Revolta da Chibata

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Einige der Seeleute mit Reportern auf der Minas Geraes am letzten Tag der Revolte, in der Mitte João Cândido
Das Schlachtschiff Minas Geraes, Ausgangspunkt der Revolte

A Revolta da Chibata (Die Revolte der Peitsche) war ein Aufstand hauptsächlich dunkelhäutiger brasilianischer Seeleute der brasilianischen Marine im November 1910. Über 2000 Seeleute rebellierten gegen die Bestrafung mit physischer Gewalt durch ihre hellhäutigen Vorgesetzten, indem sie drohten, die Stadt zu bombardieren. Der Aufstand war über zwei Jahre lang geplant und wurde unter der Führung des Seemannes João Cândido Felisberto (Geb. 24. Juni 1880, verst. 6. Dezember 1969) von den Besatzungen von vier großen Kriegsschiffen durchgeführt. Die Revolte ging vom Schlachtschiff Minas Geraes (Minas-Geraes-Klasse) aus und griff auf deren Schwesterschiff São Paulo, das alte Küstenschlachtschiff Deodoro und den Kreuzer Bahia über.

Die Aufständischen forderten die Abschaffung von Bestrafung durch Auspeitschung, Verbesserung der Verpflegung und Amnestie für alle Meuterer. Er gipfelte in einem Straßenkampf, der sich vom 22. bis 27. November 1910 in der Guanabara-Bucht von Rio de Janeiro zutrug und während dessen sechs Offiziere getötet wurden, darunter Joao Batista das Neves, der Kommandant des Schlachtschiffs Minas Geraes. Die Situation wurde innerhalb einer Woche gelöst, indem die Regierung den Forderungen der Aufständischen nachgab und daraufhin am 26. November die Schiffe wieder an die Marine übergeben wurden. Allerdings brach die Regierung das Amnestieversprechen am 28. mit einem Erlass, der dem Minister der Marine erlaubte, ehemalige Rebellen wegen Ungehorsams aus der Marine zu entlassen. Viele wurden daraufhin eingesperrt und gefoltert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Moacir C. Lopes: O almirante negro. Revolta da Chibata. Quartet Editorial, Rio de Janeiro 2000, ISBN 85-85696-30-3.
  • Edmar Morél: A revolta da chibata. 3. Aufl. Editorial Graal, Rio de Janeiro 1979.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Porträtaufnahme von João Cândido [1]