Rheinische Fachhochschule Köln

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Rheinische Fachhochschule Köln
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Gründung 1971
Trägerschaft privat
Ort Köln
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Präsident seit 1. September 2013: Wilfried Saxler[1]
Studenten 5.302 WS 2013/14[2]
Website www.rfh-koeln.de
Rheinische Fachhochschule Köln in der Schaevenstraße
Neubau der RFH in der Vogelsanger Straße
Standort Lindenstraße

Die Rheinische Fachhochschule Köln (kurz: RFH) ist eine staatlich anerkannte Fachhochschule in privater, gemeinnütziger Trägerschaft. Sie bietet zehn akkreditierte Bachelor- und sieben Masterstudiengänge in den Fachbereichen Ingenieurwesen, Wirtschaft & Recht, Medizinökonomie und Medien an.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Rheinische Fachhochschule Köln wurde am 1. August 1971 gegründet und hat ihren Ursprung in der von Gottfried Päffgen im Jahre 1958 gegründeten und 1966 staatlich anerkannten Rheinischen Ingenieurschule für Bau- und Maschinenbauwesen Köln. Zum Zeitpunkt der Umwandlung der höheren Berufsfachschulen in Fachhochschulen hatte die Stadt Köln damals keinen eigenen Lehrbetrieb für Maschinenwesen anbieten können. Da sie aber das volle für Fachhochschulen vorgesehene Fachspektrum abdecken wollte, wurde die Rheinische Ingenieurschule bei der Umwandlung entsprechend vom Land NRW unterstützt, damit das seinerzeitige Hochschulrahmengesetz erfüllt werden konnte. Mit aktuell über 5000 eingeschriebenen Studenten gehört die RFH mittlerweile neben der Universität zu Köln und der Fachhochschule Köln zu den größten Bildungsträgern der Stadt.

Standorte[Bearbeiten]

Gelehrt wird an vier Kölner Standorten:

  • Schaevenstraße 1a/b, 50676 Köln (Hauptverwaltung und Seminarräume)
  • Weyerstraße 41, 50676 Köln (Seminar- und Projekträume der Medienfächer)
  • Lindenstraße 16-22, 50674 Köln (Seminarräume, Bibliothek)
  • Vogelsanger Straße 295, 50825 Köln (großer Campus, Rechenzentrum, Ingenieurlabore, Seminarräume)

Das Gebäude in der Schaevenstraße ersetzt seit August 2008 die alte Hauptverwaltung am Hohenstaufenring.

Auf dem Campus Vogelsanger Straße ist ein modernes, energiesparendes Bildungsgebäude errichtet worden, das seit Beginn des Wintersemesters 2011/12 den Ingenieurfächern zur Verfügung steht.

In den Räumlichkeiten des Berufskollegs Bergisch Land in Wermelskirchen hat die RFH außerdem eine Außenstelle, an der seit dem Wintersemester 2007/08 der berufsbegleitende Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre angeboten wird.

Fachbereiche und Studiengänge[Bearbeiten]

Ingenieurwesen

Medien

Medizinökonomie

  • Medizinökonomie (Bachelor of Science)
  • Master Medizinökonomie (Master of Arts, Health and Medical Management)

Wirtschaft & Recht

Die Studiengänge werden jeweils in Vollzeit- und berufsbegleitender Form angeboten. Das berufsbegleitende Studium richtet sich an Studierende im Beruf, in der Ausbildung oder mit Familie; es findet in den Abendstunden nach 18:00 Uhr sowie an Samstagen statt.

Studiendauer:

  • Bachelor: als Vollzeitstudium 6 Semester, berufsbegleitend 7 bzw. 9 Semester
  • Master: je nach Studienfach und Studienform 2, 4 bzw. 5 Semester

Studiengebühren[Bearbeiten]

Bachelor of Engineering, Master of Engineering

  • keine Semestergebühr
  • 164,00 Euro AStA-Beitrag (Semesterticket)

Bachelor of Arts, Bachelor of Science, Bachelor of Laws Vollzeitstudium

  • 2.520,00 Euro Semestergebühr (Monatsrate 420,00 Euro)
  • 164,00 Euro AStA-Beitrag (Semesterticket)

Berufsbegleitend

  • 2.160,00 Euro Semestergebühr (Monatsrate 360,00 Euro)
  • 164,00 Euro AStA-Beitrag (Semesterticket)

Master of Arts, Master of Laws Vollzeitstudium

  • 2.880,00 Euro Semestergebühr (Monatsrate 480,00 Euro)
  • 164,00 Euro AStA-Beitrag (Semesterticket)

Berufsbegleitend

  • 2.340,00 Euro Semestergebühr (Monatsrate 390,00 Euro)
  • 164,00 Euro AStA-Beitrag (Semesterticket)

MBA / University of East London

  • 3.180,00 Euro Semestergebühr (Monatsrate 530,00 Euro)

Forschung und Institute[Bearbeiten]

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Institut für Medizinökonomie & Medizinische Versorgungsforschung

Aufgabe des Institutes ist die wissenschaftliche Begleitung von Studien- und Projektarbeiten, die im Rahmen des Studiengangs Medizinökonomie an der RFH verfasst werden. Zentrale Themenbereiche sind hierbei Prozess- und Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung sowie Versorgungsforschung. Das Institut arbeitet in Kooperation mit Krankenkassen, Verbänden des Gesundheitswesens und Krankenhäusern.[3]

Institut für Werkzeug- und Fertigungstechnik

Das Institut übernimmt verschiedene Forschungs- und Entwicklungsaufgaben im Bereich der Produktionstechnik. Hauptziel ist die Förderung und Stärkung des Lehrangebots durch aktive Forschung sowie die Heranführung von Nachwuchskräften an wissenschaftliche Tätigkeitsfelder. Es bietet den Studenten der RFH eine Vielzahl von Themen für Projekt- und Abschlussarbeiten, die sowohl intern als auch als Industrieprojekte durchgeführt werden können.[4]

Medizinische Werkzeuge

Das von Wilfried Saxler geleitete Forschungsprojekt arbeitet an der Entwicklung und Validierung einer Prüfmethode zur Beurteilung der Einsatzeigenschaften von mikrochirurgischen Skalpellen aus innovativer Keramik.[5]

Faseroptische Sensoren

Unter der Leitung von Ulrich Glombitza wird ein faseroptischen Hybrid-Sensorsystem entwickelt und erprobt, das an benachbarten und weit entfernten Messorten die gleichzeitige Messung von Größen wie Dehnung, Temperatur, Schwingung etc. möglich machen soll.[6]

Automatisiertes Lernen aus Fehlerinformationen (ALaF)

Ziel des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekts ist die nachhaltige Verbesserung von Softwareentwicklungsprozessen. Entwickelt wird ein Verfahren, das für die Verbesserung von Prozessen relevante Fehlermuster analysiert und sie systematisch zur Prozessverbesserung nutzbar macht.[7]

Laserdurchstrahlschweißen von Kunststoffen

Gemeinsam mit dem Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) und dem Fraunhofer Institut für Lasertechnik (ILT) arbeitet die RFH unter der Leitung von Ulrich A. Russek am Projekt „Laserdurchstrahlschweißen von Kunststoffen – Verfahrensvariantenvergleich und Prozessmodellierung zur Vereinfachung der Prozessqualifizierung und -auswahl“. Das zentrale Ziel des Forschungsvorhabens ist der systematische experimentelle, analytische und simulative Vergleich der Verfahrensvarianten Kontur-, Simultan-, Quasi-Simultan- und Globo-Schweißen sowie des Twist-Verfahrens beim Laserdurchstrahlschweißen von Kunststoffen.[8]

Elektromobilität

Die RFH wirkt als Teilverbundpartner an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundvorhaben „eProduction – Produktionsforschung zu Hochvoltspeichersystemen für die Elektromobilität“ mit. Innerhalb dieses Teilvorhabens sollen lasergestützte Verbindungstechnologien von Batteriekomponenten aus Kunststoffen und Metallen sowie das lasergestützte Markieren sämtlicher Batteriekomponenten erforscht werden.[9]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Die RFH Köln veranstaltet zahlreiche Events, wie z. B. Ringvorlesungen, den Rheinischen Kongress für Versorgungsforschung[10], den Studientag des Fachbereichs Medienwirtschaft[11], das Forum Mediendesign [12], den Europäischen Wirtschaftsjuristenkongress [13] (gefördert durch EU-Mittel) sowie das WI-Forum [14] des Studiengangs Wirtschaftsinformatik. Unter den Vortragenden sind vielfach Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Mit dabei waren u. a. Kurt Weidemann, Armin Maiwald, Peter Kloeppel, Helmut Thoma (Manager) und Hellmuth Karasek.

Alumni-Netzwerk[Bearbeiten]

Das Alumni-Netzwerk ist eine Plattform, die eine Vernetzung unter RFH-Absolventen und noch Studierenden ermöglicht. Die Absolventen bleiben auf diese Weise noch an die Hochschule angebunden und können Kontakte unter freundschaftlichem und/oder beruflichem Gesichtspunkt knüpfen und pflegen. In einem Suchportal kann gezielt nach Freunden, Geschäftskontakten, Abschlussarbeitsthemen, Jobs und Praktika gesucht werden. Ein Newsletter informiert über Veranstaltungen und wichtige Informationen der RFH.

Weiterbildung[Bearbeiten]

Neben dem regulären Studium gibt es die Möglichkeit, Zusatzqualifikationen zu erwerben. Zu jedem Fachbereich gibt es eine Vielzahl von Weiterbildungskursen.[15] Einige Kurse bilden gezielt nach Industrievorgaben aus; der erfolgreiche Kursabschluss wird dann von den entsprechenden Unternehmen (z. B. Cisco, EPLAN, Apple) zertifiziert.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Homepage Rheinische Fachhochschule Köln Meldungen vom 19. September 2013: Prof. Dr. Wilfried Saxler ist neuer RFH-Präsident, abgerufen am 22. Oktober 2013
  2. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2013/14, S. 42, abgerufen am 27. März 2014
  3. Institut für Medizinökonomie & Medizinische Versorgungsforschung
  4. Institut für Werkzeug- und Fertigungstechnik
  5. Forschungsprojekt Medizinische Werkzeuge
  6. Forschungsprojekt Faseroptische Sensoren
  7. Forschungsprojekt Automatisiertes Lernen aus Fehlerinformationen
  8. Forschungsprojekt Laserdurchstrahlschweißen von Kunststoffen
  9. Forschungsprojekt Elektromobilität
  10. 11. Rheinischer Kongress für Versorgungsforschung
  11. 12. Kölner Medienkongress 2013
  12. Forum Mediendesign 2013
  13. 4. Europäischer Wirtschaftsjuristenkongress
  14. WI-Forum
  15. [1]Weiterbildungszentrum

Weblinks[Bearbeiten]

50.9799061111116.9419Koordinaten: 50° 58′ 48″ N, 6° 56′ 31″ O