Revenge of the Warrior – Tom Yum Goong

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Filmdaten
Deutscher Titel Revenge of the Warrior
Originaltitel ต้มยำกุ้ง
Produktionsland Thailand
Originalsprache Thai,
Englisch
Erscheinungsjahr 2005
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Prachya Pinkaew
Drehbuch Napalee,
Piyaros Thongdee,
Joe Wannapin,
Kongdej Jaturanrasamee,
Story: Prachya Pinkaew
Produktion Prachya Pinkaew,
Sukanya Vongsthapat
Musik Howard Drossin
Kamera Nattawut Kittikhun
Schnitt Stratos Gabrielidis
Besetzung

Revenge of the Warrior – Tom Yum Goong (Thai: ต้มยำกุ้ง, Aussprache: [tôm jam kûŋ], engl.: Tom Yum Goong) ist ein thailändischer Martial-Arts-Film aus dem Jahr 2005 von dem Regisseur Prachya Pinkaew mit Tony Jaa in der Hauptrolle. Der Film ist in Großbritannien als The Warrior King, in den USA als The Protector und in Spanien als Thai Dragon bekannt.

Handlung[Bearbeiten]

Kham, letzter Nachkomme einer Ahnenkette von Kriegern, die mit Kriegselefanten in ein Gefecht zogen, lebt mit seinem Vater und einer Elefantenfamilie friedlich in einem Dorf irgendwo in Thailand. Eines Tages dringen Wilderer in das idyllische Dorf ein und versuchen, das Elefantenbaby Korn einzufangen, werden aber von der Elefantenkuh überrascht, die ihr Kalb schützen will. Die Eindringlinge erschießen daraufhin die Elefantenmutter. Ohne Beute gelingt der Bande die Flucht. Khams Vater will den Elefantenbullen Por Yai auf einem Jahrmarkt einer königlichen Prüfung unterziehen, um festzustellen, ob dieser sich eignet, dem König von Thailand als Geschenk zu dienen. Der Elefantenbulle wird positiv getestet und eingezogen, woraufhin der Alte misstrauisch wird. Als er schließlich merkt, dass es sich um die bekannten Wilderer handelt, wird er von der Bande angeschossen, die neben dem Bullen auch noch das Elefantenkalb entführt. Kham, der die zwei Dickhäuter als Teil seiner Familie ansieht, erfährt, dass seine Tiere von einem gewissen Johnny nach Sydney in Australien verschleppt worden sind, und folgt ihm dorthin.

In Sydney angekommen, wird er kurze Zeit später Zeuge eines Mordes an einem gesuchten Verbrecher, der ihn als Taxifahrer chauffierte. Sergeant Mark, ein aus Thailand stammender Polizist, nimmt Kham daraufhin fest, um ihn später zu verhören. Im Polizeiwagen sieht Kham zufällig Johnny, der als Geschäftsführer des Edelrestaurants Tom Yum Goong mitten im asiatischen Viertel von Sydney arbeitet. Er flieht daraufhin aus dem Polizeigewahrsam, um Johnny aufzusuchen. Bald kann er ihn stellen, aber dank unzähliger Kampfhandlungen entkommt dieser. Hierbei wird Kham verletzt und die aus Thailand stammende Prostituierte Pla nimmt ihn in ihrer Wohnung auf. Unterdessen wird er als Tatverdächtiger von der Polizei und von der Verbrecherin Madame Rose, der Drahtzieherin für die Entführung der Elefanten, gesucht.

Sergeant Mark, der sich ebenfalls als unbequem für Madame Rose erweist, wird von seinem Vorgesetzten Vincent, der mit Madame Rose sympathisiert, in eine Falle gelockt, doch ihm gelingt vorerst die Flucht. Ihm sollen mehrere Morde angehängt werden, darunter einer am obersten Polizeichef Sydneys. Pla wird zufällig Zeugin der Tat und sichert sich eine Videoaufnahme, die Marks Unschuld beweist. Mark wird fortan polizeilich gesucht und gerät erneut in eine Falle, wo er von Johnny dingfest gemacht wird.

Von Pla erfährt Kham, dass Johnny und seine Gang von dem Restaurant Tom Yum Goong aus operieren. Nachdem er sich im Restaurant den Weg zu Johnny freikämpft, ihn später besiegt, deckt er einen großen Skandal auf. In dem Laden werden exotische Tiere für Mahlzeiten reicher Feinschmecker verarbeitet, nebenbei ist es die Zentrale eines groß angelegten Menschenhandels mit thailändischen Prostituierten. Als er Mark befreit, der hier gefesselt in einem Zimmer ausharrt, entdeckt er noch seinen „kleinen Bruder“, das Elefantenbaby Korn.

Kham und Korn suchen Madame Rose auf, um sie über den Verbleib seines geliebten Elefanten zu befragen. Diese befindet sich gerade in einer Pressekonferenz und flüchtet, doch Kham folgt ihr und kämpft sich den Weg frei. Unterstützung erhält er auch hierbei von Mark, der ebenfalls auf der Suche nach Madame Rose ist. Als Kham Madame Rose endlich stellen kann, sieht er, was aus seinem kostbaren Elefantenbullen geworden ist. Sein mit Gold geschmücktes Gerippe thront über dem Stuhl von Madame Rose und soll ihr so Kraft verleihen. Kham ist zunächst tief bestürzt, als er das Skelett von Por Yai entdeckt, wird dann aber zu einem erbittert kämpfenden Krieger, der letztendlich alle Gegner vernichtet. Zum Schluss klärt sich alles auf, da Pla ihren Videobeweis der örtlichen Polizei übergibt und so Mark rehabilitiert.

Kritiken[Bearbeiten]

„Gänzlich zugeschnitten auf den durchtrainierten Hauptdarsteller, der sich mit seinen Thai-Box-Qualitäten resolut Respekt verschafft, setzt der unterhaltsame Martial-Arts-Film einige kritische Akzente, macht vor allem aber aus seiner Künstlichkeit keinen Hehl.“

Lexikon des internationalen Films: Filmkritik

„Nachdem die erste Viertelstunde in wunderschönen Bildern das Zusammenleben Khams und seines Vaters mit den Elefanten beschreibt, fliegen die Fäuste. Wie bei „Ong-Bak“ wurden bei der hier gezeigten Auslandsfassung ruhigere Sequenzen entfernt (ca. 20 Minuten), die dürre Story damit noch mehr zur Nebensache. Umso mehr überzeugen die Kampfszenen. Highlight ist eine fast fünfminütige, ohne einen einzigen Schnitt gedrehte Sequenz, in der sich Kham durch mehrere Etagen einer Gangsterhöhle kämpft. Fazit: Furioses Tritt- und Schlagballett.“

Cinema[1]

Sonstiges[Bearbeiten]

Die deutsche Fassung ist gegenüber dem Original um gut 15 Minuten gekürzt, so dass ähnlich wie bei Ong-Bak einige Handlungsstränge stark gekürzt sind bzw. vom Zuschauer nicht richtig nachvollzogen werden können.

Ursprünglich wollte man den Film als Ong-Bak 2 in den deutschen Filmverleih aufnehmen; aufgrund von Fanprotesten und der Tatsache, dass bereits an Ong-Bak 2 gedreht wurde, erschien der Film allerdings doch unter einem anderen Namen.

Trotz weitläufiger Meinungen hat Jackie Chan keinen Cameo-Auftritt in Revenge of the Warrior – Tom Yum Goong. Tony Jaa wird am Flughafen von Sydney versehentlich von einem Mann angerempelt, der Jackie Chan sehr ähnlich sieht, jedoch ist er es erwiesenermaßen nicht. Die Identität des Schauspielers ist unbekannt.

Häufig wird von Kritikern die rund 4-minütige Kampfszene, die im Mittelteil des Films in einem Restaurant über mehrere Stockwerke gezeigt wird, als bemerkenswert bezeichnet, da sie trotz vieler Stunts und einzelner Kämpfe ähnlich wie in einem One-Cut-Video ohne einen einzigen Schnitt auskommt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cinema.de: Filmkritik