Rezipient

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Dieser Artikel behandelt den Rezipienten als Empfänger in einem Kommunikationsprozess, für das Versuchsgefäß siehe Rezipient (Vakuumtechnik); für die semantische Rolle (Sprachwissenschaft, Kasusgrammatik) siehe Rezipiens.

Der Rezipient (von lateinisch recipere 'aufnehmen, empfangen') ist der Empfänger (z. B. Leser, Zuhörer, Zuschauer, Besucher, User, Newsletter-Abonnent, Publikum) einer Botschaft in einem medialen Kommunikationsprozess. Für diese gibt es verschiedene Kommunikationsmodelle.

Das Gegenstück ist der Sender (z. B. Sprecher, Autor), der Kommunikator genannt wird. Der Rezipient ist also diejenige Person, die sich informieren will oder/und informiert werden soll. Dabei spielt er bereits eine aktive Rolle, da er „aufnahmebereit“ ist. Die Wechselwirkung zwischen Sender und Empfänger nennt man feed back.

Auch der Perzipient wird – insbesondere im Konstruktivismus – als der „Anvisierte“ verstanden. Allerdings erfolgt in Bezug auf ihn keine aktive Handlung, also keine Ansprache oder sonstige kommunikative Handlung. Der Perzipient ist damit ein potentieller Rezipient.

Im Verlauf eines Kommunikationsprozesses wechseln die Rollen von Kommunikator, Rezipient und Perzipient in aller Regel mehrfach. Die Rückkoppelung erfolgt entweder relativ direkt (etwa in der verbalen Kommunikation), oder indirekt (etwa über Drittkommunikation), oder mittels langfristiger Kommunikation über Reputation und Image wie bei den Verkaufszahlen bei Massenmedien oder Produkten, oder über Wahl­ergebnisse in der Politik.

Siehe auch[Bearbeiten]