Retrokognition

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Retrokognition, wörtlich „nach der Erkenntnis“, auch als Postkognition bekannt, bezeichnet eine Form des angeblichen „Zurücksehens“ oder der „Nachhersage“ eines Ereignisses oder Sachverhaltes aus der Vergangenheit, ohne dass hierfür rationales Wissen zum Zeitpunkt des Zurücksehens zur Verfügung gestanden hätte, das Gegenstück hierzu bildet die Präkognition.

Der Begriff wurde von Frederic W. H. Myers geprägt, der Retrokognition als Wissen von einem vergangenen Ereignis verstand, das mit normalen Mitteln nicht hätte erlernt oder darauf geschlossen werden können, welches also nicht aus Schlußfolgerungen oder Erinnerungen resultiert.[1]

Retrokognition galt lange Zeit als nicht überprüfbares Phänomen, da, um zu überprüfen, dass eine bestimmte retrokognitive Erfahrung tatsächlich aufgetreten ist, vorhandene Dokumente und menschliches Wissen über die Existenz dieses Ereignisses überprüft werden müssen, von denen nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass die betreffende Person von diesen Dokumenten zuvor keine Kenntnis erlangt hatte, rationales Wissen zum Zeitpunkt des Zurücksehens wirklich ausgeschlossen werden kann. [2]

Bei der Retrokognition erleben die Betroffenen einstige Ereignisse und Situationen so lebendig, als seien sie in die Vergangenheit zurückversetzt. Wohl aus diesem Grund entwickeln in einigen Mystery- bzw. Science-Fiction-Filmen und Fernsehserien Figuren diese Fähigkeit, so etwa Angela Petrelli in der Serie Heroes, Phoebe Halliwell in Charmed und Allison DuBois in Medium – Nichts bleibt verborgen. In der Serie Fringe – Grenzfälle des FBI wurde der Begriff Retrocognition mit der dritten Staffel in den Vorspann aufgenommen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Parapsychological Association, Glossary of Parapsychological terms - Retrocognition, 2007
  2. J. B. Rhine: History of experimental studies. In: B. B. Wolman (Hrsg.): Handbook of Parapsychology. New York 1977, S. 25-47