Dzanga-Sangha-Schutzgebiet

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Dzanga-Sangha-Schutzgebiet
Offene Waldlichtungen sind charakteristisch für das Dzanga-Sangha-Schutzgebiet
Offene Waldlichtungen sind charakteristisch für das Dzanga-Sangha-Schutzgebiet
Dzanga-Sangha-Schutzgebiet (Zentralafrikanische Republik)
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3.433333333333316.333333333333Koordinaten: 3° 26′ 0″ N, 16° 20′ 0″ O
Lage: Sangha-Mbaéré, Zentralafrikanische Republik
Fläche: 6865,54 km²
Gründung: 1990
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Lage des Dzanga-Sangha-Reservatskomplexes im Dreiländereck Zentralafrikanische Republik, Kamerun, Republik Kongo

Das Dzanga-Sangha-Schutzgebiet liegt im Süden der Zentralafrikanischen Republik in der Nähe des Sangha-Flusses. Innerhalb des Schutzgebietes liegt der Dzanga-Ndoki-Nationalpark, der aus zwei voneinander getrennten Sektoren besteht, Dzanga im Westen und Ndoki im Süden. Das Schutzgebiet grenzt an den Nouabele-Ndoki-Nationalpark in der Republik Kongo und den Lobéké-Nationalpark in Kamerun, wodurch in der Region des Dreiländerecks insgesamt 28.000 km² Regenwald unter Schutz stehen.

Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt etwa 1500 mm, die Durchschnittstemperatur liegt zwischen 24 und 29 °C. Die stärksten Niederschläge fallen in der langen Regenzeit von Oktober bis November und in der kurzen Regenzeit zwischen Mai und Juni.

Fauna[Bearbeiten]

Inmitten der dichten Wälder finden sich große Lichtungen, an denen zahlreiche bedrohte Großtiere wie Waldelefanten, Waldbüffel und Bongos beobachtet werden können. Weitere Großsäuger des Gebietes sind Westliche Flachlandgorillas, Schimpansen, Leoparden, Goldkatzen, Flusspferde, Riesenwaldschweine, Pinselohrschweine, Buschböcke, Sitatungas, verschiedene Duckerarten, Rote Colobusaffen (Colobus pennanti oustaleti), Schwarz-weiße Stummelaffen, Grüne Paviane, Meerkatzen und Mangaben.

Gefährdung[Bearbeiten]

Nach dem Putsch durch die Séléka-Rebellen im März 2013 in der Zentralafrikanischen Republik und der damit verbundenen Instabilität, konnte der Schutz des Gebietes nicht mehr ausreichend gewährleistet werden. Im Mai 2013 wurden 26 Elefanten durch Wilderer erschossen, die in das Schutzgebiet eingedrungen sind. Inzwischen kooperieren die Séléka-Truppen mit den Naturschutzorganisationen – wie dem WWF – und sollen die Sicherheit des Reservates gewährleisten.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das Waldelefanten-Paradies versinkt im Chaos. In: WWF.de. 21. Mai 2013, abgerufen am 21. Juni 2013.