Rhein-Freileitungskreuzung Reisholz

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Gesamtansicht aus nordöstlicher Richtung

Die Rhein-Freileitungskreuzung Reisholz ist eine Freileitungskreuzung über den Rhein bei Düsseldorf. Sie überquert den Rhein mit einer Spannweite von 375 Metern südlich des Umspannwerks Holthausen. Beide Maste sind 88 Meter hoch und tragen zwölf Leiterseile für 220 kV in der ungewöhnlichen Konfiguration der Doppel-Donaumast-Anordnung.

Der Mast am rechten Ufer weist insofern eine Besonderheit auf, als unter seinen Beinen das Anschlussgleis des Umspannwerks Holthausen verläuft. Er ist damit sehr wahrscheinlich der einzige Hochspannungsmast in Deutschland, unter dessen Beinen eine Bahnlinie hindurchführt.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Kraftwerk Reisholz (um 1930), zwischen den beiden Schornsteinen der rechtsrheinische Mast der Rheinkreuzung (damals noch 110 kV)

Die Kreuzung wurde 1917 direkt neben dem (inzwischen abgerissenen) rechtsrheinischen Kraftwerk Reisholz errichtet und verband dieses mit dem linksrheinischen Kraftwerk Goldenberg. Ursprünglich war die Leitung eine 110-kV-Leitung. Über die Rheinkreuzung stellte RWE die Verbindung zwischen den Netzen im Rheinland und den Netzen im Ruhrgebiet und im Bergischen Land her. Dieser historische Schritt bedeutete den Einstieg in die überregionale Verbundwirtschaft.[1]

Koordinaten der Maste[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. rwe.com: Chronik 1898–1920

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rhein-Freileitungskreuzung Reisholz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien