Rhein-Main-Verkehrsverbund

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Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH
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Basisinformationen
Unternehmenssitz Hofheim am Taunus
Webpräsenz www.rmv.de
Bezugsjahr 2013
Eigentümer 27
(15 Landkreise, 4 Kreisfreie Städte, 7 Städte mit Sonderstatus und Land Hessen)
Aufsichtsrat Peter Feldmann (Aufsichtsratsvorsitzender)
Geschäftsführung
Umsatz 722 Mio. Euro (Fahrgeldeinnahmen)[1]dep1
Statistik
Fahrgäste 705 Mio.
Fahrleistung 6,7 Mrd.
Haltestellen im gesamten Verbundgebiet:
  • 390 Regional- und Fernbahnhöfe (davon 111 S-Bahnhöfe)
  • > 15.000 Bushaltestellen
  • weitere Haltestellen für Straßenbahn und U-Bahn
Einzugsgebiet 20.000 km²dep1
Einwohner im
Einzugsgebiet
~ 6,7 Mio.[2]
Triebwagen der Odenwaldbahn mit RMV-Logo

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ist ein Verkehrsverbund des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) im Rhein-Main-Gebiet. Er hat seinen Sitz in Hofheim am Taunus im Main-Taunus-Kreis. Geschäftsführer sind Knut Ringat (Sprecher) und André Kavai.

Geschichte und Aufgaben[Bearbeiten]

Der RMV ist rechtlich eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Gesellschafter sind neben dem Land Hessen alle Kreise und kreisfreien Städte innerhalb des Verbundgebietes mit Ausnahme der Stadt Mainz, deren Gebiet zwar auch zum Tarifgebiet des RMV zählt, die aber nicht in Hessen liegt. Der RMV wurde als Machbarkeitsstudie gegründet und sollte ausdrücklich nicht nur eine räumliche Erweiterung des damals bestehenden Frankfurter Verkehrsverbundes (FVV) sein. Einer der wesentlichen Unterschiede ist zudem, dass der RMV durch die Gebietskörperschaften getragen wird, während der FVV von den Verkehrsunternehmen getragen wurde.

Durch die Verlagerung der Kompetenzen beim schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehr vom Bund auf die Länder durch das Regionalisierungsgesetz sowie die Änderungen im europarechtlichen Rahmen bezüglich der Vergabe von Aufträgen zur Erbringung von Verkehrsdienstleistungen musste ohnehin eine völlige Neukonzeption erfolgen. Das Land Hessen hat hierzu ein Gesetz über den öffentlichen Personennahverkehr erlassen, welches die Aufgabenträger im Personennahverkehr festlegt. Nach diesem Gesetz sind Lokale Nahverkehrsgesellschaften zu gründen, welche die Bestellung der örtlichen Nahverkehre zu organisieren haben, während für die regionalen Verkehre die Verbünde zuständig sind; allerdings soll der Verbund auch die Kombination der örtlichen Verkehre untereinander sowie mit dem regionalen Verkehrsangebot koordinieren. Der Verbund hat das Ziel, den Fahrgästen einen einheitlichen Fahrplan und einen einheitlichen Tarif anzubieten. Der RMV hat von seiner Gründung bis heute daher auch nie eigene Verkehre betrieben. Seine Zuständigkeit beschränkt sich auf die Ausschreibung und Vergabe der regionalen Verkehrsleistungen sowie auf die Festsetzung der Tarife, der Tarifbestimmungen und Beförderungsbedingungen. Die gemeinsamen Tarife usw. wurden am 28. Mai 1995 gültig.

Eigentlich war nur die Bildung zweier großer Verbünde für den nördlichen (NVV) und den südlichen (RMV) Landesteil vorgesehen, allerdings sollte der bestehende Verkehrsverbund Rhein-Neckar, welcher große Teile Südhessens südlich von Darmstadt umfasst, erhalten bleiben. Über die Tochtergesellschaft Fahrzeugmanagement Region Frankfurt RheinMain GmbH (fahma) finanziert und beschafft der RMV auch teilweise Triebfahrzeuge für den Schienenpersonennahverkehr in seinem Aufgabengebiet, nachdem in den Anfangsjahren noch Verkehrsunternehmen Zuschüsse bei der Beschaffung von Fahrzeugen erhalten hatten.

RMV-Gebiet[Bearbeiten]

Ausdehnung des RMV-Tarifgebietes
  • Zentrales Tarifgebiet
  • Übergangstarifgebiete

Das Gebiet des RMV umfasst über das Rhein-Main-Gebiet hinaus die größten Teile der Regierungsbezirke Darmstadt und Gießen sowie die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz. Der RMV grenzt im Nordwesten an die VGWS, im Westen an den VRM, im Norden an den NVV, im Süden an den VRN, im Südwesten an den RNN und im Südosten an die VAB. Im Rahmen von Tarifkooperationen und Übergangsverkehren sind neben dem Kreis Bergstraße und den Städten Weinheim (sowie Hemsbach und Laudenbach), Eberbach und Worms im VRN auch größere Teile des RNN und des NVV sowie die bayerischen Landkreise Aschaffenburg und Miltenberg (VAB), die Stadt Aschaffenburg und die Stadt Bad Laasphe im Gebiet der VGWS mit Einschränkungen zum RMV-Tarif erreichbar. In diesen Übergangstarifgebieten zu anderen Verbünden und Verkehrsgemeinschaften gelten nicht alle Fahrkarten des RMV-Tarifs, sondern nur ausgewählte Angebote.

Zur Zeit seiner Gründung im Jahr 1994 war der RMV der flächenmäßig größte Nahverkehrsverbund Deutschlands, ab der Gründung des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg war er der zweitgrößte Nahverkehrsverbund in Deutschland und seit der Erweiterung des VGN am 1. Januar 2010 ist er der drittgrößte Verkehrsverbund.

Tarifstruktur[Bearbeiten]

Kombinierte Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn (Fernverkehr) und des RMV (Nahverkehr)

Das RMV-Gebiet ist in 60 zweistellige Haupt-Tarifgebiete (so genannte A-Tarifgebiete, zugleich Preisstufe 3) aufgeteilt, hinzu kommen weitere „fiktive“ Tarifgebiete für die Übergangsverkehre in andere Verbundgebiete. Die A-Tarifgebiete sind außer in den Städten Frankfurt, Mainz und Wiesbaden in kleinere vierstellige Teiltarifgebiete unterteilt, welche regional unterschiedlich sind. Die kleinsten Einheiten sind die sogenannten A0-Tarifgebietes (zugleich billigste Preisstufe 1) und die etwas größeren so genannten A1-Tarifgebiete (Preisstufe 2). Die Kombinationen verschiedener Tarifgebiete ergeben unterschiedliche Preise, von denen sich die meisten der so genannten Regionalmatrix [3] entnehmen lassen, allerdings gibt es nach Angaben des RMV für etwa 1800 Verbindungen besondere Preisbildungsregeln. Die Preisstufen reichen von 1 bis 7 (grundsätzlich Zahl der durchfahrenen A-Tarifgebiete), wobei die Preisstufe 7 Netzwirkung hat. Im Rahmen der Übergangstarife gibt es außerdem weitere Preisstufen (z. B. 17 und 45), im Tarifgebiet 65 (Mainz/Wiesbaden) ersetzt die für einige Fahrscheintypen günstigere Preisstufe 13 die Preisstufe 3.

Das Fahrscheinsortiment umfasst neben Einzelfahrkarten und Kurzstreckentickets auch folgende Zeitkarten: Tageskarte, Gruppentageskarte (bis zu fünf Personen), Wochenkarte, Monatskarte, 9-Uhr-Monatskarte (gültig von 9 Uhr bis Betriebsschluss), Azubi-Monatskarte (für Schüler und Auszubildende), Jahreskarte, 9-Uhr-Jahreskarte, CleverCard (Schülerjahreskarte) und Fernverkehrs-Ergänzungskarten für Inhaber von Fernverkehrs-Zeitkarten der Deutschen Bahn mit Start bzw. Ziel im RMV-Gebiet. Zu den Zeitkarten können bei Fahrten über deren räumlichen Geltungsbereich hinaus Anschlussfahrkarten gelöst werden. Die Struktur der Anschlussfahrkarten wurde zum Fahrplan- und Tarifwechsel im Dezember 2007 neu strukturiert, seitdem können zu den Zeitkarten aller Preisstufen (vorher nur ab Preisstufe 3 bzw. 13) Anschlussfahrkarten gelöst werden, auch benötigen die Fahrgäste keine Kenntnis mehr, welche Tarifgebiete sie zusätzlich durchfahren. Zusätzlich kann für die Benutzung der ersten Wagenklasse bei der Bahn ein entsprechender Zuschlag erworben werden, den es auch für Wochen-, Monats- und Jahreskarten gibt. Der RMV bietet keine Mehrfachfahrkarten an, wodurch es nicht nötig ist, die Fahrkarten vor Fahrtantritt zu entwerten. Eine Ausnahme ist das Tarifgebiet 65 „Wiesbaden/Mainz“ (siehe unten), in dem für die spezielle Preisstufe 13 doch Mehrfahrtenkarten angeboten werden, die in den Straßenbahnen bzw. Bussen entwertet werden müssen. Zudem gibt es lokale Fahrkartenangebote, wie zum beispiel das MobiTick für den Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Bei der Tarifgestaltung waren auch politische Vorgaben zu berücksichtigen. So fällt auf, dass die höchste Preisstufe die Preisstufe 7 ist, die beispielsweise bereits für eine Fahrt von Wiesbaden nach Hanau gilt, während für eine mehr als doppelt so große Entfernung wie Wiesbaden–Fulda ebenfalls diese Preisstufe gilt. Diese Vorgabe soll sowohl den Umstieg für Pendler vom Auto in den öffentlichen Personenverkehr attraktiver machen als auch den ländlichen Raum fördern, da die Fahrpreise eben nicht streng entfernungsgebunden gestaltet sind. Wie stark diese Vorgabe ist wird am Beispiel des benachbarten Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbundes deutlich, bei dem es zehn Preisstufen gibt und zudem spätestens die Preisstufe 2 mit der Stufe 3 des RMV-Tarifes vergleichbar ist. Viele Tarifgrenzen sind auch gleichzeitig Grenzen der Gemeinden, dies führt zu sehr unterschiedlichen Preisen. Fahrten aus der Frankfurter Innenstadt ins nahegelegene Offenbach sind deutlich teurer als in die weiter entfernten westlichen Frankfurter Stadtteile, ebenso lässt sich Frankfurt in voller Länge mit einem Tarif befahren, während weitaus kürzere Strecken über eine Tarifgrenze mit Preisaufschlägen „bestraft“ werden.

Außerdem werden auch Jobtickets, Kombitickets und Semestertickets angeboten. Mit den Studierendenschaften (ASten) der meisten Hochschulen im RMV-Gebiet bestehen Verträge, so dass die Studierenden automatisch mit der Einschreibung ein RMV-AStA-Semesterticket erhalten.

Das Hessenticket hat im gesamten RMV (und darüber hinaus im ganzen Land Hessen sowie einigen Zielen außerhalb Hessens, beispielsweise Mainz) Gültigkeit. Als Angebot der drei hessischen Verkehrsverbünde kann es, im Gegensatz zu anderen Ländertickets, nur in deren (erweitertem) Verbundgebiet erworben werden.

Bei Fahrten ausschließlich mit der Bahn (nicht jedoch U- und Straßenbahn) wird eine vorhandene BahnCard der Deutschen Bahn anerkannt und führt zu einem ermäßigten Preis, wenn mindestens die Preisstufe 5 erreicht wird, für die BahnCard 100 bestehen weitergehende Regelungen.

Seit April 2006 bietet der RMV auch ein elektronisches Handy-Ticket an, wobei der Fahrpreis am Ende des Monats per Lastschrift abgebucht wird. Dies war anfangs nur im Raum Frankfurt möglich, ist nun aber RMV-weit verfügbar.

Seit dem 1. Januar 2012 stellt der RMV die Zeitkarten auf das neue eTicket RheinMain (das zu eTicket Deutschland gehört) um. Im ersten Schritt werden die Jahreskarten als eTickets im Scheckkartenformat mit integriertem Chip auf Basis des deutschen Standards VDV-Kernapplikation ausgegeben. Kunden, deren Jahreskarte abläuft, bekommen im Laufe des Jahres rechtzeitig eine neue Jahreskarte als eTicket zugeschickt. Neukunden können das eTicket in den Mobilitätszentralen kaufen oder im RMV-Ticketshop online bestellen. Die Städte Frankfurt, Wiesbaden und Mainz stoßen erst im Laufe des Jahres dazu. Hier werden ab März (Frankfurt), bzw. August die neuen Jahreskarten verschickt. Im Laufe des Jahres werden auch die Monats- und Wochenkarten auf das neue Format umgestellt.[4]

Die Fahrradmitnahme ist im RMV-Gebiet grundsätzlich kostenfrei, kann jedoch bei Überfüllung, zu Gunsten von Rollstuhlfahrern und Kinderwagen sowie zu den Stoßzeiten örtlich eingeschränkt sein.[5]

Wiederholt war im Gespräch, die Tarifstrukturen des RMV zu überarbeiten, da diese besonders bei Start und Ziel in der Nähe von Tarifgrenzen etwa zwischen Offenbach und Frankfurt zu relativ hohen Preisen für eine kurze Entfernung führen. Vereinzelt wurden zwar schon Milderungen umgesetzt, die angedachte komplette Überarbeitung des Tarifsystems hat bisher aber nicht stattgefunden.

Übergangsregelungen[Bearbeiten]

Beim Inkrafttreten des RMV-Tarifs waren noch Zeitkarten des abgelösten Frankfurter Verkehrsverbundes sowie der vorherigen weiteren Verbünde bzw. einzeln aktiven Verkehrsunternehmen im Umlauf. Diese konnten bis zum Ende ihrer jeweiligen Gültigkeit, maximal also noch fast genau ein Jahr, weiterhin im bisherigen Geltungsbereich genutzt werden, eine Verpflichtung zum Umtausch in eine neue RMV-Fahrkarte bestand nicht.

Besonderheiten Mainz/Wiesbaden[Bearbeiten]

Die Städte Mainz und Wiesbaden haben im RMV einen besonderen Status. Die Stadt Wiesbaden ist – wie die übrigen Landkreise und kreisfreien Städte Hessens auch – Gesellschafterin des RMV, die rheinland-pfälzische Hauptstadt Mainz jedoch nicht. Weil aber der öffentliche Personennahverkehr der beiden Städte Mainz und Wiesbaden schon seit langem über eine ganze Reihe gemeinsamer Linien sowie seit dem 15. Mai 1975 auch über den Verkehrsverbund Mainz-Wiesbaden (VMW) traditionell eng miteinander verbunden ist, ist die Stadt Mainz über den VMW trotzdem mit dem RMV assoziiert. Das Mainzer Stadtgebiet ist damit das einzige außerhessische Gebiet, welches zum regulären Tarifraum des RMV gehört, während alle anderen Gebiete außerhalb Hessens nur mit Übergangstarifen erreichbar sind. Gleichzeitig sind die Städte Mainz und Wiesbaden auch in den Tarifraum des Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbunds (RNN) integriert, durch diese Kooperation ist wiederum Wiesbaden über den VMW mit dem RNN assoziiert.

Neben den Städten Mainz und Wiesbaden gehören auch die Gemeinden Ginsheim-Gustavsburg, Bischofsheim und Walluf zum RMV-Tarifgebiet 65 bzw. zur RNN-Tarifwabe 300. Der RNN-Tarif ist gegenüber dem RMV-Tarif jedoch subsidiär und wird nur bei Fahrten angewandt, die zwischen den Städten und Gemeinden der RNN-Tarifwabe 300 und dem übrigen RNN-Verbundgebiet (bzw. umgekehrt) stattfinden, im reinen Binnenverkehr des RMV-Tarifgebietes 65 sowie bei Fahrten in das übrige RMV-Gebiet gilt ausschließlich der Tarif des RMV. Die Fahrkarten beider Verbünde sind daher an den Automaten, Verkaufsstellen und in den Fahrzeugen mit Fahrscheinverkauf erhältlich.

Außerdem wurden im VMW traditionell Sammelkarten angeboten. Aus verschiedenen Gründen soll dieses System auch bis auf weiteres beibehalten werden. Dabei können je 5 Fahrscheine (früher 4) im Vorverkauf en bloc erworben werden und müssen dann im Bus bzw. am Bahnsteig mittels Entwerter entwertet werden. Diese Fahrscheine sind auf allen Verkehrsmitteln des RMV im Tarifgebiet 65 gültig.

An den Automaten der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) und der ESWE Verkehrsgesellschaft sind auch die im RNN angebotenen Mehrfahrtenkarten erhältlich (aus dem RMV-Automaten), nicht jedoch aus den (RMV-)Automaten der Deutschen Bahn; die Deutsche Bahn hat hierfür an ausgewählten Standorten extra reine RNN-Automaten aufgestellt.

Während im RMV für Inhaber von Wochen-, Monats- oder Jahreskarten die Mitnahme von beliebig vielen Kindern nur an Wochenenden bzw. unter der Woche erst ab 19 Uhr möglich ist, gilt in den Bussen und Straßenbahnen der Mainzer Verkehrsgesellschaft und von ESWE Verkehrsgesellschaft eine erweiterte Mitnahmeregelung, nach der die Kinder-Mitnahmeregelung an allen Tagen rund um die Uhr zugelassen ist. Per Definition gehen diese Regelungen dem RMV-Tarif vor, allerdings gibt es abweichende Aussagen, ob dies nur für die beiden Verkehrsgesellschaften oder für alle Verkehrsträger im Tarifgebiet 65 gilt. Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013 wurden die Mitnahmeregelungen RMV-weit vereinheitlicht, so dass die Besonderheit der Mitnahme von Kindern tagsüber entfiel. Nach teilweise heftigen Protesten der Bürger wurde die erweiterte Mitnahmeregelung jedoch Anfang März 2014 – zunächst befristet bis zur nächsten Tarifanpassung im Dezember 2014 – wieder in Kraft gesetzt.

Fahrplanbereiche[6][Bearbeiten]

  • 01 Stadt Frankfurt am Main
  • 02 Main-Taunus-Kreis, Hochtaunuskreis und Bad Homburg v.d.H.
  • 03A Stadt Wiesbaden
  • 03B Rheingau-Taunus-Kreis
  • 04 Lahn-Dill-Kreis und Stadt Wetzlar
  • 05A Stadt Marburg an der Lahn
  • 05B Kreis Marburg-Biedenkopf
  • 06 Stadt und Landkreis Gießen
  • 07 Vogelsbergkreis
  • 08 Region Fulda
  • 09A Main-Kinzig-Kreis und Stadt Hanau – Bahnlinien
  • 09B Main-Kinzig-Kreis und Stadt Hanau – Buslinien
  • 09C Main-Kinzig-Kreis und Stadt Hanau – Buslinien
  • 10 Wetteraukreis
  • 11 Stadt und Kreis Offenbach
  • 12 Stadt Darmstadt und Kreis Darmstadt-Dieburg
  • 13 Landkreis Limburg-Weilburg
  • 14 Odenwaldkreis
  • 15 Landkreis Groß-Gerau und Stadt Rüsselsheim
  • R Rhein-Main Regional (überregionale Buslinien und Bahnverkehr)

Außerdem gibt es auch eine Gesamtausgabe aller Fahrpläne.

Gesellschafter des RMV und ihre Aufgabenträgerorganisationen[Bearbeiten]

RMV-Mitglieder und ihre Aufgabenträger[7]
Gebietskörperschaft Lokale Nahverkehrsgesellschaft
Länder
Hessen
Kreisfreie Städte
Darmstadt Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation (DADINA)
Frankfurt am Main traffiQ
Offenbach am Main NiO – Nahverkehr in Offenbach
Wiesbaden Landeshauptstadt Wiesbaden
Städte mit Sonderstatus
Bad Homburg vor der Höhe Lokale Nahverkehrsorganisation Stadt Bad Homburg
Fulda Lokale Nahverkehrsgesellschaft Stadt Fulda (LNG Fulda)
Gießen Stadtwerke Gießen AG
Hanau Hanau Lokale Nahverkehrsorganisation
Marburg Stadtwerke Marburg GmbH
Rüsselsheim Lokale Nahverkehrsorganisation Stadt Rüsselsheim
Wetzlar Lokale Nahverkehrsorganisation Stadt Wetzlar
Landkreise
Landkreis Darmstadt-Dieburg Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation (DADINA)
Landkreis Fulda Lokale Nahverkehrsgesellschaft Landkreis Fulda (LNG Fulda)
Landkreis Gießen Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO)
Kreis Groß-Gerau Lokale Nahverkehrsgesellschaft Kreis Groß-Gerau (LNVG)
Hochtaunuskreis Verkehrsverband Hochtaunus (VHT)
Lahn-Dill-Kreis Verkehrsgesellschaft Lahn-Dill-Weil (VLDW)
Landkreis Limburg-Weilburg Verkehrsgesellschaft Lahn-Dill-Weil (VLDW)
Main-Kinzig-Kreis Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig (KVG MKK)
Main-Taunus-Kreis Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft (MTV)
Landkreis Marburg-Biedenkopf Regionaler Nahverkehrsverband Marburg-Biedenkopf (RNV)
Odenwaldkreis Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG)
Landkreis Offenbach Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF)
Rheingau-Taunus-Kreis Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV)
Vogelsbergkreis Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO)
Wetteraukreis Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO)

Verkehrsunternehmen im RMV (Auswahl) [Konzern][Bearbeiten]

Beteiligungen[Bearbeiten]

Die Rhein-Main Verkehrsverbund GmbH ist zu 100 % an der Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft mbH (rms GmbH) in Frankfurt und zu 10,13 % an der VDV eTicket Service GmbH & Co. KG in Köln beteiligt.

Ausschreibungen von Verkehrsleistungen[Bearbeiten]

Grundsätzliches[Bearbeiten]

Der RMV ist gemäß dem hessischen ÖPNV-Gesetz für die Auftragsvergabe beziehungsweise Bestellung der regionalen Verkehrsdienstleistungen zuständig. Im Rahmen des sog. „Hessischen Wegs in den Wettbewerb“ werden seit 2003 alle Linien im Bus- und Schienenpersonennahverkehr durch europaweite Ausschreibungsverfahren an die Verkehrsunternehmen vergeben.

Der RMV definiert in den Vergabeunterlagen unter anderem das Betriebsprogramm, die Fahrzeuganforderungen, die vorgesehene Vertragsdauer sowie tarifliche und vertriebliche Anforderungen. Je nach Umfang und geschätztem „Wert“ (d. h. mit welchen Kosten rechnet der RMV) des zu Auftrags werden nach dem Vergaberecht reglementierten Verfahren Verkehrsunternehmen aufgefordert ein Angebot abzugeben. Die Aufforderung erfolgt dabei wegen des Autragsvolumens regelmäßig durch eine EU-weite Ausschreibung, beschränkte Vergaben (ausgewählte als zuverlässig und leistungsfähig bekannte Anbieter werden zu einer Angebotsabgabe aufgefordert) kommen selten vor. Nach Prüfung und Bewertung der Angebote erfolgt der Zuschlages für das wirtschaftlichste Angebot. Auf seiner Internetseite www.rmv.deveröffentlicht der RMV seine aktuellen Vergabekalender, aus denen die Vertragslaufzeiten und anstehenden Vergabeverfahren im regionalen Bus- und Schienenpersonennahverkehr entnommen werden können.

Schienenpersonennahverkehr[Bearbeiten]

Name der Ausschreibung Strecken Vertragslaufzeit Leistungen Gewinner
Hellertal
  • RB 41 Dillenburg – Haiger – Betzdorf (Sieg)
09/1999 – 08/2015  ? Mio. Zugkilometer Hessische Landesbahn GmbH + Westerwaldbahn GmbH + Kreisbahn Siegen-Wittgenstein GmbH (HellertalBahn GmbH)
Westerwald
  • RB 20 Niedernhausen – Limburg
  • RB 21 Wiesbaden – Niedernhausen
  • RB 25 Koblenz – Limburg
  • RB 28 Limburg – Westerburg – Au (Sieg)
  • RB 29 Limburg – Montabaur – Siershahn
12/2004 – 08/2015 2,4 Mio. Zugkilometer Hessische Landesbahn GmbH + Westerwaldbahn GmbH (vectus Verkehrsgesellschaft mbH)
Kahlgrundbahn
  • RB 56 Hanau – Kahl am Main – Schöllkrippen
12/2005 – 12/2015 0,3 Mio. Zugkilometer Hessische Landesbahn GmbH
Odenwaldbahn
  • RE 64 Frankfurt Hbf – Hanau Hbf – Groß-Umstadt Wiebelsbach (– Erbach)
  • RB 64 Hanau Hbf – Groß-Umstadt Wiebelsbach
  • RE 65 Darmstadt Hbf – Groß-Umstadt Wiebelsbach – Erbach
  • SE 65 Frankfurt Hbf – Darmstadt Nord – Groß-Umstadt Wiebelsbach – Erbach
  • RB 65 Darmstadt Hbf – Groß-Umstadt Wiebelsbach – Erbach – Eberbach
12/2005 – 12/2015 1,8 (ab 2008 2,0) Mio. Zugkilometer Vias GmbH
Main-Neckar
  • RB 60 Frankfurt – Darmstadt – Bensheim – Heppenheim – Weinheim – Heidelberg
  • RE 60 Frankfurt – Darmstadt – Bensheim – Heppenheim – Weinheim – Mannheim
– 12/2016  ? Mio. Zugkilometer DB Regio AG
Ried
  • RE 70 Frankfurt – Riedstadt-Goddelau – Gernsheim – Biblis – Mannheim
– 12/2016  ? Mio. Zugkilometer DB Regio AG
Nordost-Hessen-Netz
  • R 1 Göttingen – Eichenberg – Kassel
  • R 5 Kassel – Bebra – Fulda
  • R 6 Bebra – Eisenach
  • R 7 Göttingen – Eschwege – Bebra
12/2006 – 12/2016 3,5 Mio. Zugkilometer Hessische Landesbahn GmbH + Hamburger Hochbahn AG (cantus Verkehrsgesellschaft mbH)
Main-Spessart
  • RB 55 Frankfurt – Maintal – Hanau – Kahl am Main – Aschaffenburg
- 12/2018  ? Mio. Zugkilometer DB Regio AG
Südhessennetz
  • RB 75 Wiesbaden – Darmstadt – Aschaffenburg
12/2008 – 12/2018 1,37 Mio. Zugkilometer DB Regio AG [8]
Taunusstrecke
  • RE/SE 20 Frankfurt – Niedernhausen – Limburg
12/2008 – 12/2020 1,0 Mio. Zugkilometer DB Regio AG
Main-Lahn-Sieg
  • RB 30 Gießen – Marburg
  • RE 40 Frankfurt – Gießen – Siegen
12/2010 – 12/2023 1,3 Mio. Zugkilometer Hessische Landesbahn GmbH
Rheingau
  • SE 10 Frankfurt – Wiesbaden – Koblenz – Neuwied
12/2010 – 12/2023 2,1 Mio. Zugkilometer Vias GmbH
Mittelhessen
  • SE 30/40 Frankfurt – Gießen – Treysa/Dillenburg
  • RB 30 Friedberg – Gießen
  • RB 33 Hanau – Friedberg
12/2011 – 12/2023 3,13 Mio. Zugkilometer DB Regio AG
Lahntal-/Vogelsberg-/Rhönbahn
  • RB 25 Limburg – Gießen
  • RB 35 Gießen – Alsfeld – Fulda
  • RB 52 Fulda – Gersfeld
12/2011 – 12/2023 2,375 Mio. Zugkilometer Hessische Landesbahn GmbH
Kinzigtal
  • RE/RB 50 Frankfurt – Hanau – Gelnhausen – Wächtersbach – Fulda (– Bebra)
12/2012 - 12/2024 2,6 Mio. Zugkilometer DB Regio AG
Niddertal
  • SE 32 Frankfurt – Bad Vilbel – Friedberg – Nidda
  • RB/SE 34 Frankfurt – Bad Vilbel – Glauburg-Stockheim
12/2012 - 12/2027 0,68 Mio. Zugkilometer DB Regio AG
Main-Weser
  • RE 30 Frankfurt – Gießen – Marburg – Kassel
12/2012 - 12/2024 1,68 Mio. Zugkilometer DB Regio AG
S-Bahn Kleyer
  • S1 Wiesbaden – Mainz-Kastel – Frankfurt – Offenbach – Rödermark-Ober-Roden
  • S7 Frankfurt – Groß-Gerau – Riedstadt-Goddelau
  • S8 Wiesbaden – Mainz – Rüsselsheim – Frankfurt Flughafen – Frankfurt – Offenbach – Hanau
  • S9 Wiesbaden – Mainz-Kastel – Rüsselsheim – Frankfurt Flughafen – Frankfurt – Offenbach – Hanau
12/2014 - 12/2036 7,254 Mio. Zugkilometer DB Regio AG
S-Bahn S2
  • S2 Niedernhausen – Frankfurt – Offenbach – Dietzenbach
12/2014 - 12/2029 2,0 Mio. Zugkilometer DB Regio AG
S-Bahn Gallus
  • S3 Bad Soden – Niederhöchstadt – Rödelheim – Frankfurt Süd
  • S4 Kronberg – Niederhöchstadt – Rödelheim – Frankfurt Süd
  • S5 Friedrichsdorf – Bad Homburg – Rödelheim – Frankfurt Süd
  • S6 Friedberg – Bad Vilbel – Frankfurt – Langen – Darmstadt
12/2014 - 12/2029 5,4 Mio. Zugkilometer DB Regio AG
Eifel-Westerwald-Sieg

Los 1:

  • RE25 Gießen – Limburg – Koblenz
  • RB Mayen – Andernach – Koblenz – Bad Ems – Limburg
  • RB Limburg – Diez – Zollhaus
  • RB92 Andernach – Kaisersesch (optional)
12/2014 – 12/2030 2,5 Mio. Zugkilometer DB Regio AG
Los2:
  • RB28 Limburg – Altenkirchen – Au – Betzdorf – Siegen – Kreuztal
  • RB29 Siershahn – Montabaur – Limburg
  • RB91 Siegen – Finnentrop (Einzelleistungen)
  • RB92 Finnentrop – Olpe
  • RB93 Betzdorf – Siegen – Erndtebrück – Bad Berleburg
  • RB95 Dillenburg – Siegen
  • RB96 Betzdorf – Herdorf – Haiger – Dillenburg
8/2015 – 12/2030 3,6 Mio. Zugkilometer Hessische Landesbahn GmbH
Main-Spessart
  • RE 55 Frankfurt Hbf/Frankfurt Flughafen Regiobhf – Hanau – Aschaffenburg – Würzburg (- Schweinfurt – Bamberg)
12/2015 – 12/2027 2,6 Mio. Zugkilometer DB Regio AG
Odenwald
  • RE/RB 64 Frankfurt (Main) Hbf – Hanau Hbf – Erbach
  • RE/SE/RB 65 Frankfurt (Main) Hbf / Darmstadt Hbf – Erbach – Eberbach
  • RB 66 Darmstadt Hbf – Pfungstadt
  • R 61 Frankfurt (Main) Hbf – Dreieich-Buchschlag – Dieburg (Einzelfahrt)
12/2015 – 12/2027 2,12 Mio. Zugkilometer Vias GmbH
Dreieich
  • R 61 Frankfurt (Main) Hbf – Dreieich-Buchschlag – Dieburg
12/2015 – 12/2027 0,51 Mio. Zugkilometer DB Regio AG
Main-Neckar-Ried
  • RE/SE 60 Frankfurt – Darmstadt – Heidelberg / Mannheim
  • R 7 Heidelberg – Wiesloch-Walldorf
  • RE 70/R 62 Mannheim – Biblis – Frankfurt
12/2017 – 12/2032 3,335 Mio. Zugkilometer DB Regio AG

Das RMV-Bonusprogramm[Bearbeiten]

Nach der Anmeldung für das Bonusprogramm Smiles haben Kunden beim Erwerb von Fahrkarten über den RMV-TicketShop auf der Website oder die RMV-App die Möglichkeit Smiles zu sammeln. Dabei erhölt man für jeden umgesetzten Eurocent ein Smile. Über das Smiles-Kundenportal können diese Smiles dann zum Erwerb von Gutscheinen für Vergünstigungen, Zugaben oder besondere Erlebnisse bei Gutschein-Anbietern aus dem Verbund-Gebiet eingelöst werden. Der RMV arbeitet dafür mit Partnern unterschiedlicher Branchen (Gastronomie, Fitness, Wellness und Tourismus) zusammen, die ihre Konditionen und Vergünstigungen jeweils individuell festlegen können. Die Anmeldung zum Partnerprogramm erfolgt über das Smiles-Partnerportal und ist für die Firmen bis auf den zur Verfügung gestellten Gutscheinwert kostenlos.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rhein-Main Verkehrsverbund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDer RMV in Zahlen. In: rmvonline. Hrsg. v. Rhein-Main-Verkehrsverbund, abgerufen am 26. Juni 2013.
  2. siehe: Metropolregion Rhein-Main
  3. Aktuelle Regionalmatrix: rmv.de, 29 kB, PDF
  4. rmv.de: eTicket RheinMain
  5. rmv.de: Bedingungen Fahrradmitnahme
  6. rmv.de: Bestellschein RMV-Fahrplan
  7. Liste der RMV-Mitglieder in der Webpräsenz des RMV
  8. Vergabemitteilung im Anhang zum Amtsblatt der EU 2006/S 162-174166 (vom 26. August 2006)

50.0855555555568.4447222222222Koordinaten: 50° 5′ 8″ N, 8° 26′ 41″ O