Reyhanlı

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Reyhanlı
Wappen fehlt
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Reyhanlı (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Hatay
Koordinaten: 36° 16′ N, 36° 34′ O36.26916666666736.567222222222158Koordinaten: 36° 16′ 9″ N, 36° 34′ 2″ O
Höhe: 158 m
Einwohner: 60.418[1] (2008)
Telefonvorwahl: (+90) 326
Postleitzahl: 31500
Kfz-Kennzeichen: 31
Struktur und Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister: Hüseyin Şanverdi (AKP)
Webpräsenz:
Landkreis Reyhanlı
Einwohner: 84.831[1] (2008)
Fläche: 410 km²
Bevölkerungsdichte: 207 Einwohner je km²
Kaymakam: Cemalettin Yılmaz
Webpräsenz (Kaymakam):

Reyhanlı (früher İrtah und Reyhaniye = Paradiesgarten) ist eine türkische Stadt und ein Landkreis in der Provinz Hatay im östlichen Mittelmeergebiet an der syrischen Grenze. Die Stadt hatte 2008 60.418 Einwohner, der Landkreis 84.831.

Im Landkreis entdeckte man altertümliche Wohnstätten , die um 6100 v. Chr. errichtet wurden.

Später war die Gegend unter der Hegemonie der Hethiter. Die Bewohner der Stadt, Türken, Araber, Turkmenen, Tscherkessen und Kurden, leben heute beispielhaft friedlich zusammen.

Wirtschaftlich sind die Landwirtschaft, hauptsächlich Baumwolle, Getreide, Obst und Gemüse und auch die Textilindustrie von Bedeutung. Viele geschichtliche Funde und Sehenswürdigkeiten, z. B. das Kızlar Sarayı schmücken die Stadt an den Ufern des Asi-Flusses (arab. Nahr al-Asi, antik Orontes).

Am 11. Mai 2013 kamen bei einem Bombenanschlag im Stadtzentrum 51 Menschen ums Leben, etwa 140 weitere wurden verletzt.[2] Die Regulierungsbehörde für Radio und Fernsehen in der Türkei hatte nach dem Anschlag eine Anordnung erlassen, wonach über die Vorfälle nicht berichtet werden durfte – und es gab auch keine öffentliche Berichterstattung.[3] Die türkische Regierung beschuldigte Mitglieder der marxistisch-leninistischen DHKP-C und der THKP-C, das Bombenattentat ausgeübt zu haben. Zudem behauptete sie, der syrische Geheimdienst sei der Strippenzieher im Hintergrund gewesen. Diese Darstellung wird von der syrischen Regierung zurückgewiesen.[4] Auch die DHKP-C bestreitet ihre Mittäterschaft.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 16. November 2009
  2. Blutbad in Reyhanli: Türkei macht Syriens Geheimdienst für Anschlag verantwortlich In: Spiegel Online vom 12. Mai 2013. Abgerufen am 12. Mai 2013.
  3. Hakan Tanriverdi: Türkische Medien und #Occupygezi: „Die Ersten, die es verschweigen“. Süddeutsche.de, 3. Juni 2013, archiviert vom Original am 6. Juni 2013, abgerufen am 6. Juni 2013.
  4. Autobomben in der Türkei: Linksextremisten sollen Schuld sein In: n-tv vom 13. Mai 2013. Abgerufen am 26. Mai 2013
  5. Anschlag in Reyhanli. Wer steckt dahinter? In: Der Freitag vom 14. Mai 2013. Abgerufen am 26. Mai 2013