Rhapsody of Fire

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Rhapsody of Fire
Logo der Band seit 2006
Logo der Band seit 2006
Auftritt der Band in Buenos Aires (2010)
Auftritt der Band in Buenos Aires (2010)
Allgemeine Informationen
Herkunft Triest (Italien)
Genre(s) Power Metal, Symphonic Metal
Gründung 1993
Website www.rhapsodyoffire.com
Gründungsmitglieder
Luca Turilli
Daniele Carbonera
Alex Staropoli
Aktuelle Besetzung
Keyboard
Alex Staropoli
Fabio Lione (seit 1997)
Gitarre
Roberto De Micheli (seit 2011)
Schlagzeug
Alex Holzwarth (2000, ab 2002 fest)
Oliver Holzwarth (seit 2011)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Luca Turilli (1993–2011)
Gesang
Cristiano Adacher (1994–1995)
Schlagzeug
Daniele Carbonera (1993–2000)
Bass
Andrea Furlan (1994–1997)
Bass
Alessandro Lotta (1997–2001)
Bass
Patrice Guers (2001, ab 2006 fest – 2011)
Gitarre
Tom Hess (2011–2013)
Live-Gitarre
Dominique Leurquin (2000–2011)
Altes Bandlogo
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Live in Canada 2005 – The Dark Secret
  DE 99 06.02.2006 (1 Wo.)
  FR 128 28.01.2006 (1 Wo.)
Singles[1]
The Magic of the Wizard’s Dream
  DE 79 18.04.2005 (4 Wo.) [2]
  CH 96 01.05.2005 (2 Wo.)
[2]

Rhapsody of Fire (ehemals Rhapsody) ist eine italienische Power-Metal-Band, die Elemente der klassischen Musik sowie der Filmmusik in ihrer Musik verbindet. Die Band selbst bezeichnet ihre Musik aufgrund zahlreicher Einflüsse bekannter Soundtrack-Komponisten seit der The-Dark-Secret-EP als „Film Score Metal“ (ehemals „Symphonic Epic Hollywood Metal“). In ihren Texten ging es um Fantasygeschichten, die bis zur Aufspaltung der Band von Luca Turilli geschrieben wurden.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten]

Die Band wurde 1993 unter dem Namen Thundercross im italienischen Triest gegründet. Die beiden Bandleader Luca Turilli und Alex Staropoli holten 1994 noch den Bassisten Andrea Furlan sowie den Sänger Christiano Adacher mit an Bord und machten die Band somit komplett. Mit ihrer ersten Demo Land of Immortals erhielten Thundercross einen Plattenvertrag bei LMP (Limb Music Products) und benannten sich in Rhapsody um. Noch vor dem ersten Album wurden Furlan und Adacher durch den neuen Sänger Fabio Lione und den Bassisten Alessandro Lotta ersetzt.

Die Emerald-Sword-Saga[Bearbeiten]

1997 erschien Legendary Tales, das den ersten Teil einer fünfteiligen Reihe von Konzeptalben darstellt. Erzählt wird hier die sogenannte Emerald Sword Saga, eine Fantasygeschichte, die von Luca Turilli geschrieben wurde. Mit dem Album schufen Rhapsody außerdem den von ihnen als Symphonic Epic Hollywood Metal bezeichneten Stil. Für den pompösen Sound wurden Chöre und später auch Orchester eingesetzt (unter anderem der Don Kosaken Chor).

Im Jahr 2000 verließ Carbonera die Band, als (vorerst vorübergehenden) Schlagzeuger suchte man sich Alex Holzwarth (Sieges Even) aus Deutschland aus und als Live-Musiker den Franzosen Dominique Leurquin an der E-Gitarre. Bald darauf trat die Band zum ersten Mal live auf, wobei sie auch heute stets noch auf Samples zurückgreifen muss, um die orchestralen Parts der Musik auf die Bühne übertragen zu können. Im selben Jahr erschien mit Dawn of Victory ein etwas aggressiveres Album, auf dem Holzwarth allerdings noch nicht zu hören war. 2001 übernahm der Franzose Patrice Guers (Patrick Rondat) den Bass als Gastmusiker. Seither kam es zu keinem Besetzungswechsel mehr. Holzwarth gehört seit 2002 fest zur Band. In diesem Jahr erschien das Album Power of the Dragonflame, das die Emerald Sword Saga abschließt und zu dem eine gleichnamige Welttournee stattfand. Im Jahr 2003 lief der Label-Vertrag mit LMP aus, man entschied sich nun für ein größeres Label und wechselte zu MCM.

Die Dark-Secret-Saga[Bearbeiten]

2004 erschien Symphony of Enchanted Lands II, das erste mit vollem Orchester arrangierte Album mitsamt aufwändig produzierten Musikvideos. Als Erzähler wirkte hier der damals 82-Jährige Schauspieler Christopher Lee (Der Herr der Ringe, Star Wars, …) mit. Da ihm diese Arbeit sehr gefiel und er früher selbst Opernsänger war, sang er später auf der gleichnamigen Single das Lied The Magic of the Wizard’s Dream im Duett mit Fabio Lione und ist seit Symphony of Enchanted Lands II auf allen späteren Alben als Sprecher zu hören. Das Album bildet den Auftakt zur Dark-Secret-Saga, die die Emerald-Sword-Saga fortsetzt.

Im Jahr 2006 wurde eine Beschwerde vom Inhaber des Markennamens Rhapsody laut. Nachdem die Band immer größer geworden war, musste sie sich jetzt umbenennen und suchte sich als neuen Namen Rhapsody of Fire aus. Außerdem wurde Bassist Patrice Guers nun fest in die Band integriert. Von 2005 bis 2007 tourten Rhapsody (mit zwischenzeitlicher Unterbrechung) als Supporter für Manowar auf ihrer gemeinsamen Demons, Dragons & Warriors-Tour. Die 2007 erschienene Live-DVD gewährt Einblicke in diese Tour und auch in die Produktion der Alben.

Seit Ende 2007 stand die Band in einem Rechtsstreit mit ihrem Management. In diesem Zusammenhang wurde auch die für 2007 geplante Tour durch Südamerika abgesagt. Der Streit betraf auch die Soloprojekte Turillis. Am 4. Oktober 2008 ließ die Band auf ihrer offiziellen Internetseite verlauten, dass sie alle Aktivitäten auf unbestimmte Zeit komplett einstellen müsse. Erst im November 2009 kündigte die Band ihre Rückkehr mit Wechsel zum Musiklabel Nuclear Blast sowie das neue Studio-Album The Frozen Tears of Angels an, das am 30. April 2010 erschienen ist. Im Oktober folgte die EP The Cold Embrace of Fear. Seit dem 8. November war die Band auf Welttournee. Am 6. Dezember 2010 wurde das Album From Chaos to Eternity angekündigt, welches am 17. Juni 2011 erschienen ist.[3]

Neuorganisation 2011[Bearbeiten]

Am 15. April 2011 stieß der Amerikaner Tom Hess als zweiter Gitarrist zur Band.[4] Mit dem Ende ihrer zehn Alben währenden Fantasygeschichte gab die Band am 16. August 2011 aufgrund unterschiedlicher musikalischer Pläne ihre freundschaftliche Aufspaltung bekannt. Eine der beiden Tochterbands wird nun unter demselben Namen von Rhapsody-Gründer Alex Staropoli mit den Mitgliedern Fabio Lione und Tom Hess fortgeführt. Die andere Band wird von Rhapsody-Gründer und Songwriter Luca Turilli unter dem Namen Luca Turilli’s Rhapsody fortgesetzt. Sie umfasst Patrice Guers und den einstigen Gastmusiker Dominique Leurquin. Alex Holzwarth erklärte sich bereit, beiden Bands treu zu bleiben.[5] Am 1. September wurde als neuer Bassist (an der Stelle von Patrice Guers) der Deutsche Oliver Holzwarth (der Bruder von Alex Holzwarth) angekündigt,[6] am 27. September als neuer Gitarrist (an der Stelle von Luca Turilli) der aus Triest stammende Roberto de Micheli.[7] Alex Holzwarth erkannte, nachdem er ein Album mit Luca Turilli’s Rhapsody aufgenommen hatte, sich doch nur einer Band widmen zu können und blieb ganz bei Rhapsody of Fire.[8]

Neues Label und neues Album 2013[Bearbeiten]

Am 11. Dezember 2012 kündigte die Band an, zum Label AFM Records gewechselt zu haben und bereits an verschiedenen Projekten zu arbeiten.[9] Am 3. Mai 2013 erschien das Live-Album Live – From Chaos to Eternity, auf dem „alte Klassiker und neuere Titel“ enthalten sind, die während der Europa-Tournee im Frühling 2012 aufgenommen wurden.[10] Aufgrund „philosophischer Differenzen“ verließ Tom Hess die Band am 25. Juni 2013;[11] wenig später gab die Band den Produktionsbeginn ihres neuen Studioalbums bekannt.[12] Das Album trägt den Titel Dark Wings of Steel und erschien in Europa am 22. November 2013.[13]

Am 28. August 2014 verließ Bassist Oliver Holzwarth die Band.[14] Im November 2014 kündigte die Band an, im März 2015 mit den Aufnahmen zu einem neuen Studioalbum zu beginnen.[15]

Besetzung[Bearbeiten]

Stil[Bearbeiten]

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Der Stil Rhapsodys verbindet typische Elemente des Power Metals mit orchestralen, an Filmmusik erinnernden Arrangements (Beispielsweise ist der Refrain des Songs "Pride of the Tyrant" an den Soundtrack von "Braveheart" angelehnt). Der Gesang Fabio Liones ist klar und melodiös. Vor allem in den ersten Alben bis Dawn of Victory sind zusätzlich noch Anleihen an der Musik aus Mittelalter und Barock zu erkennen. Dawn of Victory und Power of the Dragonflame klingen etwas aggressiver, in den Alben ab 2004 dominiert eine gewisse Epik. Diese wird durch den umfassenden Einsatz eines echten Orchesters sowie hörspielartigen Passagen erzeugt. Daher wurde auch die neue Genre-Bezeichnung „Filmscore Metal“ gewählt, die die Musikrichtung noch stärker verdeutlichen soll. Die Gitarrensoli Luca Turillis orientieren sich am virtuosen, sehr harmonischen spätbarocken Stil und dem darauf aufbauenden Neoklassizismus. Alex Staropolis Keyboards solieren selten und übernehmen vor allem in den ruhigen Stücken die Funktion des Basso continuos sowie die sinfonische Harmoniebildung durch Samples. Bass und Schlagzeug nehmen eine sehr unterstützende Rolle ein. Die orchestralen Momente sind in der Regel sehr voll arrangiert und stehen gleichberechtigt neben der klassischen Metal-Besetzung. Große, oft mehrstimmige Chöre unterstützen den Gesang.

Diskografie[Bearbeiten]

Demos[Bearbeiten]

  • 1994: Land of Immortals
  • 1995: Eternal Glory

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[16]
DE AT CH IT FR
1997 Legendary Tales - - - - -
1998 Symphony of Enchanted Lands 54 - - - -
2000 Dawn of Victory 32 - - - 56
2001 Rain of a Thousand Flames - - - - 117
2002 Power of the Dragonflame 30 - - 15 34
2004 Symphony of Enchanted Lands II: The Dark Secret 33 - 62 - 27
2006 Triumph or Agony 64 - 74 18 59
2010 The Frozen Tears of Angels 33 58 39 - 51
2011 From Chaos to Eternity 56 - 48 - 58
2013 Dark Wings Of Steel - - - - -

Live-Alben und Kompilationen[Bearbeiten]

  • 2004: Tales from the Emerald Sword Saga (Best Of)
  • 2006: Live in Canada 2005 – The Dark Secret
  • 2013: Live – From Chaos to Eternity

Singles und EPs[Bearbeiten]

  • 1998: Emerald Sword
  • 2000: Holy Thunderforce
  • 2004: The Dark Secret (EP)
  • 2005: The Magic of the Wizard’s Dream (feat. Christopher Lee)
  • 2010: The Cold Embrace of Fear (EP)

DVDs[Bearbeiten]

  • 2007: Visions from the Enchanted Lands (Live-Clips + Dokumentation)

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: IT DE DE AT CH FR
  2. a b The Magic of the Wizard’s Dream in den deutschen Charts
  3. Erscheinen von From Chaos to Eternity. Rhapsodyoffire.com. 17. Juni 2011. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  4. Ankündigung von Tom Hess als neuer Gitarrist. Rhapsodyoffire.com. 15. April 2011. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  5. Bekanntgabe der Aufspaltung. Rhapsodyoffire.com. 16. August 2011. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  6. Ankündigung von Oliver Holzwarth als neuer Bassist. Rhapsodyoffire.com. 1. September 2011. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  7. Ankündigung von Roberto De Micheli als neuer Gitarrist. Rhapsodyoffire.com. 27. September 2011. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  8. Ankündigung des neuen Schlagzeugers. LTRhapsody.com. 21. April 2012. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  9. Ankündigung des Wechsels zu AFM Records. Rhapsodyoffire.com. 11. Dezember 2012. Abgerufen am 12. Dezember 2012.
  10. Ankündigung des Live-Albums. Rhapsodyoffire.com. 26. März 2013. Abgerufen am 23. April 2013.
  11. Bekanntgabe der Trennung von Tom Hess. Offizielle Facebookseite der Band. 25. Juni 2013. Abgerufen am 12. Juli 2013.
  12. Ankündigung des Produktionsbeginns des neuen Albums. Rhapsodyoffire.com. 2. Juli 2013. Abgerufen am 12. Juli 2013.
  13. Ankündigung des neuen Albums. Rhapsodyoffire.com. 12. September 2013. Abgerufen am 13. September 2013.
  14. Oliver Holzwarth: Abschiedspost. Facebook, 29. August 2014, abgerufen am 7. Dezember 2014 (englisch).
  15. Rhapsody of Fire: NEW STUDIO ALBUM. Facebook, 11. November 2014, abgerufen am 12. November 2014 (englisch).
  16. Chartquellen: IT, DE (Rhapsody), DE (Rhapsody of Fire), AT, CH, FR (bis 2010), FR (20. Juni-10. Juli 2011). Abgerufen am 16. Juli 2012.