Rhein-Main-Hallen

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Der aktuelle Haupteingang der Rhein-Main-Hallen
Der Haupteingang der Rhein-Main-Hallen vor 2006
Die Rhein-Main-Hallen bei Nacht

Die Rhein-Main-Hallen waren der größte Veranstaltungskomplex in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden und wurden von der Rhein-Main-Hallen GmbH betrieben. Sie bildeten ein Messe- und Kongresszentrum in der Wiesbadener Innenstadt und verfügten über 13 Kongress- und Tagungssäle sowie Ausstellungshallen mit einer Gesamtfläche von über 20.000 m² verteilt auf zwei Ebenen. Die größte Halle bot bis zu 2.600 Personen Platz und war als Ausstellungshalle, Kongresssaal, Konzerthalle und Raum für Unterhaltungs- und Abendveranstaltungen nutzbar. Die Rhein-Main-Hallen werden seit August 2014 abgerissen und werden durch einen Neubau ersetzt, der 2018 in Betrieb gehen soll.[1] Das Foyer mit dem Haupteingang wurde erst 2006 fertiggestellt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Grundsteinlegung der ursprünglichen „Rhein-Main-Halle“ erfolgte im Jahr 1956, die Eröffnung im darauffolgenden Jahr. Das Gebäude befindet sich an der Ecke Friedrich-Ebert-Allee und Rheinstraße, gegenüber dem Wiesbadener Museum. An dieser Stelle befanden sich bis zur Eröffnung des Wiesbadener Hauptbahnhofs im Jahre 1906 der ehemalige Taunusbahnhof sowie der ehemalige Rheinbahnhof. Seither wurde das Messe- und Kongresszentrum stetig erweitert und modernisiert. Im Jahr 2006 erhielten die Rhein-Main-Hallen einen neuen Haupteingang sowie einen zusätzlichen Kongresssaal über dem Eingang.

Abriss und Neubau ab 2014[Bearbeiten]

Die Stadtverordnetenversammlung von Wiesbaden beschloss im September 2012 den Abriss der bestehenden Hallen. Dieser begann im August 2014. Bis Ende 2017 soll der Neubau entstehen und ab Anfang 2018 in Betrieb gehen.[1] Im Zuge dieses Neuanfangs wurde der Chef der Rhein-Main-Hallen Holger Syhre im Dezember 2012 freigestellt und von Markus Ebel-Waldman abgelöst[2].

Nutzung[Bearbeiten]

In den Rhein-Main-Hallen wurden Messen wie zum Beispiel die jährlich stattfindende Kreativ-Welt sowie die Messe Personal und Weiterbildung ausgetragen, ebenso wie Konzerte, Kongresse (zum Beispiel der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und die Herbsttagung des Bundeskriminalamtes) und sonstige Veranstaltungen wie 2011 zum Beispiel die Bambi-Verleihung[3]. Des Weiteren fand 2011 in den Rhein-Main-Hallen mit der Veggie World „Die Messe für nachhaltiges Genießen“ die erste Vegetarier-Messe Deutschlands statt. Im Jahr 1977, von 1992 bis 2001 und ab 2007 fand der von der Deutschen Sporthilfe ausgerichtete Ball des Sports im Messe- und Kongresszentrum statt.[4] Insgesamt waren es ca. 110 Veranstaltungen mit 400.000 Besuchern im Jahr.[5]

Vor einigen Jahren engagierten sich die Rhein-Main-Hallen innerhalb Wiesbadens und unterstützen gemeinnützige Vereine. Im Jahr 2009 wurde der Evangelische Verein für Innere Mission in Nassau unterstützt, 2010 Herzenswärme e.V. und 2011 die Kinder- und Jugendfarm Biberbau.[6][7]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rhein-Main-Hallen Wiesbaden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Last Minute Specials bis zur Schließung - Wie Wiesbaden um seine (Kongress-)Zukunft kämpft... auf http://www.convention-net.de, abgerufen am 9. November 2013
  2. Sensor Wiesbaden: Neuer Geschäftsführer für Rhein-Main-Hallen gefunden – Markus Ebel-Waldman löst Holger Syhre ab, veröffentlicht 20. Dezember 2012, abgerufen am 19. November 2014
  3. Bambi 2011 in Wiesbaden, 10. November 2011, bei events.info-mainz.de
  4. Historie des Ball des Sports auf www.sporthilfe.de, abgerufen am 10. März 2011
  5. Informationen von www.rhein-main-hallen.de
  6. Kooperation mit EVIM und Herzenswärme e.V.
  7. Kooperation mit Kinder- und Jugendfarm Biberbau

50.0766666666678.2444444444444114Koordinaten: 50° 4′ 36″ N, 8° 14′ 40″ O