Requiem (Duruflé)
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Das Requiem op. 9 von Maurice Duruflé ist eine Vertonung der lateinischen Totenmesse für Mezzosopran- und Bariton-Soli, gemischten Chor, Orchester und Orgel. Das Werk entstand 1947 als Auftragsarbeit für den Musikverlag Durand & Cie.
[Bearbeiten] Aufbau
- Introit
- Kyrie
- Domine Jesu Christe (Offertorium)
- Sanctus – Benedictus
- Pie Jesu
- Agnus Dei
- Lux aeterna
- Libera me
- In paradisum
[Bearbeiten] Werkbeschreibung
Das Requiem von Duruflé ist in mehrfacher Hinsicht dem Vorbild des etwa 60 Jahre früher entstandenen Requiems von Gabriel Fauré verpflichtet. Wie dieser schlägt Duruflé in seiner Komposition vorwiegend einen tröstend-kontemplativen Grundton an. Auch der Aufbau der beiden Werke ähnelt sich sehr stark: die Dies-Irae-Sequenz fehlt weitgehend, nur der Schluss Pie Jesu wurde als davon abgetrennte Motette vertont. Dafür wurde der Hymnus In paradisum aus den Exequien in das Werk mit aufgenommen.
Anders als Fauré basiert Duruflé seine Komposition noch stärker auf Melodien des gregorianischen Chorals.
Das Requiem liegt in drei verschiedenen Fassungen vor: neben der originalen Orchesterfassung existieren noch eine Fassung für Kammerorchester aus dem Jahr 1961 sowie eine reine Orgelfassung.
[Bearbeiten] Literatur
- Alfred Beaujean: Maurice Duruflé. Requiem op. 9. In: Hans Gebhard (Hrsg.): Harenberg Chormusikführer. Harenberg, Dortmund 1999, ISBN 3-611-00817-6, S. 259 f.
- Stephan Weitjens: Duruflé, Maurice. In: Silke Leopold, Ullrich Schneider (Hrsg.): Oratorienführer. Metzler, Stuttgart 2000, ISBN 3-476-00977-7, S. 188 f.
- Werner Oehlmann, Alexander Wagner: Reclams Chormusik- und Oratorienführer 7. Auflage. Reclam, Stuttgart 1999, ISBN 3-15-010450-5, S. 541 f.
- (anonym) Beiheft zur CD Maurice Duruflé: Requiem, 4 Motets sur des themes gregoriens. Erato 2292-45230-2 (1986)

