Rettenbachferner

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Rettenbachferner
Rettenbachferner von der Ötztaler Gletscherstraße (2005)

Rettenbachferner von der Ötztaler Gletscherstraße (2005)

Lage Tirol, Österreich
Gebirge Ötztaler Alpen, Weißkamm
Typ Talgletscher
Länge 2,3 km (2011)[1][2]
Fläche 1,48 km² (2006)[3]
Exposition Nord
Höhenbereich 3350 m – 2610 m (1975)[1]
Koordinaten 46° 56′ 35″ N, 10° 55′ 47″ O46.94307222222210.9297527777782980Koordinaten: 46° 56′ 35″ N, 10° 55′ 47″ O
Rettenbachferner (Tirol)
Rettenbachferner
Entwässerung Rettenbach → Ötztaler AcheInn

Der Rettenbachferner (auch Rettenbachgletscher) ist ein Gletscher im Tiroler Ötztal (Österreich). Der Rettenbachferner ist durch mehrere Seilbahnanlagen für den Wintersport erschlossen.

Lage und Landschaft[Bearbeiten]

Der Gletscher liegt westlich oberhalb von Sölden, am Grat zum Pitztal, zwischen der Inneren Schwarzen Schneid (3367 m ü. A.), dem Gaislachkogel (3058 m ü. A.) und dem Tiefenbachkogel (3250 m ü. A.) – den Hauptbergen[4] von Sölden.

Der Gletscher zieht sich von der Inneren Schwarzen Schneid, beziehungsweise dem nördlich davon gelegenen Rettenbachjoch (2990 m, dem Pitztalübergang), nordostwärts bis auf eine Höhe von etwa 2680 Meter Seehöhe hinab. Der Gletscher erreicht dabei eine Länge von etwa zwei Kilometern und eine Breite von etwa einem Kilometer.

Erschließung[Bearbeiten]

Die zerstreuten Häuser im Skigebiet rund um den Gletscher bilden den Ortsteil Rettenbachferner der Gemeinde Sölden.

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Rettenbachgletscher (Zerstreute Häuser)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Imst (IM), Tirol
Pol. Gemeinde Sölden
Ortschaft Sölden
Koordinaten 46° 56′ 27″ N, 10° 55′ 56″ O46.94097222222210.9322222222222671f1
Höhe 2671 m ü. A.
Postleitzahl 6450f1f0
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Sölden (70220 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS

Im Winter ist das Skigebiet mit Seilbahnen und ganzjährig mit dem Auto über die Ötztaler Gletscherstraße von Sölden aus erreichbar und über die gesamte Höhenlage (bis auf rund 3250 m) teilweise für den Schibetrieb erschlossen. Die Ausläufer reichen bis auf etwa 2675 m hinunter. 1998 wurde das Schigebiet Hochsölden mit dem Rettenbachgletscher verbunden.

Jedes Jahr im Herbst wird auf dem Rettenbachferner mit je einem Riesenslalom für die Damen und einem für die Herren die alpine Skiweltcup-Saison eröffnet. Auch Radrundfahrten führen regelmäßig zum Rettenbachferner (Ötztaler Radtrophy). In den Jahren 2005 und 2007 war er Etappenzielort der Deutschlandtour der Radprofis.

Des Weiteren dient der Gletscher auch als Schauplatz für Freiluft-Theater, und zahlreiche andere touristische Events der Urlaubsregion Sölden/Hochsölden.

Geschichte[Bearbeiten]

Am Rettenbachgletscher ereignete sich am 5. September 2005 ein Seilbahnunglück, bei dem neun Menschen durch einen von einem überfliegenden Hubschrauber herabfallenden Betonkübel ums Leben kamen.

Alpiner Skiweltcup[Bearbeiten]

Im Oktober 1993 wurden erstmals Weltcup-Riesenslaloms auf dem Rettenbachferner ausgetragen. Seit der Saison 2000/2001 findet der Auftakt zum Alpinen Skiweltcup jährlich am Rettenbachgletscher statt, siehe Alpiner Skiweltcup in Sölden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rettenbachferner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b WGMS: Fluctuations of Glaciers Database. World Glacier Monitoring Service, Zurich 2012 (DOI:10.5904/wgms-fog-2012-11), abgerufen am 7. Februar 2013
  2. M. Mergili: Zusammenstellung der Längenänderungen der österreichischen Gletscher 1970–2011. (online). Basierend auf: Österreichischer Alpenverein: Gletscherberichte. Sammelberichte über die Gletschermessungen des Österreichischen Alpenvereins in den Jahren 1971 bis 2011. Zusammengestellt von H. Kinzl, G. Patzelt, A. Fischer. In: Mitteilungen des Österreichischen Alpenvereins/Bergauf. Band 27–67. Abgerufen am 30. April 2013
  3. J. Abermann et al.: Quantifying changes and trends in glacier area and volume in the Austrian Ötztal Alps (1969-1997-2006). In: The Cryosphere. Band 3, 2009, S. 205–215 (online)
  4. BIG 3 - drei Berge, drei Welten, eine Kulisse. In: Ötztal online. Abgerufen am 10. Oktober 2010.