Reutershagen
| Reutershagen | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Postleitzahl: | 18069 |
| Vorwahl: | 0381 |
| Gründungsjahr: | 1935 |
| Ortsteil seit: | 1935 |
| Fläche: | 5,8 km² |
| Einwohner (Stand): | 18.107 (2009)[1] |
| Webpräsenz: | … |
Reutershagen, benannt nach dem niederdeutschen Schriftsteller Fritz Reuter, ist ein Stadtteil von Rostock. Die Siedlung Alt-Reutershagen entstand ab Herbst 1919 nördlich der damals neu angelegten Straßenbahntrasse nach Marienehe. Die Straßen sind nach Figuren aus Werken Fritz Reuters benannt. Sie wurde ab 1934 als Arbeitersiedlung für das neue Werk Marienehe der Ernst Heinkel Flugzeugwerke erweitert. Hier bestimmen Ein- und Zweifamilienhäuser mit Gärten das Ortsbild.
Ab 1937 entstanden südlich der Straßenbahntrasse das Komponistenviertel und ab 1939 das Viertel um den Wiener Platz (damals als Ostmärkisches Viertel bezeichnet). Charakteristisch für beide Viertel sind die Backsteinfassaden der Häuser. Es gibt sowohl Wohnblöcke als auch eine aufgelockerte Bebauung mit Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäusern. Die Mehrzahl der ersten Bewohner beider Viertel waren ebenfalls Arbeiter und Angestellte der Heinkelwerke.
Die Grünanlagen um den 1938 aufgestauten Schwanenteich wurden kriegsbedingt erst 1961 endgültig fertiggestellt. Hier wurde am 15. Mai 1969 die neu gebaute Rostocker Kunsthalle als Museum für zeitgenössische Kunst eröffnet.
Auf der Alt-Reutershagen gegenüber liegenden Seite der Straßenbahntrasse wurden 1953–57 die Stadtteile Reutershagen I und ab 1958 Reutershagen II als erste Neubauviertel Rostocks nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet. In Reutershagen I – noch mit klassischem Mauerwerk errichtet – bestimmen Bauten im Stil des sozialistischen Klassizismus das Stadtbild, in Reutershagen II kam erstmals in Rostock die Plattenbauweise zum Einsatz. Insgesamt wurden 9.772 Wohnungen für rund 25.000 Bewohner errichtet.
1975 wurde die evangelisch-lutherische St.-Andreas-Kirche errichtet. Sie war einer von wenigen Kirchenneubauten in der Geschichte der DDR.
Reutershagen ist ein beliebter Stadtteil wegen seiner lockeren Bebauung, der Nähe zur Innenstadt, der guten Einkaufsmöglichkeiten und den vielen Grünflächen rund um den Schwanenteich. Besonders beliebt ist das südliche Komponistenviertel, welches durch seine vielen Doppelhäuser großzügig besiedelt ist und in den Ortsteil Gartenstadt übergeht.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Pressestelle der Hansestadt Rostock: Statistische Nachrichten - 2009 im Überblick, 22. März 2010, S. 6
54.09863112.073964Koordinaten: 54° 6′ N, 12° 4′ O
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