Rheinbrohl
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Neuwied | |
| Verbandsgemeinde: | Bad Hönningen | |
| Höhe: | 83 m ü. NN | |
| Fläche: | 17,2 km² | |
| Einwohner: |
3892 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 226 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 56598 | |
| Vorwahl: | 02635 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NR | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 38 063 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Marktstraße 1 53557 Bad Hönningen |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Dieter Labonde (SPD) | |
| Lage der Ortsgemeinde Rheinbrohl im Landkreis Neuwied | ||
Rheinbrohl (lateinisch als Broele trans Rhenum bezeichnet) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Hönningen an. Rheinbrohl ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Geographische Lage[Bearbeiten]
Der Weinort Rheinbrohl liegt am rechten Ufer des Mittelrheins gegenüber von Brohl-Lützing und unmittelbar südlich der Stadt Bad Hönningen. Das Gemeindegebiet gehört zum Naturpark Rhein-Westerwald und lässt sich naturräumlich mit seinem äußeren Westen dem südlichen Abschluss der Linz-Hönninger Talweitung und dem östlich davon liegenden Gebiet dem Rhein-Wied-Rücken zuordnen. Dort erreicht es knapp unterhalb des 373 m ü. NN hohen Malbergs seinen höchsten Bodenpunkt. In Rheinbrohl beginnt der ehemalige römische Limes, der am 15. Juli 2005 von der UNESCO in die Weltkulturerbe-Liste aufgenommen wurde.
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
Zur Gemeinde Rheinbrohl gehören der Ortsteil Arienheller sowie die Wohnplätze Annahof, Berghof, Christinenhöhe, Dielsberg, Hartmannshof, Haus Bergfriede, Haus Forst, Jagdhaus Wilhelmsruh, Lampenthalerhof, Magdalenenhof und Zur alten Mühle.[3]
Geschichte[Bearbeiten]
Rheinbrohl wurde erstmals urkundlich am 3. Mai 877 in einem Schreiben König Karl des Kahlen erwähnt und gehörte seinerzeit zum Stift Nivelles in Brabant. Die Vögte waren die Grafen von Sayn. 1606 fiel Rheinbrohl als heimgefallenes Lehen an Kurtrier, im Zuge der Säkularisation 1803 an Nassau, nach dem Wiener Kongress 1815 an Preußen. Die Schiffswerft Hilgers wurde 1947 in Rheinbrohl gegründet und hatte ihre Wurzeln im 1868 gegründetem Stahlbauunternehmen Hilgers. 1985 wurde die Werft geschlossen.
- Statistik zur Einwohnerentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Rheinbrohl, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]
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Dialekt[Bearbeiten]
In Rheinbrohl spricht man einen Moselfränkischen Dialekt, der nahe dem Übergang zum Ripuarischen angesiedelt ist.
Politik[Bearbeiten]
Gemeinderat[Bearbeiten]
Der Gemeinderat in Rheinbrohl besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.
Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[4]
| SPD | CDU | FWG | Gesamt | |
| 2009 | 11 | 8 | 1 | 20 Sitze |
| 2004 | 10 | 9 | 1 | 20 Sitze |
Wappen[Bearbeiten]
Die Blasonierung lautet: „Gespalten von Silber und Blau; vorn ein durchgehendes rotes Balkenkreuz, hinten drei, zwei zu eins gestellte silberne Pilgermuscheln.“
Das rote Kreuz weist auf die ehemalige Zugehörigkeit zu Kurtrier hin. Die Muscheln sind den Wappen der Trierer Erzbischöfe Jakob von Sierk (1439–1456) oder Lothar von Metternich (1599–1623) entnommen. Einer von beiden wird vermutlich das Gemeindesiegel, das schon den Schild mit Kreuz und Muscheln zeigt und in Abdrucken seit 1610 bekannt ist, verliehen haben. Das Wappen ist rechtsgültig seit 1949.
Partnergemeinde[Bearbeiten]
Die Partnerschaft mit der an der französischen Atlantikküste gelegenen Gemeinde Bourcefranc-le-Chapus (Département Charente-Maritime) besteht seit dem Jahre 1965.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Die neugotische katholische Pfarrkirche St. Suitbertus, die von 1852-1856 nach Plänen des Kölner Diözesenbaumeisters Vincenz Statz erbaut wurde.
- Die Wurzelkrippe in der St.Suitbertus Kirche, jährlich vom 24. Dezember bis zum 2. Februar
- Die Gertrudenkapelle mit Bausubstanz aus dem 13. Jahrhundert und einem Altar aus dem 17. Jahrhundert sowie der ältesten Glocke Rheinbrohls aus dem Jahr 1696.
- Die neugotische evangelische Kirche, 1888 vom Wiesbadener Architekten Friedrich Lang errichtet.
- Das historische Rathaus, der Gertrudenhof, welcher seit dem 7. Jahrhundert nachgewiesen werden kann.
- Das von Bildhauer Carl Burger erbauteEhrenmal des Infanterie-Regiments Nr. 29 für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Kameraden des Infanterie-Regiments 'von Horn' (3. Rheinisches) No. 29 auf der Rheinbrohler Ley - Das Relief zeigt vier apokalyptische Reiter, die die Schrecken des Krieges „Hunger“, „Pest“, „Krieg“ und „Tod“ darstellen.
- Ein Nachbau des ersten Wachturms („Römerturm 1“) steht an der Zufahrt zur Autofähre nach Bad Breisig.
- Seit 2008 steht an der Ortsausfahrt von der B 42 nach Rheinbrohl, direkt neben dem ehemaligen Werk, Arienheller-Sprudel, ein Limes-Erlebnis-Zentrum, genannt RömerWelt.
Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten]
Der Ort bietet ein vollständiges Angebot an Geschäften für den täglichen Bedarf, mehrere Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Apotheke, Fachgeschäfte und Gastronomie. In dem am Ortsende Richtung Bad Hönningen gelegenen Gewerbegebiet sind viele verschiedene Handwerksbetriebe und ein Supermarkt angesiedelt.
Verkehr[Bearbeiten]
Rheinbrohl ist Bahnhof auf der rechten Rheinstrecke. Dort hält die Regionalbahn 27 (Mönchengladbach–Köln–Koblenz). Mit den Bussen der VRM sind die Orte zwischen Koblenz und Linz am Rhein erreichbar. In Rheinbrohl beginnt die Deutsche Limes-Straße.
Radwanderwege[Bearbeiten]
Durch Rheinbrohl führt der Deutsche Limes-Radweg. Dieser führt entlang der Deutschen Limes-Straße über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau.
Wanderwege[Bearbeiten]
Am Limes-Erlebniszentrum Römerwelt im Ortsteil Arienheller führen die Wanderwege Rheinsteig, Westerwaldsteig und der Limeswanderweg vorbei.
Schulen[Bearbeiten]
- Maximilian-Kolbe-Schule (Förderschule)
- Römerwald-Schule (Hauptschule)
- Römerwall-Schule (Realschule plus, Ganztagsschule)
- Astrid-Lindgren-Schule
- Berufsbildende Schule der Handwerkskammer Koblenz
Kindergärten[Bearbeiten]
Drei Kindergärten, davon ein Sonderpädagogischer Kindergarten der Lebenshilfe Neuwied-Andernach gGmbH
Altenheime[Bearbeiten]
Drei Pflege- und Altenheime
Gewerbe[Bearbeiten]
Die größten Unternehmen am Ort sind DSD Stahlbau Hilgers, ehemals Stahlbau Hilgers und die Verzinkerei Wiegel
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Günther L. Heubgen ist ein promovierter Fachbuchautor im Bereich Biologie.
- Herman Flesche war ein deutscher Architekt, Maler, Kunsthistoriker und Schriftsteller.
- Hermann Jung, Journalist u. Schriftsteller, (* 1901 Rheinbrohl; † 1988 Gemünden/Main). Verfasste über 300 Bücher und Arbeiten über den Wein. Jung war von 1953 bis 1957 Chefredakteur der Fachzeitschrift „Der deutsche Weinbau“. Träger des Deutschen Weinkulturpreises 1981.
- Alfred Ott, ehemaliger Fußball-Bundesliga-Schiedsrichter.
Literatur[Bearbeiten]
- Heinrich Volk: Geschichte des Fleckens Rheinbrohl. Verlag des Katholischen Junggesellenvereins, Rheinbrohl 1797. (Digitalisat)
- Heinrich Volk: Ergänzungen zur Geschichte des Fleckens Rheinbrohl. Selbstverlag, Neuwied 1922 (Digitalisat)
- Dietmar Waldorf: Geschichtliche Daten des Ortes Rheinbrohl und Umgebung (in der Frühzeit) in chronologischer Reihenfolge. Selbstverlag, Rheinbrohl 2000
- Hansfried Schaefer: Rheinbrohl früher - heute. Geiger, Horb am Neckar 2002. ISBN 3-89570-804-6
- Hansfried Schaefer: Rheinbrohl im Wandel der Zeit. Festschrift zum 175jährigen Bestehen des Katholischen Junggesellenvereins Rheinbrohl, Gemeinde Rheinbrohl 1972
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Infothek
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 32 (PDF; 2,3 MB)
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
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