Retargeting
Als Retargeting (auch Re-Targeting geschrieben, vom englischen re für „wieder“ und targeting für „(genau) zielend“) wird im Online-Marketing ein Verfolgungsverfahren genannt, bei dem Besucher einer Webseite – üblicherweise ein Webshop – markiert und anschließend auf anderen Webseiten mit gezielter Werbung wieder angesprochen werden sollen. Ziel des Verfahrens ist es, einen Nutzer, der bereits ein Interesse für eine Webseite oder ein Produkt gezeigt hat, erneut mit Werbung für diese Webseite oder ein Produkt zu konfrontieren. Hierdurch soll die Werberelevanz und somit die Klick- und Konversionsrate (z. B. Bestellquote) steigen.
[Bearbeiten] Technik
Technisch basiert Retargeting auf Cookies eines Adservers. Hierzu wird zunächst in die Shop-Webseite ein Retargeting-Pixel des Adservers integriert. Besucht ein Nutzer den Shop, ruft er damit auch das Pixel ab. Das Pixel setzt beim Nutzer nun ein Cookie und speichert damit einen Verweis auf die im Adserver gespeicherten Nutzerinteressen (z. B. „Webseite XYZ besucht, Interesse an Produkt 7263“). Surft der Nutzer anschließend auf einer anderen Webseite, auf der Werbung mittels des gleichen Adservers geschaltet wird, kann der Adserver das Cookie auslesen und anstelle der normalen Werbemittel spezifische auf den Nutzer zugeschnittene Werbemittel ausliefern (etwa Sonderangebote, ähnliche Produkte oder Rabatte für die Produkte von Interesse).
[Bearbeiten] Kritik
Retargeting steht teils sehr in der Kritik. Viele Nutzer fühlen sich ausgespäht, wenn sie Anzeigen von Werbebannern mit Abbildungen von exakt den Produkten sehen, die sich der Nutzer Tage zuvor in einem Onlineshop angesehen hat. In diesem Zusammenhang wird den Retargeting-Anbietern zudem oft mangelnder Datenschutz vorgeworfen.
[Bearbeiten] Weblinks
- Verfolgungswahn als Werbekonzept – Artikel bei Technology Review, vom 12. Mai 2011