Revalsche Zeitung

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Die Revalsche Zeitung war von 1860 bis 1940 eine der wichtigsten deutschsprachigen Zeitungen in Estland.

Bedeutung[Bearbeiten]

Die Revalsche Zeitung wurde 1860 gegründet. Das Blatt war die erste Tageszeitung des Landes.[1] Während des größten Teils ihres Bestehens erschien die Zeitung sechs Mal wöchentlich.

Die Redaktion hatte ihren Sitz in der estnischen Hauptstadt Tallinn (Reval). Die Leserschaft der Revalschen Zeitung und ihr politischer Einfluss gingen weit über den Kreis der Deutschbalten in Estland hinaus.

Andere Namen[Bearbeiten]

Von 1. November 1919 bis zum 30. Juni 1930 erschien die Zeitung unter dem Namen Revaler Bote. Von 1930 bis 1934 trug sie wieder den Namen Revalsche Zeitung, bevor sie vom 27. August 1934 bis 30. März 1935 als Estländische Zeitung geführt wurde.[2]

Schließung[Bearbeiten]

Von 1936 bis zu ihrer Schließung nannte sie sich wieder Revalsche Zeitung.[3]

Am 31. Mai 1940 erschien die letzte Ausgabe der Revalschen Zeitung. Grund war die von Hitler 1939 angeordnete und fast vollständig durchgeführte Umsiedlung der Deutschbalten aus Estland. Mit der Umsiedlung endete die über 700-jährige Geschichte des Deutschtums im Baltikum und die Notwendigkeit einer deutschsprachigen Presse.

Chefredakteure bzw. leitende Redakteure[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://eeo.uni-klu.ac.at/index.php/Tallinn_(Stadt)
  2. Weitere Namen waren: 10. August bis 31. Dezember 1914 Revalsches Tageblatt; 1918/19 Revaler Zeitung; 3. September bis 25. Oktober 1919 Estländische Zeitung; 1. Juni bis 1. August 1940 Ostsee-Zeitung
  3. www.dbgg.de/html/news/DBGG-ECHO%203-2007.pdf
  4. Die Ermordung des Typographen J. W. Lackner. aus: Willibald Alexis: Der Neue Pitaval, Kapitel 4