Retznei

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Wappen Karte
Wappen fehlt
Retznei (Österreich)
DEC
Retznei
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Steiermark
Politischer Bezirk Leibnitz (LB)
Fläche 3,34 km²
Koordinaten 46° 44′ N, 15° 34′ O46.73722222222215.569444444444261Koordinaten: 46° 44′ 14″ N, 15° 34′ 10″ O
Höhe 261 m ü. A.
Einwohner 429 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 128 Einwohner je km²
Postleitzahl 8461
Vorwahl 03453
Gemeindekennziffer 6 10 29
AT225
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Retznei 43
8461 Retznei
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Detlef Gruber (SPÖ)
Gemeinderat
(9 Mitglieder)
1 ÖVP, 7 SPÖ, 1 FPÖ
Lage der Gemeinde Retznei
Karte

Retznei ist eine kleine Gemeinde im Bezirk Leibnitz in der Steiermark.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Retznei liegt am rechten Murufer unterhalb der Sulmmündung ca. 6 km südöstlich von Leibnitz.

Katastralgemeinden sind Retznei und Unterlupitscheni.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Aufhebung der Grundherrschaften erfolgte 1848. Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der englischen Besatzungszone in Österreich.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

1869: 410, 1923: 510, 1961: 625, 2008: 427,

[Bearbeiten] Politik

Bürgermeister ist Detlef Gruber (SPÖ). Der Gemeinderat setzt sich nach den Wahlen von 2005 wie folgt zusammen: 1 ÖVP, 7 SPÖ, 1 FPÖ

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Retznei lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft. Wichtigste Anbaugüter sind: Weintrauben, Obst (für Apfelsaft, Schnaps), Kürbisse und Bohnen. Zahlreiche Weine kommen aus dieser Region, die schon bei Weinverkostungen Preise gewonnen haben. Die Gemeinde Retznei ist auch für gute und prämierte Schnäpse bekannt.

Wichtigster Arbeitgeber ist die Firma Lafarge Perlmooser, einer der weltweit größten Zementhersteller. Das Unternehmen betreibt einen großen Steinbruch, welcher sich auf zwei Aufschlüsse aufteilt. Der ältere ist schon seit mehr als 30 Jahren in Betrieb, wird aber zur Zeit rekultiviert und in ein großes Biotop umgewandelt. Der zweite Bruch ist erst seit einigen Jahren in Betrieb.

Die Verarbeitung erfolgt im ortsansässigen Werk. Das Rohmaterial wird zuerst (nach Sprengung) in einer Brecher-Anlage zerkleinert und über Förderbänder zu den Kugelmühlen transportiert. Danach erfolgt ein Transport auf eine Lagerhalde. Nach chemischer Analyse (Zusammensetzung) wird der Rohstoff entsprechend der gewünschten Ziel-Zusammensetzung abgemischt und im Drehrohrofen zu Zement gebrannt.

Der Steinbruch ist vor allem für seinen Fossilien- und Mineralienreichtum bekannt. Gefunden wurden Calcit (gelb, glasklar, milchig; in verschiedenen Kristallformen, Drusen, mit Fossilien verwachsen), Pyrit-Markasit (Knollen, ausgefüllte Fossilien, teilweise auch Kristallaggregate), Haizähne (Kugelfisch, Kauplatten, Megalodon-Cacarodon Zähne (bis ca. 13 cm groß) Krabbenpanzer (ganze Krabben, Scheren, Panzer), Muschelkerne (mit und ohne Schalenerhaltung, Bohrmuscheln), Seeigel (Clypeaster, Schi-Caster).

[Bearbeiten] Weblinks

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