Reziproker Raum
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Der reziproke Raum, oder k-Raum, ist ein Begriff aus der Kristallographie, der auch in der Festkörperphysik und der Festkörperchemie bei der Kristallstrukturanalyse verwendet wird.
[Bearbeiten] Beschreibung
Wir betrachten zunächst ein Kristallgitter, einer regelmäßigen Anordnung von Punkten im Raum, die durch ihre Translationssymmetrie beschrieben wird. Ein Gitter, das im 3-dimensionalen Fall durch ganzzahlige Vielfache und Summen einer Menge von drei linear unabhängigen Vektoren aufgespannt wird, ist ein Spezialfall davon, den man Bravais-Gitter nennt. Sind die drei primitiven Gittervektoren (Basisvektoren) durch
,
und
gegeben, so stellen die Translationen (mit ganzzahligen l, m, n) die Gitterpunkte des Bravais-Gitters dar:
Eine Verschiebung des Kristalls um einen Gittervektor
führt den Kristall wegen der Translationssymmetrie in sich über.
Man kann sich nun ebene Wellen vorstellen
, deren ebene Wellenfronten Punkte des Bravais-Gitters schneiden. Die ebene Welle soll die Periodizität des gegebenen Bravaisgitters
besitzen:
Daraus folgt mit allen Gittervektoren
des gegebenen Bravaisgitters die Bedingung für die Wellenvektoren
:
oder 
Die Menge aller Lösungen
, die dieser Bedingung genügen, bilden selbst ein Bravais-Gitter. Es heißt reziprokes Gitter.
Der reziproke Raum ist somit der Raum der Wellenvektoren oder auch der Fourier-Raum der Gitterpunkte.



