfsmilchpflanze hergeleitet wurde. Dieses Yerba-Mala (Wolfsmilchgewächse) gab es vermehrt rund um Iximché, der ersten in Guatemala gegründeten Stadt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass der Name von Guhate-zmal-ha dem Berg des dampfenden Wassers abstammt.[5]

Die Guatemalteken bezeichnen sich selbst als „Chapines“. Der Spitzname „Chapín“ wird auch von den Nachbarn in Zentralamerika für Guatemalteken und als Guatemala-bezogenes Adjektiv verwendet. „Chapines“ bedeutete ursprünglich so viel wie „Latschen“ und erhielt erst später seine positive, bisweilen liebevolle Bedeutung.

Physische Geografie[Bearbeiten]

Guatemala liegt in Zentralamerika auf 15° 30' Nord, 90° 15' West. Damit befindet sich auch der geografische Mittelpunkt des amerikanischen Doppelkontinents in Guatemala, genauer in der Stadt Cuilapa.

Es grenzt im Norden an Mexiko (962 km gemeinsame Grenze), im Osten an Belize (266 km), im Südosten an Honduras ( 256 km) und im Süden an El Salvador (203 km).

Die Gesamtlänge der Landesgrenze beträgt somit 1.687 Kilometer.

Geomorphologie[Bearbeiten]

Der nordöstliche Teil, Petén, ist Tiefland mit fast durchgehendem tropischen Regenwald. Im Zentrum Guatemalas liegt das Hochland mit Vulkanen bis zu 4.220 m Höhe. Hier ist auch einer der höchsten Vulkane Mittelamerikas zu finden, der Tajumulco. Mit seinen 4.220 m überragt er das Hochland von Guatemala. Siehe hierzu auch Liste von Vulkanen in Guatemala.

Klima[Bearbeiten]

Der flache und fruchtbare Küstenstreifen am Pazifik hat durchgehend feuchttropisches Klima.

Das Hochland ist von sehr unterschiedlichen Klimazonen geprägt. Wegen seiner Lage zwischen 1.300 und 1.800 Metern über dem Meer herrscht fast das ganze Jahr über ein mildes Klima mit Tagestemperaturen zwischen 18 und 28 Grad Celsius. In höheren Lagen kann die Lufttemperatur vor allem im Januar und Februar stark sinken. Darüber hinaus beginnt in den Bergen jedes Jahr Anfang Mai eine ausgeprägte Regenzeit mit täglichen, intensiven Regenfällen. Die Regenzeit endet im Oktober.

Im Oktober 2005 sorgte der Hurrikan Stan vielerorts für Überschwemmungen und Schlammlawinen.

Humangeografie[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Das Hochland ist das kulturelle und bevölkerungsreichste Zentrum Guatemalas. In einem tiefergelegenen Teil dieser Hochlandregion liegt die heutige Hauptstadt Guatemala-Stadt.

Ballungsgebiete[Bearbeiten]

Die wichtigsten Städte haben folgende Einwohnerzahlen (Stand 1. Oktober 2013): Guatemala-Stadt Guatemala 1.125.000, Villa Nueva 720.000, Mixco 700.000, Quetzaltenango 165.000, Chinautla 155.000, Huehuetenango 150.000, Escuintla 150.000, Chimaltenengo 145.000, Petapa 132.000, San Juan Sacatepéquez 113.000, Villa Canales 104.000, Amatitlán 102.000, Santa Lucía Cotzumalguapa 101.000, Puerto Barrios 78.000, Cobán 68.000, Chichicastenango 67.000, San Pedro Sacatepéquez 65.000, Jalapa 63.000, Santa Catarina Pinula 62.000, Momostenango 62.000, Antigua Guatemala 60.000.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Der nördliche Teil des Landes ist größtenteils von tropischem Regenwald bedeckt. Der zentrale Landesteil besteht hingegen auf Grund der starken Trockenheit und Höhe aus Kiefernsavanne, während die Gebirgsseiten hauptsächlich tropische Berg- und Nebelwälder aufweisen. Die Binnenhochländer sind trockener und verfügen über typische Savannenvegetation mit Grasfluren und einzelnen Bäumen sowie an gewissen Stellen auch Mischwälder aus Kiefern und Eichen. Das Tiefland an der Küste des Pazifiks ist im Osten mit Trockenwald, im Westen mit tropischem Feuchtwald bewachsen, während das Tiefland am Karibischen Meer auch tropischen Feuchtwald aufweist.

Vor allem in den bewaldeten Tiefländern gibt es eine reiche Artenvielfalt. Obwohl seltener geworden, finden sich Affen und Tapire genauso wie Ozelots, Jaguare und Nabelschweine. Unter den Reptilien des Regenwalds sind insbesondere zahlreiche Schlangenarten sowie Krokodile und Leguane hervorzuheben. Auch gibt es in den Regenwäldern zahlreiche Vogelarten. Der etwa 35 cm große Quetzal – das Wappentier von Guatemala – zum Beispiel mit seinen grün schillernden Federn, die bis zu einem Meter lang werden können, einer der farbenprächtigsten Vögel des tropischen Regenwalds.

Bevölkerung[Bearbeiten]

59,4 % der Guatemalteken sind europäischer oder gemischt europäisch-indigener Abstammung. Diese Bevölkerungsgruppe wird lokal anders als in anderen Ländern Mittelamerikas als Ladinos bezeichnet. Der europäische Anteil ist überwiegend spanischer Herkunft. Weitere 40 % der Gesamtbevölkerung sind Indigene, meist aus der Völkergruppe der Maya. Der Rest der Bevölkerung ist asiatischer Abstammung oder zählt zu den Garifuna, an der Karibikküste lebenden Nachkommen der Kariben, von diesen unterworfener Arawak und entflohener und ursprünglich aus Afrika stammender Sklaven der Insel St. Vincent.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Gallop[6] vom Dezember 2012, zählen die Einwohner des Landes mit zu den glücklichsten Menschen auf der Erde.[7]

Sprachen und Dialekte[Bearbeiten]

Spanisch ist die Amts- und Muttersprache der Mestizen und der europäischstämmigen Bevölkerung. Neben der Amtssprache Spanisch, die rund 65 % der Guatemalteken als Muttersprache sprechen, sind weitere sieben Sprachen anerkannt. Dazu zählen neben einigen Maya-Sprachen (darunter die Quiché-Sprache oder K’iche’ mit über 2 Millionen Sprechern) beispielsweise auch die Arawak-Sprache der Garifuna, das Igñeri. Bei den Garifuna, die enge Verbindungen mit Belize unterhalten, ist auch Englisch mit karibischem Einschlag sehr weit verbreitet. Die Xinca-Sprache wird nur noch von einigen älteren Menschen gesprochen. Hinzu kommen weitere Maya-Sprachen, die teilweise starke regionale Unterschiede aufweisen. Insgesamt werden in Guatemala 53 verschiedene indigene Sprachen und Idiome gesprochen, davon 22 Maya-Sprachen:

Sprache Eigenname Sprachfamilie Sprecher
(Tzian 1994)[8]
Sprecher
(Census 2002)[9]
Ethnische Gruppe
(Census 2002)[9]
Sprachgebiet
Acateco   Maya: Kanjobal-Chuj 39.826 35.763 39.370 um San Miguel Acatán
Achí   Maya: Quiché-Mam   82.640 105.992 Baja Verapaz
Aguacateco Awakateko Maya: Quiché-Mam 34.476 9.613 11.068 West-Huehuetenango
Cakchiquel Kaqchikel Maya: Quiché-Mam 1.002.790 444.954 832.968 am Lago de Atitlán und Sololá
Chortí Ch'orti' Maya: Chol-Tzeltal 74.600 11.734 46.833 im südlichen Tiefland von Guatemala (um Copán)
Chuj Chuj Maya: Kanjobal-Chuj 85.002 59.048 64.438 Huehuetenango
Itzá Itzá Maya: Yucatán 1.783 1.094 1.983 am Petén-See
Ixil Ixil Maya: Quiché-Mam 130.773 83.574 95.315 El Quiché
Jacalteco Popti' (Abxubal) Maya: Kanjobal-Chuj 83.814 34.038 47.024 um Jacaltenango
Kanjobal Q'anjob'al Maya: Kanjobal-Chuj 205.670 139.830 159.030 Huehuetenango
Kekchí Q'eqchi' Maya: Quiché-Mam 711.523 716.101 852.012 Alta Verapaz bis Lago Izabal
Mam Mam (Qyool) Maya: Quiché-Mam 1.094.926 477.717 617.171 Huehuetenango
Mopan Mopan Maya: Yucatán 13.077 2.455 2.891 Süd-Petén
Pocomam Poqomam Maya: Quiché-Mam 127.206 11.273 42.009 um Guatemala-Stadt und Jalapa
Pocomchí Poqomchi' Maya: Quiché-Mam 259.168 92.941 114.423 um Guatemala-Stadt und Jalapa
Quiché K'iche' Maya: Quiché-Mam 1.842.115 890.596 1.270.953 El Quiché, Totonicapán, Sololá und Quetzaltenango
Sacapulteco   Maya: Quiché-Mam 42.204 6.973 9.763 El Quiché
Sipacapense   Maya: Quiché-Mam 5.944 5.687 10.652 San Marcos
Tacaneco   Maya: Quiché-Mam 20.000     um Tacaná (San Marcos)
Tectiteco   Maya: Quiché-Mam 4.755 1.144 2.077 um Tectitán
Tzutuhil Tz'utujil Maya: Quiché-Mam 156.333 63.237 78.498 um Santiago Atitlán
Uspanteco   Maya: Quiché-Mam 21.399 3.971 7.494 El Quiché
Garífuna   Arawak 6.539 3.564 5.040 Izabal
Xinca   Xinca 297 1.283 16.214 Jutiapa
Quinco   Quinco 123     Izabal
Spanisch/Ladino   Español   7.080.909 6.750.170 Landesweit

Guatemala hat eine sehr hohe Analphabetenrate von 30 %. Aus diesem Grund werden diverse Hilfsprogramme wie Probigua organisiert, die mehrheitlich auf private Spenden angewiesen sind.[10]

Religion[Bearbeiten]

Ungefähr 55 Prozent der Bevölkerung sind römisch-katholisch, etwa 45 Prozent gehören protestantischen Kirchen an (vor allem freievangelikalen Kirchen).[11][12] In die christliche Folklore des Landes sind viele Rituale der Maya eingeflossen. So finden sich zum Beispiel häufig Opfergaben für christliche Heilige auf den Kirchenstufen, wie sie früher Mayagottheiten dargebracht wurden. Starke Einflüsse sind auch aus dem Spanischen zu erkennen. Ein bekanntes Beispiel hierfür sind die großen Umzüge während der Karwoche (Semana Santa) in Antigua, die sich in ähnlicher Form auch in Sevilla (Spanien) finden. Die Zahl der Muslime in Guatemala wird auf 1.200 geschätzt, die der Juden auf etwa 2.000.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Guatemalas

Zeugnis der präkolumbischen Geschichte legen unzählige, zum größten Teil noch nicht erfasste Maya-Ruinen ab, darunter Tikal als die wichtigste oder Cival. Eine Unzahl von Resten alter Maya-Kulturen liegt weiterhin im Verborgenen, nur die wesentlichsten Ruinenstädte wurden, vor allem mit finanzieller Hilfe aus dem Ausland, freigelegt und erforscht. Siehe auch die Liste der Maya-Ruinen.

Nach der Eroberung (Conquista) blieb das Land bis zum 15. September 1821 spanische Kolonie. Von 1823 bis 1839 war Guatemala Teil der Zentralamerikanischen Konföderation. Erst 1840 entstand der unabhängige Staat Guatemala.

Die erste Zeit der jungen Republik von 1841 bis 1871 war gekennzeichnet durch konservative Regimes an der Macht, deren Hauptziele eine behutsame wirtschaftliche Modernisierung bei Beibehaltung der hierarchischen Gesellschaftsordnung der Kolonialzeit waren.

Die Zeit von 1871 bis 1944 wird als liberaler Nationalstaat bezeichnet. Die wirtschaftliche Modernisierung des Landes wurde forciert. Es begann der großflächige Kaffee- und Bananenanbau, letzterer insbesondere durch die United Fruit Company.

Mit der Oktoberrevolution 1944 und dem Sturz des damaligen Diktators Jorge Ubico (1931–1944) begann ein demokratisches Jahrzehnt in Guatemala. Präsident Arévalo (1944–1949) demokratisierte das Land, führte die Pressefreiheit ein und implementierte den ersten Arbeiterkodex in der Geschichte Guatemalas. Unter seinem Nachfolger Jacobo Arbenz (1950–1954) wurden umfangreiche Landreformen durchgeführt. Zu dieser Zeit besaßen rund 2 % aller Großgrundbesitzer ca. 70 % des landwirtschaftlich nutzbaren Landes.

Das US-amerikanische Außenministerium initiierte eine Kampagne gegen Guatemala. Die CIA intervenierte daraufhin im Juni 1954 in Zusammenarbeit mit oppositionellen guatemaltekischen Militärs (Operation PBSUCCESS). Lange Jahre wurde angenommen, dass diese Kampagne auf Intervention der United Fruit Company (UFC) erfolgte. Die UFC hatte in Guatemala ihre größten Plantagen und war zudem noch Eignerin der International Railways of Central America und des damals einzigen Karibikhafens des Landes, Puerto Barrios. Die kürzlich freigegebenen Akten der CIA über die Aktion lassen jedoch den Einfluss der United Fruit Company eher gering erscheinen. Nach diesen Informationen sollte die Intervention eher als Teil der Truman-Doktrin betrachtet werden, um einer vermuteten kommunistischen Bedrohung aus Zentralamerika vorzubeugen.

1954 wurde Arbenz auf Betreiben der USA gestürzt und durch den Diktator Carlos Castillo Armas ersetzt. Innerhalb kürzester Zeit machte dieser sämtliche sozialen Reformen einschließlich der begonnenen Agrarreform rückgängig. Er wurde 1957 ermordet. Ydígoras, ebenfalls aus den Reihen des guatemaltekischen Militärs, unter der Herrschaft Ubicos verantwortlich für zahlreiche Massaker und die brutale Niederschlagung verschiedener Aufstände in Guatemala, wurde sein Nachfolger.

In Guatemala herrschte ab 1960 ein Bürgerkrieg, der erst 1996 durch die Unterzeichnung eines Friedensvertrages formell für beendet erklärt wurde. Der Krieg hatte bis zu diesem Zeitpunkt mehr als 200.000 Menschen das Leben gekostet und über eine Million Flüchtlinge geschaffen. Besonders durch General Efrain Ríos Montt bekam die Bekämpfung der indigenen Bevölkerung durch die Diktatur Züge eines Genozids. Ganze Landstriche wurden flächendeckend bombardiert.

Guatemala wurde im Oktober 2005 von Ausläufern des Hurrikans Stan schwer getroffen; über 1000 Menschen kamen durch Überschwemmungen, Erdrutsche und Schlammlawinen ums Leben.

Fast zeitgleich mit dem Ausbrechen des Drogenkriegs in Mexiko kam es auch in Guatemala zu schweren Konflikten zwischen Regierungen und Drogenkartellen.

Politik[Bearbeiten]

Proteste der landlosen, indigenen Bevölkerung vor dem Präsidentenpalast in Guatemala-Stadt, 1996

Guatemala ist eine unabhängige demokratische Republik mit Mehrparteiensystem. Die Verfassung vom 15. Januar 1986 legt die Trennung zwischen Legislative (Congreso de la República, das Parlament), Exekutive (Präsident und Vize-Präsident) und Judikative (Oberster Gerichtshof) fest. Das Parlament und der Präsident werden alle vier Jahre gewählt, stimmberechtigt sind alle Bürger ab achtzehn Jahren, ausgenommen aktive Angehörige des Militärs. Der oberste Gerichtshof wird vom Parlament für vier Jahre bestimmt.

Bei den Wahlen vom 9. November 2003 wurde Óscar Berger Perdomo als Kandidat der GANA zum Präsidenten gewählt. Auch bei der Parlamentswahl wurde die Partei stärkste Kraft, die Wahlbeteiligung lag bei 54,5 %.

Bei den Präsidentschaftswahlen am 9. September 2007 erlangten Álvaro Colom Caballeros (UNE, 28,23 %) und Otto Pérez Molina (PP, 23,51 %) die meisten Stimmen. Sie stellten sich am 4. November einer Stichwahl, die der Sozialdemokrat Álvaro Colom Caballeros mit 52,8 % gewann.[13] Die indigene Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú erhielt nur 3 % der Stimmen. Ebenfalls fanden am 9. September Parlamentswahlen statt. Hier ging die UNE mit 22,81 % als stärkste Partei hervor, gefolgt von der GANA (16,51 %) und der PP (15,91 %).

Bei den Präsidentschaftswahlen am 11. September 2011 erlangten Otto Pérez Molina (PP, 36,10 %) und Manuel Baldizón (LIDER, 22,68 %) die meisten Stimmen. Sie stellten sich am 6. November einer Stichwahl, die der Ex-General Molina mit 53,74 % gewann.

Wie die meisten lateinamerikanischen Staaten hat auch Guatemala keine lange demokratische Tradition. Die Parteienlandschaft ist wenig stabil, viele Parteien lösen sich nach einer Legislaturperiode auf oder verschwinden in der Bedeutungslosigkeit. Bezeichnend dafür ist der starke Einfluss gesellschaftlicher Gruppen außerhalb der Parteien, insbesondere des Militärs und der Unternehmer.

In Teilen des Landes ist das Vertrauen insbesondere der indigenen Bevölkerung in das staatliche Rechtssystem so gestört, dass es zu Fällen von Selbstjustiz kam. Aufgrund der angespannten Lage werden Polizei und Justiz in städtischen Agglomerationen vom Militär unterstützt.

Außenpolitisch war Guatemala während des Bürgerkriegs jahrelang isoliert. Seit dem Beginn der Demokratisierung und dem Abschluss des Friedensvertrags mit den Rebellen versucht Guatemala auf der internationalen Bühne eine angemessene Rolle zu spielen. Seit 2001 besteht zwischen Mexiko, Guatemala, Honduras und El Salvador ein Handelsabkommen, seit dem 10. März 2004 zusätzlich eine Zollunion mit El Salvador. Seit Juli 2008 ist Guatemala Mitglied der Petrocaribe und seit 2010 Mitglied der CELAC.

Guatemala ist eines der wenigen amerikanischen Länder, in denen noch die Todesstrafe verhängt wird. Die letzte Hinrichtung fand im Jahr 2000 statt. Seitdem gab es Bemühungen die Todesstrafe mittels Gesetzesentwurf abzuschaffen. Jedoch scheiterte dieses Vorhaben an einer großen Mehrheit im Parlament, die für die Todesstrafe war.

Militär[Bearbeiten]

Bis zur Unterzeichnung des Friedensabkommens im Jahr 1996 verfügten die Streitkräfte Guatemalas über insgesamt 44.200 Mann. In den Jahren danach wurden sie schrittweise stark verringert und umfassen heute etwa 15.000 Männer und Frauen. Heute unterstützen sie vor allem die Policía Nacional Civil bei der Bekämpfung der Kriminalität.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Guatemala ist in 22 Departamentos aufgeteilt.

Departamento (Hauptstadt)

El Salvador Honduras Belize Mexiko Petén Huehuetenanggo Quiché Alta Verapaz Izabal Zacapa El Progreso Baja Verapaz Totonicapán Quetzaltenango San Marcos Retalhuleu Suchitepéquez Sololá Chimaltenango Guatemala Jalapa Chiquimula Sacatepéquez Escuintla Santa Rosa Jutiapa
Departamentos von Guatemala
  1. Petén (Flores)
  2. Huehuetenango (Huehuetenango)
  3. Quiché (Santa Cruz del Quiché)
  4. Alta Verapaz (Cobán)
  5. Izabal (Puerto Barrios)
  6. San Marcos (San Marcos)
  7. Quetzaltenango (Quetzaltenango)
  8. Totonicapán (Totonicapán)
  9. Baja Verapaz (Salamá)
  10. El Progreso (Guastatoya)
  11. Zacapa (Zacapa)
  12. Sololá (Sololá)
  13. Chimaltenango (Chimaltenango)
  14. Sacatepéquez (Antigua Guatemala)
  15. Guatemala (Guatemala-Stadt)
  16. Jalapa (Jalapa)
  17. Chiquimula (Chiquimula)
  18. Retalhuleu (Retalhuleu)
  19. Suchitepéquez (Mazatenango)
  20. Escuintla (Escuintla)
  21. Santa Rosa (Cuilapa)
  22. Jutiapa (Jutiapa)

Wirtschaft[Bearbeiten]

„Eigentum des nationalen Krankenhauses von Antigua G.“ (Antigua, Guatemala)

Export[Bearbeiten]

Die Hauptexportgüter des Landes sind Textilien und Kaffee, daneben werden Zucker, Baumwolle, Bananen, Tabak, Kautschuk, ätherische Öle, Kardamom, Fahrräder und Rum exportiert.

Die Textilienproduktion findet hauptsächlich in Maquilas statt. Diese befinden sich in Export Processing Zones (EPZs), sind sehr gering reguliert und mit sehr niedrigen Abgaben belastet. Die Maquiladorawirtschaft sieht sich scharfer Kritik von Arbeits- und Menschenrechtsorganisationen ausgesetzt. Auch der langfristige wirtschaftliche Nutzen wird aufgrund des geringen Technologie- und Wissenstransfers sowie der geringen Generierung von Staatseinkommen regelmäßig in Frage gestellt. Darüber hinaus trägt diese Wirtschaftsform in Guatemala zur zunehmenden Proletarisierung der Landbevölkerung bei, deren Möglichkeiten sich durch traditionelle Landwirtschaft zu versorgen stetig geringer werden. Einen Sprung in dieser Entwicklung von landwirtschaftlicher zu industrieller Produktion fand während der Bürgerkriegsjahre und vor allem von 1982 bis 1983 statt. In dieser Zeit wurden viele ländliche Strukturen zerstört, wodurch auf dem Arbeitsmarkt eine große Zahl neuer und günstiger Arbeitskräfte verfügbar wurde.

Ein wichtiger Wirtschaftszweig ist seit dem Ende der 1990er Jahre auch der Tourismus. Von großer Bedeutung sind auch die Überweisungen ausgewanderter Guatemalteken an ihre Familien. Sie hatten im Jahre 2003 einen geschätzten Wert von 1,6 Mrd. Euro.

Energiewirtschaft[Bearbeiten]

Bis 1990 wurde Strom in Guatemala zu 92 % durch Wasserkraftwerke erzeugt und nur zu 8 % aus fossilen Brennstoffen. In den 90er Jahren wurden dann jedoch vorwiegend Heizkraftwerke gebaut, so dass 1996 nur noch 55 % des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wurden.[14] Bei den erneuerbaren Energien spielten neben der Wasserkraft auch die Kogeneration durch die Verbrennung von Bagasse in Zuckerrohrfabriken sowie die Nutzung von Geothermie eine Rolle. Kogeneration in der Zuckerindustrie in Guatemala wird seit 1992 praktiziert. Hierzu wurden vorhandene Dampfkessel durch moderne Hochdruckkessel ersetzt und der Verbrauch an Prozessdampf gesenkt.[15]

Photovoltaik wird in geringem Maße genutzt. Die Energiewirtschaft Guatemalas ist überwiegend privatisiert.[16] Um die Verwendung erneuerbarer Energien zu forcieren, wurde 2003 ein Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien verabschiedet, das unter anderem eine zehnjährige Steuerbefreiung für entsprechende Investitionen vorsieht.[17]

Aufgrund der ländlichen Struktur in Guatemala beträgt der Anteil von Holz und Holzkohle am Energieverbrauch der Haushalte 90 %.[18]

2008 trat Guatemala dem regionalen Energieabkommen Petrocaribe bei.

Tourismus[Bearbeiten]

Der Atitlansee

Touristische Höhepunkte des Landes sind der Atitlán-See, die alte Hauptstadt Antigua Guatemala, die antike Mayastadt Tikal im Petén, der Lago Izabal mit dem Rio Dulce und Livingston an der Karibikküste, sowie einige andere sehenswerte Städte wie Quetzaltenango und Chichicastenango im Hochland. Guatemala macht auch interessant, dass das Land zahlreiche Klimazonen aufweist, die eine reiche Flora und Fauna hervorgebracht haben.

Staatshaushalt[Bearbeiten]

Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 5,56 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 4,07 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 4,1 % des BIP.[19]
Die Staatsverschuldung betrug 2009 11,9 Mrd. US-Dollar oder 32,7 % des BIP.[19]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

Infrastruktur[Bearbeiten]

Straßennetz[Bearbeiten]

Zwei internationale Straßen verbinden Guatemala mit El Salvador und Mexiko. Die legendäre Panamericana durchquert das Land in einer Länge von 511 km von San Cristóbal Frontera über Guatemala-Stadt, Flores, Huehuetenango nach Malacatán. Sie folgt der Centroamericana CA-1. Die zweite, die Carretera del Pacifico führt über Escuintla, Mazatenango, Coatepeque nach Tecún Umán. Die Carretera Interoceánica verbindet Puerto San José am Pazifik mit Puerto Barrios am Atlantik. Sie führt auch über Guatemala-Stadt. Von dieser Straße zweigt eine Verbindung nach Honduras ab, eine weitere erschließt Alta Verapaz und kurz vor Puerto Barrios führt eine neue Straße nach Flores in Petén. Alle wichtigen Departmentsstädte sind über asphaltierte Straßen verbunden. Insgesamt sind aber von dem 14.118 km (2002) langen Straßennetz nur 26 Prozent asphaltiert.

Im öffentlichen Transportsektor sind 98.000 Busse im Einsatz.

Schienennetz[Bearbeiten]

Die Transporte werden seit Oktober 2007 alle über das Straßensystem durch Lastwagen oder Busse abgewickelt, da in diesem Monat der letzte Zug zwischen Puerto Barrios am Karibischen Meer (Golf von Honduras) und Guatemala-Stadt (Nordbahn) fuhr.
Guatemala besaß einst ein Eisenbahnnetz mit der Spurweite von 914 mm in seiner größten Ausdehnung von 896 km. Neben der bereits erwähnten Strecke gehörten noch die Hauptlinien Guatemala-StadtEscuintlaPuerto San José, die Zentralbahn Santa Maria (bei Escuintla) – MazatenangoRetalhuleuCoatépequeAyutla (heute Tecún Umán) und ZacapaAnguiatu (an der Grenze zu El Salvador) dazu. Weitere Nebenlinien waren Ocós – Ayutla, ChampericoCaballo Blanco (bei Retalhuleu), San AntonioPalo Gordo (bei Mazatenango) und Mulua (bei Retalhuleu) – San Felipe. Anschluss an dieses Bahnnetz hatten noch die Bananenbahnen BananeraQuirigua an der Nordbahn und Rio BravoTiquisateIzabal an der Zentralbahn.
(Karte: [3]) Das Eisenbahnzeitalter begann in Guatemala 1877 mit dem Bau der Bahn von Puerto San José nach Escuintla. 1904 wurde die Guatemala Railroad gegründet, eine von der United Fruit Company initiierte Gründung. Diese trieb den Bau der oben genannten Bahnen voran, um die von der United Fruit Company in Guatemala erworbenen Ländereien zu erschließen. Die Gesellschaft ging 1912 in der International Railways of Central America auf. Die Bahngesellschaft gehörte Jahrzehnte zu einem hervorragend gemanagten Bahnsystem. Durch falsche politische Weichenstellungen (einseitige Bevorzugung der Straße) begann allerdings in den 60er Jahren der Abstieg. 1968 übernahm der Staat die damals nahezu bankrotte Bahn. Die staatliche Ferrocarriles Guatemaltecos (FEGUA) übernahm den Betrieb. Zur Konsolidierung wurden die ersten Nebenlinien eingestellt. Trotzdem setzte sich die Abwärtsbewegung fort und im März 1996 wurde der Restverkehr eingestellt. Die US-amerikanische Railroad Development Corporation konnte eine Konzession erwerben, die 50 Jahre laufen sollte. Der Gesellschaft gelang es, die Strecke der Nordbahn von Puerto Barrios nach Guatemala-Stadt wieder in Betrieb zu nehmen. Allerdings scheiterten die Bemühungen um eine Wiederinbetriebnahme weiterer in der Konzession vorgesehener Strecken. Nach Streitigkeiten zwischen der Railroad Development Corporation und der Regierung folgte 2007 die oben erwähnte Einstellung des Betriebs.(Karte: [4])
Es gab noch zwei weitere Bahnen in Guatemala, die 95 km lange Ferrocarril de Los Altos, gebaut in Normalspur, zwischen San Felipe und Quetzaltenango und die 45 km lange Ferrocarril de Verapaz, gebaut in Kapspur, zwischen Panzós und Panacajche. Die Ferrocarril de Los Altos wurde 1934 durch Unwetter zerstört, die Ferrocarril de Verapaz nach Ausbau der Straße in den 60er Jahren eingestellt.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Guatemala hat drei internationale Verkehrsflughäfen in Guatemala-Stadt (La Aurora), Flores (Mundo Maya) und Quetzaltenango. Diese drei Flughäfen wurden von 2005 bis 2007 im Rahmen eines nationalen Infrastrukturprogrammes umfassend modernisiert. Bei Puerto Barrios und Puerto San José befinden sich Flughäfen von regionaler Bedeutung. Daneben gibt es eine Reihe kleinerer Flugplätze für die Allgemeine Luftfahrt.

Von dem Plan, im südlichen Tiefland bei Escuintla einen neuen internationalen Verkehrsflughafen für die Hauptstadt zu bauen, hat man inzwischen aus finanziellen Erwägungen Abstand genommen. Stattdessen wurde Ende 2007 auf dem Flughafen von Guatemala-Stadt der erste Abschnitt des neuen Passagierterminals in Betrieb genommen. Der Flughafen der Hauptstadt ist für Großraumflugzeuge im Langstreckeneinsatz nur beschränkt nutzbar, da die relativ kurze Start- und Landebahn aus städtebaulichen und topografischen Gründen nicht verlängert werden kann.

Guatemala ist an der zentralamerikanischen Fluggesellschaft TACA beteiligt.

Häfen[Bearbeiten]

Guatemala hat zwei große Häfen, über die der größte Teil der Exporte abgewickelt wird, Puerto Santo Tomás am Atlantik in der Nähe von Puerto Barrios gelegen und Puerto Quetzal, der zu Puerto San José gehört, am Pazifik. Dazu kommt noch der kleine Pazifikhafen von Champerico, der für die Kaffeeanbaugebiete um Retalhuleu und San Felipe wichtig ist/war.

Kultur[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

In der Literatur Guatemalas sind die Traditionen der Maya noch lebendig. Die Mythen- und Liedersammlung des Popol Vuh, die aus Sicht der Quiché-Indianer u.a. von der Erschaffung der Welt berichtet, ist in verschiedenen Übersetzungen und Bearbeitungen erschienen. In der Sprache der Quiché schreibt u.a. Humberto Ak'abal (* 1952).

José Milla y Vidaurre (1822−1882) schrieb die ersten historische Romane Guatemalas. Ein seinerzeit bekannter Vertreter des Modernismo war Enrique Gómez Carrillo (1873−1927). Carlos Wyld Ospina (1891–1956) behandelte in seinem 1940 ins Deutsche übersetzten Roman „Pranke und Schwinge“ (La gringa) die Ausbeutung der Indios vor dem politischen Hintergrund der Diktatur Estrada Cabreras.

Miguel Ángel Asturias (1899−1974) ist der herausragende Schriftsteller Guatemalas und Zentralamerikas. Beeinflusst wurde er durch den Surrealismus. Zweimal musste er emigrieren. Er übersetzte den Popol Vuh ins Spanische. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die „Legenden aus Guatemala“ (Leyendas de Guatemala). 1967 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

In der sogenannten Bananen-Trilogie schildert er die Ausbeutung der mittelamerikanischen Länder durch die allmächtigen Bananengesellschaften; „Sturm” (Viento fuerte); „Der grüne Papst“ (El papa verde); „Die Augen der Begrabenen“ (Los ojos de los enterrados). Den Sturz des Reformpräsidenten Arbenz durch das Außenministerium der USA und die United Fruit Company schildert er in dem Werk „Weekend in Guatemala“ (Week-end en Guatemala). In Hombres de maíz („Maismenschen“) ist der Magische Realismus ein konstituierendes Gestaltungselement.

Der Gedichtband „Selbst unter der Bitterkeit“ (Informe de una Injusticia) des 1967 von den Militärs ermordeten Otto René Castillo (* 1936) ist weithin bekannt, viele Menschen können die Gedichte auswendig zitieren. Einen Skandal löste 1973 die Veröffentlichung der „Gedichte der erotischen Linken“ von Ana María Rodas (* 1937) aus.[21]

Weitere Schriftsteller:

Sonstiges[Bearbeiten]

Musik:

Aktivisten:

Förderung der Maya-Sprachen:

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Quelle: CIA World Factbook 2008
  2. World Economic Outlook Database, April 2012 des Internationalen Währungsfonds
  3. Human Development Index, abgerufen am 10. Oktober 2013
  4. Revista D – PrensaLibre.com (Version vom 17. Juni 2008 im Internet Archive)
  5. Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology – GT Guatemala, Guatemala, Guatemala, Guatemala, Guatemala – Allgemein, general, en général, generale, in general
  6. http://www.gallup.com/poll/159254/latin-americans-positive-world.aspx
  7. http://bazonline.ch/leben/gesellschaft/Das-Glueck-wohnt-in-Lateinamerika/story/22273447
  8. Leopoldo Tzian (1994): Mayas y ladinos en cifras. El caso de Guatemala
  9. a b XI Censo Nacional de Población y VI de Habitación (Censo 2002) – Idioma o lengua en que aprendió a hablar. Instituto Nacional de Estadística. 2002. Abgerufen am 22. Dezember 2009.
  10. CIA: The World Factbook – Guatemala. 29. September 2006
  11. Länderinformationen des Auswärtigen Amtes zu Guatemala
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatInternational Religious Freedom Report 2006 – Guatemala. U.S. Department of State – Bureau of Democracy, Human Rights, and Labor, 15. September 2006, abgerufen am 6. November 2006.
  13. FAZ:Guatemala rückt nach links (Version vom 7. November 2007 im Internet Archive)
  14. US Aid Dokument Nr. 20523
  15. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.issct.orgImprovements in Guatemala cogeneration to increase electrical output
  16. Zielgruppenanalyse Guatemala 2009, Solarenergie, Wasserkraft und Windkraft, Deutsch-Guatemaltekische Handelskammer, November 2009
  17. Marta Rivera, REEEP Mexico City 2005 (PDF; 4,1 MB)
  18. Erneuerbare Energien in Zentralamerika, Thorsten Eßer, 2004
  19. a b c d The World Factbook
  20. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4
  21. Klaus Küpper, Einladung zu einer Entdeckungsreise, http://www.ila-bonn.de/artikel/ila331/mittelamerika_literatur.htm

Auswahlbibliographie[Bearbeiten]

  • Raimund Allebrand: Die Erben der Maya. Indianischer Aufbruch in Guatemala. Bad Honnef, Horlemann 1997, ISBN 3-89502-063-X.
  • Andreas Böhm: 'Teuflische Schatten' 'Zwei Frauen gegen die Mara Salvatrucha'. 2011 Horlemann Verlag,

ISBN 978-3-89502-317-0

  • Andreas Boueke: „Guatemala. Journalistische Streifzüge.“ Horlemann, 2006, ISBN 3-89502-225-X
  • Erich Hackl, Willy Puchner: Das Herz des Himmels. Vom Leiden der Indios in Guatemala. Wien, ISBN 3-210-24848-6
  • Jim Jandy: Gift of the Devil: A History of Guatemala. Boston: South End Press 1984, Neuausgabe 1998: ISBN 0-89608-247-4
  • Mary Kreutzer und Thomas Schmidinger: Niederlagen des Friedens. Gespräche und Begegnungen in Guatemala und El Salvador. edition wahler, Grafenau, 2002. ISBN 3-9808498-0-5
  • Juan Maestre Alfonso: Guatemala. Unterentwicklung und Gewalt. Frankfurt am Main 1971, edition suhrkamp Bd. 457
  • Rigoberta Menchú: I, Rigoberta Menchú – An Indian Woman in Guatemala. 1987
  • Sergio Navarrete Pellicer: Maya Achi Marimba Music in Guatemala with CD. Temple University Press, 2005, ISBN 1-59213-292-8
  • Anika Oettler: Erinnerungsarbeit und Vergangenheitspolitik in Guatemala. Frankfurt am Main: Vervuert Verlag, 2004, ISBN 3-86527-110-3, Rezension
  • Jennifer Schirmer: The Guatemalan Military Project: A Violence Called Democracy. University of Pennsylvania Press 2000, ISBN 0-8122-1730-6 – durch Interviews mit Militärs werden die Denkstrukturen der Täter deutlich
  • Stephen Schlesinger, Stephen Kinzer: Bitter Fruit: the story of the American coup in Guatemala. Cambridge, Mass: Harvard University, David Rockefeller Center for Latin American Studies, 2005. ISBN 0-674-01930-X. Dt. Übers. Bananen-Krieg: CIA-Putsch in Guatemala. 3. Aufl., Zürich: Rotpunktverlag, 1992. ISBN 3-85869-079-1
  • Markus Stumpf u.a.: Guatemala – Ein Land auf der Suche nach Frieden. Brandes & Apsel, 2003, ISBN 3-86099-755-6
  • Francisco Goldmann: „Die Kunst des politischen Mordes“. Rowohlt 2011, ISBN 978-3-498-02507-6
  • Susanne Bennewitz (Hg.): Ein Zimmer in den Tropen. Briefe aus dem Exil in Guatemala (1937–1940) Berlin: Hentrich&Hentrich Verlag Berlin, 2013, ISBN 978-3-942271-79-0

Dokumentarfilme[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Guatemala – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Guatemala – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Guatemala – in den Nachrichten
 Wikivoyage: Guatemala – Reiseführer
 Wikimedia-Atlas: Guatemala – geographische und historische Karten

15.5-90.25Koordinaten: 15° 30′ N, 90° 15′ W