Rhein-Ruhr-Hafen
Der Rhein-Ruhr-Hafen ist ein Binnenhafen in Mülheim an der Ruhr am Unterlauf der Ruhr.
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Lage[Bearbeiten]
Der Hafen liegt im Stadtteil Speldorf etwa 8 km oberhalb der Mündung in den Rhein und ist über die Ruhrschleuse Raffelberg und dem Ruhrschifffahrtskanal:
- mit dem Rhein-Herne-Kanal
- über die Schleuse Meiderich mit den Duisburg-Ruhrorter Häfen
- über die Ruhrschleuse Duisburg mit dem Rhein
verbunden.
Der Binnenhafen, der von den Betrieben der Stadt Mülheim, einer Tochter der Mülheimer VerkehrsGesellschaft mbH, unterhalten wird, besteht aus zwei Teilen: Der Nordhafen liegt direkt am Schifffahrtskanal, von dem der Südhafen als Hafenbecken abzweigt. Die Wassertiefe beträgt bei normalem Wasserstand mindestens 2,80 m und die Länge der Kai- und Umschlagsanlagen liegt bei 3,1 km[1].
Der Hafen und der Ruhrschifffahrtskanal sind zusammen mit den letzten Kilometern der Ruhr eine Binnenwasserstraße der Klasse Va für das Große Rheinschiff.
Funktion und Bedeutung[Bearbeiten]
Der Rhein-Ruhr-Hafen hat etwa 220 ha Gesamtfläche und bildet das größte Gewerbegebiet Mülheims. Innerhalb des Gewerbegebietes sind rund 360 Unternehmen ansässig, die über 6.000 Mitarbeiter beschäftigen.[2] Im Hafen werden jährlich ca. 1,6 Mio t. verschiedenster Güter umgeschlagen und transportiert, davon fast 1 Mio t. im echten Schiffsgüterumschlag (Stand Ende 2006 [3]). Gütertransporte innerhalb des Hafens werden mit einer Hafenbahn durchgeführt, die auf rund 27 Kilometern Gleislänge von der Mülheimer Verkehrsgesellschaft betrieben wird. Es werden vor allem Schrott, Eisen, Stahl und Mineralöl umgeschlagen.
Geschichte[Bearbeiten]
Nachdem die Ruhrschifffahrt durch das Aufkommen der Eisenbahnen und speziell durch den Bau der Ruhrtalbahn zum Ende des 19. Jahrhunderts vollständig zum Erliegen kam, beschloss die Stadt Mülheim an der Ruhr im Jahr 1913 zur Steigerung der Wirtschaftskraft einen Hafen anzulegen und eine direkte Verbindung zum Duisburger Hafen zu schaffen. Dazu wurde in zwölfjähriger Bauzeit der Ruhrschifffahrtskanal errichtet und das Gefälle von rund zehn Metern zwischen den Städten durch zwei neue Schleusen ausgeglichen. Am 8. Oktober 1927 wurde der Rhein-Ruhr-Hafen offiziell eingeweiht.
Seit September 2004 ist der Rhein-Ruhr-Hafen Ausgangspunkt des EU-Projektes InterPorts, mit dem die Kooperation der Binnenhäfen gestärkt und die Verlagerung des Transportverkehrs auf Schiff und Bahn erreicht werden soll.
Der Hafen gehört heute unter der Bezeichnung Stadthafen Mülheim zur Route der Industriekultur (Themenroute 12 − Geschichte und Gegenwart der Ruhr und Themenroute 14 − Kanäle und Schifffahrt).
Referenzen[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
- Beschreibung dieser Sehenswürdigkeit auf der Route der Industriekultur
- Stadt Mülheim a.d.R. zum Hafen
- Ruhrbania zum Hafen
51.4391357256.8434524527778Koordinaten: 51° 26′ 21″ N, 6° 50′ 36″ O
Besucherzentrum und Ankerpunkte (von West nach Ost): Museum der Deutschen Binnenschifffahrt | Innenhafen Duisburg | LVR-Industriemuseum Oberhausen | Landschaftspark Duisburg-Nord | Gasometer Oberhausen | Aquarius-Wassermuseum | Villa Hügel | Nordsternpark | Welterbe Zeche Zollverein und Kokerei Zollverein | Zeche Ewald | Chemiepark Marl | Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen | Henrichshütte | Jahrhunderthalle Bochum | Umspannwerk Recklinghausen | Deutsches Bergbau-Museum | Zeche Nachtigall | Schiffshebewerk Henrichenburg | DASA | Kokerei Hansa | Zeche Zollern II/IV | Hohenhof | Freilichtmuseum Hagen | Lindenbrauerei Unna | Maximilianpark Hamm
Themenrouten (aufsteigend nach Nummern): 1. Duisburg: Stadt und Hafen | 2. Industrielle Kulturlandschaft Zollverein | 3. Duisburg: Industriekultur am Rhein | 4. Oberhausen: Industrie macht Stadt | 5. Krupp und die Stadt Essen | 6. Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier | 7. Industriekultur an der Lippe | 8. Erzbahn-Emscherbruch | 9. Industriekultur an Volme und Ennepe | 10. Sole, Dampf und Kohle | 11. Frühe Industrialisierung | 12. Geschichte und Gegenwart der Ruhr | 13. Auf dem Weg zur blauen Emscher | 14. Kanäle und Schifffahrt | 15. Bahnen im Revier | 16. Westfälische Bergbauroute | 17. Rheinische Bergbauroute | 18. Chemie, Glas und Energie | 19. Arbeitersiedlungen | 20. Unternehmervillen | 21. Brot, Korn und Bier | 22. Mythos Ruhrgebiet | 23. Parks und Gärten | 24. Industrienatur | 25. Panoramen und Landmarken | 26. Sakralbauten | per Rad
Ruhrquelle | Hennetalsperre | Möhnetalsperre | Kettenschmiedemuseum | Rohrmeisterei Schwerte | Ruhrflutbrücke Schwerte-Ergste | Buschmühle | Hohensyburg
| Pumpspeicherkraftwerk Koepchenwerk | Hengsteysee | Ruhrviadukt Herdecke | Energiewirtschaftlicher Wanderweg Herdecke | Burg Wetter | Kraftwerk Harkort | Gemeinschaftswasserwerk Volmarstein | Villa Bönnhoff | Haus Schede | Schlebuscher Erbstollen | Bergerdenkmal auf dem Hohenstein
| Wasserkraftwerk Hohenstein | Ruhrviadukt Witten | Wasserturm Bommerholz | Stahlhammer Bommern | Deutsche Edelstahlwerke | Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia | Zeche Nachtigall | Kohlenniederlage Nachtigall | Ruhrschleuse Herbede | Privatbrennerei Sonnenschein | Edelstahlfabrik Lohmann | Kemnader See | Schleuse Blankenstein und Wasserwerk Stiepel | Stanzwerk | Henrichshütte | Ruhrtalbahn | Birschel-Mühle | Leinpfad unterhalb des Isenbergs | Schwimmbrücke Dahlhausen | Schleuse Dahlhausen | Bergbauwanderweg Dahlhausen | Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen
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