Rettungsrakete

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Test der TDS-Rettungsrakete von Copenhagen Suborbitals im August 2012
Launch and Entry Suit; wird ausschließlich bei Start und Landung getragen und bietet den Astronauten im Notfall mehr Schutz. Exponat Deutsche Raumfahrtausstellung

Eine Rettungsrakete ist eine Sicherheitseinrichtung in bemannten Raumschiffen. Sie befindet sich an der Spitze des Raumfahrzeuges.

Im Fall eines fatalen Versagens der Trägerrakete (z. B. Brand oder Explosion auf der Startrampe, Versagen des Antriebs in der Startphase o. ä.) hat die Rettungsrakete die Aufgabe, die abgesprengte Landekapsel bzw. das komplette Raumschiff aus dem Gefahrenbereich zu befördern, und wenn nötig, so hoch zu tragen, dass die Hauptfallschirme der Landekapsel ausgelöst werden können. Die dabei auftretenden Beschleunigungskräfte sind so hoch, dass die betroffenen Raumfahrer bleibende Schäden erleiden können. Rettungsraketen verwenden dazu Feststoffraketen mit sehr hoher Schubkraft und kurzer Brennzeit.

Sobald es während des Aufstiegs der Rakete andere Rettungsmöglichkeiten für die Crew gibt, wird die Rettungsrakete von der Kapsel abgetrennt um Gewicht zu sparen.

Notfall-Rettungssysteme für das Space Shuttle und das Gemini-Raumschiff wurden aus finanziellen und designtechnischen Gründen nicht entwickelt.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Commons: Rettungssysteme – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien