Retiarius

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Darstellung eines Kampfs zwischen einem retiarius (links) gegen einen secutor (rechts) (Mosaik aus Leptis Magna, ca. 80-100 v. Chr.)

Der retiarius (lat. „Netzkämpfer“) war ein leichtbewaffneter römischer Gladiator. Er wurde auch als iaculator (lat. „Werfer“) oder aequoreus (lat. „zum Meer gehörig“) bezeichnet.

Zu weiteren Gladiatorentypen siehe Gladiatorengattungen.

Ausrüstung und Bewaffnung[Bearbeiten]

Die Ausrüstung und Bewaffnung des retiarius hatte im Gegensatz zu den anderen Gladiatorengattungen keinerlei Ähnlichkeit mit militärischen Vorbildern. Sie erinnert vielmehr an Hochseefischerei. Der retiarius war nur leichtbewaffnet. Er trug einen Dreizack (tridens oder fuscina), ein Wurfnetz (rete) und ein geradklingiges Kurzschwert oder einen Dolch. Sein einziger Schutz war ein Hand- und Armschutz am linken Arm (manica) mit einem Metallschild (galerus) an der Schulter. Bekleidet war er mit einem Lendenschurz (subligaculum) und einem Gürtel (balteus oder cingulum).

Gegner[Bearbeiten]

Der retiarius kämpfte zunächst gegen den murmillo und seltener gegen den essedarius. Ab Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. spezialisierte er sich jedoch auf den secutor als Gegner. Vereinzelt gab es auch Kämpfe gegen den scissor.


Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Retiarii – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien