Reuse
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Eine Reuse (in Ostfriesland auch: Fuke) ist eine stationäre Vorrichtung, die überwiegend für den Fischfang genutzt wird. Reusen sind bereits seit dem Mesolithikum bekannt. So genannte Molchreusen werden heute auch zum Nachweis von Amphibien genutzt.
Reusen sind in der Regel tonnen- oder kegelförmig und bestehen aus Korb-, Netz- oder Drahtgeflecht, heutzutage auch aus Kunststoff, mit einem trichterförmigen Eingang, durch den die einmal hineingelangten Wassertiere nicht wieder zurückfinden. Es gibt etliche Formen und Ausprägungen von Reusen. In einigen werden Anlockmittel verwandt, während bei anderen gehofft wird, dass die Tiere auch ohne solche in die Reuse gelangen.
Um die Produktivität von Reusen zu steigern, werden sie modifiziert: Eine Möglichkeit ist, den Trichter, durch welchen die Tiere ins Reuseninnere gelangen zu vergrößern, eine andere ist, ein sogenanntes Leitnetz anzubringen. An diesem Leitnetz werden die Tiere entlanggeleitet und münden dann im Reusenkörper.
Reusen werden speziell für unterschiedliche Fischarten hergestellt, die häufigsten Ausprägungen sind jedoch Aalreusen. Andere Fische werden eher mit Stellnetzen oder anderen Methoden des Fischfangs gefangen. Aalreusen sind in der Regel aus einem Netztgeflecht und zusammenlegbar. Sie werden meist vom Boot aus in Fahrtrichtung "ausgeworfen", und dann fixiert.
Reusen sollte man jeden Tag, zumindest jeden zweiten auf Fang kontrollieren. Es empfiehlt sich zudem sie getarnt auszulegen, um etwaige ungebetene Finder auszuschließen. Reusen dürfen nur mit Genehmigung des Gewässerbetreibers/-besitzers und einem gültigen Fischereischein ausgelegt werden.
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[Bearbeiten] Fundorte von vorgeschichtlichen Reusen
- Tribsees, Deutschland (Duvensee-Gruppe)
- Mollegabet, Dänemark (Ertebølle-Kultur)
- Vlaardingen, Niederlande (Vlaardingen-Kultur)
- Hardinxveld, Niederlande (Swifterbant-Kultur)
- Dublin, Irland (Mittelsteinzeit)
[Bearbeiten] Fundorte mittelalterlicher Reusen
- Bunratty 4, Irland, 960 ± 20 BP (GrN-21933)

