Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates

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UN-Sicherheitsrat
Resolution 1325
Datum: 31. Oktober 2000
Sitzung: 4213
Kennung: S/RES/1325

Abstimmung: Pro: 15 Enth.:  Contra:
Gegenstand: Frauen und Frieden und Sicherheit
Ergebnis: angenommen

Zusammensetzung des Sicherheitsrates 2000:
Ständige Mitglieder:

China VolksrepublikChina CHN FrankreichFrankreich FRA Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR RusslandRussland RUS Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA

Nichtständige Mitglieder:
ArgentinienArgentinien ARG BangladeschBangladesch BGD KanadaKanada CAN JamaikaJamaika JAM MalaysiaMalaysia MYS
MaliMali MLI NamibiaNamibia NAM NiederlandeNiederlande NLD TunesienTunesien TUN UkraineUkraine UKR

Die UN-Resolution 1325 wurde am 31. Oktober 2000 einstimmig vom UN-Sicherheitsrat verabschiedet. In ihr wurden erstmals Konfliktparteien dazu aufgerufen, die Rechte von Frauen zu schützen und Frauen gleichberechtigt in Friedensverhandlungen, Konfliktschlichtung und den Wiederaufbau mit einzubeziehen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die UN-Resolution 1325 wurde im Oktober 2000 von Netumbo Nandi-Ndaitwah, der damaligen Frauenministerin von Namibia angeregt[1]. Namibia hatte seinerzeit einen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Durch die Lobbyarbeit zahlreicher Frauenorganisationen und das Engagement von UNIFEM gelang es, die Resolution rasch und einstimmig zu verabschieden.

Inhalt[Bearbeiten]

Unter anderem fordert die Resolution 1325:

  • diejenigen zu verfolgen, die Kriegsverbrechen an Frauen begehen,
  • Frauen und Mädchen in Kriegsgebieten besonders zu schützen,
  • mehr Frauen bei friedensschaffenden Missionen einzusetzen,
  • Frauen verstärkt an Friedensverhandlungen, Mediation und Wiederaufbau zu beteiligen.

Umsetzung[Bearbeiten]

Auf Initiative Kanadas entstand 2001 auf Ebene der Vereinten Nationen die Gruppe Friends of 1325 (Freundesgruppe der Resolution 1325), ein loser Zusammenschluss von Staaten, die sich für die Umsetzung der UN-Resolution besonders einsetzen[1].

Im Jahr 2005 forderte der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan die Mitgliedstaaten auf, nationale Aktionspläne zur Umsetzung der Resolution 1325 aufzustellen[2]. Im Dezember 2012 hatten 38 Staaten einen solchen Nationalen Aktionsplan (NAP) verabschiedet, nämlich

Die deutsche Bundesregierung hat am 19. Dezember 2012 einen Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der Resolution 1325 verabschiedet[4].

Seitens vieler NGOs wird bemängelt, dass die Resolution 1325 bisher keine institutionelle Kraft entfalten konnte. Auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, konstatierte am 25. September 2010 mit Blick auf das zehnjährige Jubiläum der Resolution, dass die „Erfolge der letzten zehn Jahre nicht den eigenen Erwartungen entsprochen“ hätten[5].

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellennachweise[Bearbeiten]

  1. a b Michele Landsberg: Resolution 1325 – Use It or Lose It, Ms Magazine, Sommer 2003
  2. Vgl. die Einführenden Worte von Gitti Hentschel zur Konferenz Krisen bewältigen, bewaffnete Konflikte beenden des Gunda-Werner-Instituts anlässlich des zehnten Jahrestags der Resolution
  3. National Action Plans (Auflistung und Download der nationalen Aktionspläne beim WILPF-Projekt PeaceWomen)
  4. http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/633902/publicationFile/175250/121219_Aktionsplan_download.pdf
  5. Original: “Our achievements over the past decade have not met our own expectations.” Zitiert nach: Lyric Thompson: The politics of peace: SCR 1325 at 10 bei openDemocracy.net (Resolution 1325 ten years on)