Rheinland-Pfalz

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Dieser Artikel befasst sich mit dem deutschen Land Rheinland-Pfalz; zum gleichnamigen Kriegsschiff siehe Rheinland-Pfalz (F 209).
Land Rheinland-Pfalz
Landesflagge von Rheinland-Pfalz
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Flagge
Landeswappen von Rheinland-Pfalz
Wappen
Sprache: Deutsch
Landeshauptstadt: Mainz
Fläche: 19.853,36 km²
Einwohnerzahl: 3,994 Mio. (31. Dezember 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 201 Einwohner pro km²
Arbeitslosenquote: 5,2 % (September 2014)[2]
Gründung: 1946
Staatsform: Parlamentarische Republik, teilsouveräner Gliedstaat eines Bundesstaates
Schulden: 44,607 Mrd. EUR (31. Dez. 2012)[3]
ISO 3166-2: DE-RP
Website: www.rlp.de
Politik
Regierungschefin: Maria Luise „Malu“ Dreyer (SPD)
Regierende Parteien: SPD und Grüne
Sitzverteilung im Landesparlament: SPD 42
CDU 41
Grüne 18
Letzte Wahl: 27. März 2011
Nächste Wahl: 2016
Bundesratsstimmgewicht: 4
Niederlande Belgien Frankreich Luxemburg Baden-Württemberg Hessen Nordrhein-Westfalen Saarland Landkreis Ahrweiler Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Landkreis Alzey-Worms Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Donnersbergkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Germersheim Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landkreis Mainz-Bingen Neustadt an der Weinstraße Landkreis Neuwied Rhein-Hunsrück-Kreis Rhein-Lahn-Kreis Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Südliche Weinstraße Landkreis Südwestpfalz Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel Westerwaldkreis Landkreis Mayen-Koblenz Koblenz Frankenthal (Pfalz) Kaiserslautern Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Ludwigshafen am Rhein Mainz Pirmasens Speyer Trier Worms ZweibrückenRhineland-Palatinate, administrative divisions - de - colored.svg
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Administrative Gliederung von Rheinland-Pfalz:
24 Landkreise, 12 kreisfreie Städte, 149 Verbandsgemeinden, 30 verbandsfreie Städte/Gemeinden, 2263 Ortsgemeinden

Rheinland-Pfalz (Ländercode RP, Abkürzung RP oder RLP) ist eine parlamentarische Republik und ein Land im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland. Die Landeshauptstadt ist Mainz. Rheinland-Pfalz wurde nach dem Zweiten Weltkrieg am 30. August 1946 gebildet. Hervorgegangen ist es hauptsächlich aus dem südlichen Teil der preußischen Rheinprovinz (Regierungsbezirke Koblenz und Trier), aus Rheinhessen, aus dem westlichen Teil von Nassau und aus der historischen Rheinpfalz ohne den Saarpfalz-Kreis.

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Rheinland-Pfalz umfasst im Norden vom Rheinischen Schiefergebirge den südlichen Teil der Eifel, den Hunsrück, den westlichen Westerwald, das südwestliche Siegerland und den nordwestlichen Teil des Taunus sowie im südlichen Bereich das Mainzer Becken, das Rheinhessische Hügelland, das Nordpfälzer Bergland, die Westpfälzische Moorniederung, die Westricher Hochfläche, den Pfälzerwald und einen Teil der Oberrheinischen Tiefebene. Es grenzt im Norden an Nordrhein-Westfalen, im Osten an Hessen und Baden-Württemberg, im Süden an die französische Region Elsass sowie als Teil der Großregion im Süden an Lothringen und das Saarland, und im Westen an die luxemburgischen Distrikte Grevenmacher und Diekirch sowie an die belgische Region Wallonien. Rheinland-Pfalz ist das Bundesland mit der größten linksrheinischen Fläche.

Landschaft[Bearbeiten]

Rheinland-Pfalz gehört zu den waldreichsten Ländern in Deutschland, da die Wälder hier rund 42 Prozent der Landesfläche bedecken.[4].

Flüsse und Seen[Bearbeiten]

Durch Rheinland-Pfalz fließen die Bundeswasserstraßen Rhein, Mosel, Saar und Lahn. Weitere bedeutende Fließgewässer sind Nahe, Sauer, Our, Glan und Sieg als Gewässer I. Ordnung. Wegen ihrer wasserwirtschaftlichen Bedeutung sind weitere Wasserläufe als Gewässer II. Ordnung verzeichnet. Es sind dies Waldlauter, Wieslauter, Wiesbach, Otterbach, Erlenbach, Michelsbach, Pfrimm, Hahnenbach, Simmerbach, Guldenbach, Ellerbach, Ahr, Irsen, Gaybach, Prüm, Enz, Nims, Leukbach, Schwarzbach, Rodalbe, Wallhalbe, Hornbach, Felsalbe, Ruwer, Riveris, Kyll, Oosbach, Salm, Kailbach, Dhron, Kleine Dhron, Lieser, Kleine Kyll, Alf, Üßbach, Flaumbach, Elzbach, Wied, Selz, Nister und Aar. Die restlichen fließenden Gewässer in Rheinland-Pfalz gehören der III. Ordnung an. Der größte See ist der Laacher See, der Kratersee eines schlafenden Vulkans. Weitere größere Seen in der Eifel, die als Maare aus Vulkanen entstanden sind: Meerfelder Maar, Gemündener Maar, Weinfelder Maar, Schalkenmehrener Maar und Pulvermaar.

Berge[Bearbeiten]

Geologie[Bearbeiten]

Der Geysir Andernach ist der weltweit höchste Kaltwassergeysir

Aktiver Vulkanismus ist zwar nicht bekannt, dennoch findet sich in einigen Gebieten vulkanisches Gestein aus früherer Aktivität, insbesondere in der Vulkaneifel, aber auch am Pechsteinkopf in der Haardt. Der Laacher See, der größte See in Rheinland-Pfalz, ist der Kratersee eines alten Vulkans, bei dem sich die Experten bis heute streiten, ob er wirklich ganz erloschen ist. In der Vulkaneifel finden sich weitere Maare sowie Kohlenstoffdioxidquellen, die mit dem Geysir Andernach den höchsten Kaltwassergeysir der Welt ermöglichen. Unter dem Dach des anerkannten nationalen Geoparks Vulkanland Eifel erläutern drei eingerichtete Geoparks die Geologie der Region und die vulkanischen Aktivitäten der Vergangenheit der Öffentlichkeit. Erdbeben mit schweren Folgen kommen praktisch nicht vor, doch werden der Rheingraben und das Neuwieder Becken als mäßig gefährdete Erdbebenzone eingestuft.

Regionen[Bearbeiten]

Das Land Rheinland-Pfalz gliedert sich in die folgenden Regionen: im Norden der Westerwald und der südwestliche Teil des Siegerlandes, im Westen die Eifel, in der Mitte der Hunsrück, Mosel-Saar – welche Eifel und Hunsrück voneinander trennt, im Osten der Taunus und Rheinhessen sowie im Süden die Pfalz. Dabei bilden die Gebiete Neuwieder Becken, Rhein-Main-Gebiet und Rhein-Neckar-Dreieck besondere Ballungsgebiete, die beiden letzten mit Verbindung zu den benachbarten Bundesländern.

 Commons: Klimadiagramme – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Geschichte[Bearbeiten]

Ministerpräsident Peter Altmeier auf der Rittersturz-Konferenz 1948
Das Peter-Altmeier-Denkmal in Koblenz

Entstehung[Bearbeiten]

Das heutige Rheinland-Pfalz war nach dem Zweiten Weltkrieg Teil der französischen Besatzungszone und entstand aus der ehemals bayerischen Pfalz, aus den Regierungsbezirken Koblenz und Trier der ehemaligen preußischen Rheinprovinz, aus den linksrheinischen Teilen der ehemals zum Volksstaat Hessen gehörigen Provinz Rheinhessen, aus Teilen der preußischen Provinz Hessen-Nassau (Montabaur) und aus dem ehemals oldenburgischen Gebiet um Birkenfeld (Fürstentum Birkenfeld).

Am 10. Juli 1945 ging die Besatzungshoheit im Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz von den Amerikanern auf die Franzosen über. Diese gliederten das Gebiet zunächst provisorisch in zwei „Oberpräsidien“, Rheinland-Hessen-Nassau (für die bislang preußischen Regierungsbezirke bzw. Gebiete Koblenz, Trier und Montabaur) und Hessen-Pfalz (für die bisher bayerische Pfalz und das zuvor hessen-darmstädtische Rheinhessen). Die Errichtung des Landes Rheinland-Pfalz wurde am 30. August 1946 als letztes Land in den westlichen Besatzungszonen durch die Verordnung Nr. 57 der französischen Militärregierung unter General Marie-Pierre Kœnig angeordnet, wodurch historisch und wirtschaftlich zusammengehörige Gebiete (Koblenz-Bonn, Rhein-Main) der ehemaligen preußischen Rheinprovinz und anderer Territorien getrennt wurden. Der Name Rheinland-Pfalz wurde erst später festgelegt. Die französische Regierung wollte sich ursprünglich die Möglichkeit offenlassen, nach der Umwandlung des Saarlandes in ein Protektorat noch weitere linksrheinische Gebiete zu annektieren. Als Amerikaner und Briten jedoch mit der Bildung deutscher Länder vorangegangen waren, gerieten die Franzosen zunehmend unter Druck und folgten schließlich mit den Ländern Baden und Rheinland-Pfalz dem Beispiel der übrigen Westalliierten. Eine Anbindung des Saarlandes an Rheinland-Pfalz untersagte die französische Militärregierung jedoch. Mainz wurde in der Verordnung als Hauptstadt bestimmt. Da Mainz zu diesem Zeitpunkt wegen Kriegsschäden und Zerstörungen nicht über ausreichend Verwaltungsgebäude verfügte, wurden der Sitz von Landesregierung und Landtag in Koblenz eingerichtet. Mainz war durch die Luftangriffe der letzten Kriegsmonate zu etwa 80 % zerstört worden. Es war dementsprechend unmöglich, hier sofort die notwendigen Dienstgebäude für Verwaltung, Parlament und Regierung bereitzustellen. Darüber hinaus befanden sich die Verwaltungszentren der bisherigen Nachkriegsorganisation in Neustadt und in Koblenz. In Koblenz standen auch noch zahlreiche Räumlichkeiten der ehemaligen preußischen Verwaltung zur Verfügung, weshalb in Übereinstimmung mit der Besatzungsmacht die Landesregierung ihren Sitz in Koblenz einrichtete.[5] Auch der französische Landeskommissar, General Claude Hettier de Boislambert, richtete seinen Amtssitz in Koblenz ein und residierte in Schloss Bassenheim. Die Versammlungen zur Gründung des neuen Landes wurden daher in Koblenz abgehalten. Am 22. November 1946 fand im Koblenzer Theater die konstituierende Sitzung der Beratenden Landesversammlung statt, in der ein Verfassungsentwurf erarbeitet wurde. Zuvor hatte es kommunale Wahlen gegeben. Wilhelm Boden wurde nach kurzer Amtszeit als Oberregierungspräsident von Rheinland-Hessen-Nassau am 2. Dezember von den französischen Besatzungsbehörden zum provisorischen Ministerpräsidenten des neugebildeten Landes Rheinland-Pfalz ernannt.

Anfangsjahre[Bearbeiten]

Adolf Süsterhenn legte der Beratenden Landesversammlung einen Verfassungsentwurf vor, der nach mehreren Verhandlungen am 25. April 1947 in namentlicher Schlussabstimmung mit der absoluten Mehrheit der CDU und gegen die Stimmen von SPD und KPD verabschiedet wurde. Dazu war es unter anderem deshalb gekommen, weil der Verfassungsentwurf deutlich an Staatstheorien des politischen Katholizismus angelehnt war und unter anderem nach Konfessionen getrennte Schulen vorsah. Am 18. Mai 1947 wurde die Verfassung für Rheinland-Pfalz in einer Volksabstimmung durch 53 Prozent der Wahlberechtigten angenommen. Während der katholische Norden und Westen des neuen Landes die Verfassung mehrheitlich annahm, wurde sie in Rheinhessen und der Pfalz von der Mehrheit abgelehnt. Am gleichen Termin fand auch die erste Wahl zum rheinland-pfälzischen Landtag statt. Die konstituierende Sitzung erfolgte am 4. Juni 1947 im großen Rathaussaal von Koblenz. Wilhelm Boden wurde hier zum ersten Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz gewählt. Schon einen Monat später folgte ihm Peter Altmeier in diesem Amt.

Alle Verfassungsorgane (Landesregierung, Landtag und Verfassungsgerichtshof) richteten ihren provisorischen Sitz in Koblenz ein. In der Folgezeit begann ein Tauziehen zwischen Koblenz und Mainz, die beide ihre Eignung als Landeshauptstadt in der öffentlichen Diskussion hervorhoben, denn für beide Städte stand viel auf dem Spiel. Ministerpräsident Altmeier setzte sich von Anfang an für Mainz als Hauptstadt ein, weil er sich im Klaren war, dass der Süden des Landes, vor allem die Pfalz, nur Mainz als Landesmetropole akzeptieren würde. Der rheinland-pfälzische Landtag beschloss daher am 16. Mai 1950, nach Aufhebung der Verordnung Nr. 57, die Verlegung des Landtages und der Landesregierung von Koblenz nach Mainz.[6][7] In Koblenz verblieben aber nach Umzug der Landesregierung und des Landtages an Mainz viele Landesbehörden und Gerichte, so beispielsweise der Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, das Oberlandesgericht und das Landeshauptarchiv Koblenz. Als Ausgleich wurde außerdem 1952 das Bundesarchiv und die Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz angesiedelt.

Konsolidierung[Bearbeiten]

Ein Gemeinschaftsgefühl entwickelte sich nur sehr zögerlich im „Land aus der Retorte“, das weitgehend ohne Rücksicht auf historisch gewachsene Zugehörigkeiten der Einwohner entstanden war. Ihm wurden wenige Überlebenschancen eingeräumt, zumal es kaum größere industrielle Zentren gab. Einen gewissen Wirtschaftsaufschwung zog die Ansiedlung zahlreicher Militärstützpunkte, sowohl der Alliierten als auch der Bundeswehr, nach sich. 1956 fanden aufgrund von Artikel 29 GG in den damaligen Regierungsbezirken Koblenz, Trier, Montabaur, Rheinhessen und Pfalz Volksbegehren statt, bei denen es um die Angliederung der betreffenden Regionen an Nordrhein-Westfalen, Hessen bzw. Bayern und Baden-Württemberg ging. Alle Volksbegehren außer denen im Regierungsbezirk Pfalz erhielten die erforderliche Mehrheit; doch bis zur endgültigen Durchführung der dadurch notwendigen Volksentscheide zogen fast 20 Jahre ins Land. Bei der Abstimmung vom 19. Januar 1975 wurde in keiner der betroffenen Regionen eine Mehrheit für eine Umgliederung (und auch nicht das notwendige Quorum von 25 Prozent der Stimmberechtigten) erreicht. Damit wurde der Schlussstrich unter eine jahrzehntelange Diskussion gezogen. Lediglich der AKK-Konflikt beschäftigt die Politik bis heute.

Kulturdenkmäler[Bearbeiten]

Das junge Rheinland-Pfalz ist mit seiner über 2000 Jahre alten Geschichte reich an kulturellen Schätzen. Zahlreiche Städte im Land gehen auf eine römische Gründung zurück. So hinterließen die Römer einige bedeutende Bauten und eine Vielzahl archäologisch nachgewiesener Relikte. Im Mittelalter waren es deutsche Könige und Kaiser, Erzbischöfe und Kurfürsten sowie zahlreiche andere auf dem Gebiet des heutigen Landes herrschende Reichsstände, die eine Vielzahl von historisch bedeutenden Bauwerken hinterließen. Auch Besatzungsmächte wie Schweden (im Dreißigjährigen Krieg) und Frankreich (mehrfach zwischen 1688 und 1930) und nach dem Untergang des Heiligen Römischen Reichs die Staaten Preußen, Hessen, Bayern sowie kleinere Territorien hinterließen ihre Spuren.

Bodendenkmäler, Kirchen und profane Bauwerke[Bearbeiten]

Der Goloring bei Wolken ist ein vorgeschichtliches Erdwerk und eingetragenes Bodendenkmal. Das Eifel-Stonehenge gilt als eine der bedeutendsten Anlagen in Rheinland-Pfalz. Auch auf dem Donnersberg existiert noch ein keltischer Ringwall, der teilweise restauriert wurde.

Zahlreiche Bauwerke zeugen noch heute von der kulturellen Pracht aus römischer Zeit. Insbesondere in den alten römischen Provinzhauptstädten Trier (Augusta Treverorum) und Mainz (Mogontiacum) ist eine Vielzahl römischer Bauwerke erhalten geblieben. In Trier sind dies die Porta Nigra, das Amphitheater, die Kaiserthermen, die Konstantinbasilika sowie als älteste erhaltene Brücke in Deutschland die Römerbrücke. Am Rhein kann Mainz noch ein Römisches Theater, Teile eines römischen Aquädukts (die so genannten Römersteine), Reste der römischen Stadtbefestigung, die Reste eines Heiligtum der Isis und Mater Magna sowie mehrere römische Denkmäler, im Rhein geborgene Römerschiffe und eine Vielzahl anderer Funde vorweisen. Daneben finden sich in zahlreichen weiteren Städten Überreste römischer Baukunst, die meistenteils mit der Zeit verfallen oder überbaut worden sind. Dazu zählen beispielsweise die Igeler Säule, ein oberirdisch erhaltenes römisches Grabmal, sowie der Limes.

Nach der Christianisierung am Ende der römischen Zeit und während der Frankenherrschaft entwickelten sich im Land die Territorialherrschaften der Erzbischöfe und späteren Kurfürsten von Kurtrier, Kurmainz und Kurköln neben der weltlichen Herrschaft der Kurpfalz. Das gesamte Mittelalter war vom Bau großzügig angelegter Kirchenbauten gekennzeichnet. In Trier entstand mit dem Bau des Trierer Doms die älteste Bischofskirche Deutschlands. Anderenorts errichteten die römisch-deutschen Kaiser oder die Erzbischöfe prächtige Kirchen des hohen Mittelalters. Die drei Kaiserdome zu Mainz, Speyer und Worms sind epochale Werke der Architekturgeschichte. Auch die romanischen Bauten der Abtei Maria Laach und der Basilika St. Kastor in Koblenz sind herausragende Bauten ihrer Zeit. Die Liebfrauenkirche in Trier ist einer der ersten gotischen Bauten auf deutschem Boden. Auch die Oppenheimer Katharinenkirche zählt zu den bedeutenden gotischen Sakralbauten im heutigen Rheinland-Pfalz. Einmalig in Deutschland ist die in den Jahren 1482 bis 1484 in Idar-Oberstein erbaute Felsenkirche.

Daneben befinden sich in Rheinland-Pfalz mittelalterliche Profanbauwerke: In Bingen überquert mit der Drususbrücke die älteste Steinbrücke des Mittelalters in Deutschland die Nahe, und in Koblenz ist die Balduinbrücke über die Mosel erhalten.

Auch aus dem Barock gibt es in Rheinland-Pfalz eine Vielzahl von Sakral- und Profanbauten. Die damaligen Metropolen Mainz und Trier verfügen heute noch über einen Bestand barocker Bauten. Gerade Mainz hatte bis zum Zweiten Weltkrieg den Ruf einer „Barockstadt“: die Westgruppe des Mainzer Domes war von Franz Ignaz Michael Neumann barock überbaut; neben der Augustinerkirche, der Peterskirche und der Ignazkirche gibt es in Mainz mehrere barocke Ordensniederlassungen, Profanbauten und Adelshöfe; viele andere zu ihrer Zeit als herausragend bekannte Bauten wie die Jesuitenkirche, die Domdechanei und das Schloss Favorite sind untergegangen. In Trier stammt die Innenausstattung von St. Paulin von Balthasar Neumann; Kurfürstliches Palais, Schloss Monaise und das Quinter Schloss sind Beispiele für barocke Profanbauten in Trier. Auch in den (damaligen) Bischofssitzen Speyer und Worms und in Koblenz als Residenz der Trierer Erzbischöfe sowie in zahlreichen anderen Orten haben sich Barockbauten erhalten.

In der Zeit der Romantik wurden insbesondere im Mittelrheintal historisierende Gebäude in mittelalterlichen Formen errichtet: Bei Bingen steht der Binger Mäuseturm, ein ehemaliger Wehr- und Wachturm; in Rhens erinnert der Königsstuhl an die an dieser Stelle häufig durchgeführten Verhandlungen der Kurfürsten zu den Wahlen der römisch-deutschen Könige.

In Trier wurde 1818 Karl Marx geboren. Ein Museum, das Karl-Marx-Haus, berichtet über sein Leben und sein Werk. Ab dem 19. Jahrhundert gehörte das Rheinland zu Preußen. Nach dem Tode Kaiser Wilhelms I. errichtete die preußische Provinzialverwaltung in Koblenz das monumentale Reiterdenkmal am Deutschen Eck, direkt an der Mündung der Mosel in den Rhein gelegen.

Burgen, Schlösser und Festungen[Bearbeiten]

Wegen der großen Anzahl wird hier nur auf eine Auswahl von wichtigen Burgen, Schlössern und Festungen in Rheinland-Pfalz eingegangen. Weitere sind in der Liste der Burgen, Festungen und Schlösser in Rheinland-Pfalz zu finden.

Die heutigen Bestandteile des Landes Rheinland-Pfalz hatten vormals über tausend Jahre lang einer Vielzahl von weltlichen und geistlichen Landesherren gehört, z. B. den einflussreichen Kurfürsten von der Pfalz, von Mainz, von Köln und von Trier (die drei letztgenannten waren zugleich auch Erzbischöfe) oder auch Rittern, denen eine geringere Bedeutung zukam und deren – anfangs nicht erblicher – Stand sich aus dem Lehnswesen entwickelte. Heiraten und Erbteilungen hatten zu immer weiteren Umschichtungen und Zersplitterungen beigetragen, so dass ein wahrhafter Flickenteppich von Herrschaftsbereichen entstanden war.

Jeder Landesherr, der etwas auf sich hielt, also auch der kleinste, war bestrebt, zumindest mit einem Bauwerk auf seine Bedeutung hinzuweisen, sei es mit einer Burg, einer Festung oder einem Schloss. So sind vor allem die Ränder der Mittelgebirge (Eifel, Haardt) und der Flusstäler (Mittelrhein, Mosel) von Burgen oder Festungen gesäumt, das Massiv des Donnersberges im Nordpfälzer Bergland war gar von fünf Burgen umringt, und in den größeren Städten wie Mainz, Koblenz und Trier fallen besonders die prunkvollen Schlösser und Paläste auf.

Zwar hatten die großen Kriege (Bauernkrieg, Dreißigjähriger Krieg, Pfälzischer Erbfolgekrieg, Napoleonische Kriege) immer wieder Zerstörungen angerichtet, doch aus den Trümmern geschleifter Burgen oder niedergebrannter Schlösser waren häufig Nachfolgebauten erstanden, welche die untergegangenen an Pracht noch übertrafen. Und auch die Schäden, die – vor allem in Städten – durch die Beschießungen und Bombardements der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts verursacht wurden, sind mittlerweile weitgehend beseitigt.

Mittelrhein[Bearbeiten]

Das Mittelrheintal ist seit 200 Jahren Anziehungspunkt für Touristen und heute Heimat von rund 450.000 Menschen. Die Landschaft weist einen außergewöhnlichen Reichtum an kulturellen Zeugnissen auf. Seine besondere Erscheinung verdankt das Mittelrheintal einerseits der natürlichen Ausformung der Flusslandschaft, andererseits der Gestaltung durch den Menschen. Seit zwei Jahrtausenden ist es einer der wichtigsten Verkehrswege für den kulturellen Austausch zwischen der Mittelmeerregion und dem Norden Europas. Im Herzen Europas gelegen, mal Grenze, mal Brücke der Kulturen, spiegelt das Tal die Geschichte des Abendlandes exemplarisch wider. Mit seinen hochrangigen Baudenkmälern, den rebenbesetzten Hängen, seinen auf schmalen Uferleisten zusammengedrängten Siedlungen und den auf Felsvorsprüngen aufgereihten Höhenburgen gilt es als Inbegriff der romantischen Rheinlandschaft. Nicht zuletzt inspirierte es Heinrich Heine zur Dichtung seines Loreleylieds.

Die herausragendsten Burgen sind die Marksburg als einzig unzerstörte Burg im Mittelrheintal, die Burg Pfalzgrafenstein, sie liegt auf einer Felsinsel inmitten des Rheins, sowie Burg Rheinfels, die im Laufe der Zeit zu einer Festung ausgebaut wurde. Das Schloss Stolzenfels steht wie kein anderes Schloss als Synonym für die Rheinromantik, die sich nicht nur auf die Rezeption vorhandener Bauten beschränkte, sondern auch zu Restaurationen und Neubauten anregte. In Koblenz war das Kurfürstliche Schloss die letzte Residenz des Kurfürsten von Trier, bis französische Revolutionstruppen den Kurstaat zerschlugen. Die mächtigste Festung in Rheinland-Pfalz, die Festung Koblenz, wurde im 19. Jahrhundert von den Preußen erbaut. Als Teil des Befestigungssystems thront bis heute die Festung Ehrenbreitstein über dem Rheintal.

Mosel/Eifel[Bearbeiten]

Auch das Flusstal der Mosel ist gespickt mit Höhenburgen. Zu nennen sind hier besonders die Reichsburg Cochem sowie die Burg Thurant mit ihren beiden Bergfrieden. Mithilfe der Festung Mont Royal wollte Frankreich seine Interessen in der Region sichern. Aber bereits im Jahr ihrer Fertigstellung wurde sie wieder abgerissen. Verlässt man das Tal Richtung Norden in die Eifel, so gelangt man zur Burg Eltz bei Münstermaifeld. Die Burg, in einem kleinen Flusstal gelegen, gilt vielen als die schönste Burg Deutschlands. Einst zierte sie den 500 DM-Schein der dritten Serie der Deutschen Mark. Ähnlich wie Schloss Bürresheim und Burg Lissingen zählt sie zu den ganz wenigen Burgen, die nie zerstört worden sind. In Mayen mit seiner noch vorhandenen mittelalterlichen Stadtbefestigung erhebt sich die Genovevaburg und unweit der Stadt liegt mit dem Schloss Bürresheim ein niemals erobertes oder verwüstetes Juwel. Weitere bedeutsame Burgen in der Eifel waren die Neuerburg, die Burg Schönecken und die beiden Manderscheider Burgen.

Hunsrück[Bearbeiten]

Auf den Höhen des Hunsrücks sind zahlreiche Burgen, zumeist als Ruinen, zu finden. Einige Burgen sind teilweise wiederaufgebaut und somit Besuchern zugänglich geworden. Nennenswert sind die Burg Kastellaun, die Burg Balduinseck, die Schmidtburg, die Burg Waldeck, die Ehrenburg und die Burg Baldenau eine der wenigen Wasserburgen im Hunsrück. Bedeutende Schlösser sind das bewohnte Schloss Gemünden sowie das Schloss Simmern. Relativ wenig Überreste sind von den älteren Burgen zu finden, die zum Teil aus keltischen Ursprung stammen: die Altburg bei Bundenbach, die Alteburg im Soonwald, die Burg Koppenstein, die Wildenburg und der Ringkopf.

Rheinhessen[Bearbeiten]

Im 17. Jahrhundert wurde Mainz stark befestigt. Die dazugehörende Mainzer Zitadelle, der wichtigste Überrest der Festungszeit, gilt als bedeutendstes historisches Bauwerk der Stadt neben dem Mainzer Dom. Die Kurfürsten von Mainz residierten im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz. Die Ingelheimer Kaiserpfalz aus dem 8. Jahrhundert war Aufenthaltsort und Regierungssitz fränkischer Kaiser und Könige. Das Alzeyer Schloss ist aus einer 1118 fertiggestellten staufischen Reichsburg hervorgegangen und wurde im 16. Jahrhundert zum Schloss ausgebaut.

Pfalz[Bearbeiten]

Gegen 2000 Jahre älter als die viel berühmteren Burgen der Pfalz sind eindrucksvolle keltische Befestigungen, z. B. auf dem Donnersberg der Keltenwall oder auf der Haardt die Heidenmauer, eine 26 ha große Siedlung. Im Mittelalter, mit der Zunahme des Einflusses des Fürstengeschlechts der Salier, entstand dann auf dem Gebiet der heutigen Pfalz eines der Machtzentren auf deutschem Boden, was sich auch in der Kurwürde manifestierte. Eine der bedeutendsten Burgen war die Reichsburg Trifels; hier wurden einst die Reichskleinodien verwahrt, und der englische König Richard Löwenherz war der wohl berühmteste Gefangene. Geschichte geschrieben haben jedoch auch die Burgen der Leininger Grafen entlang der Nordhälfte der Deutschen Weinstraße oder der heute noch bewohnte Berwartstein des angeblichen Raubritters „Hans Trapp“. Und auf seiner belagerten Burg Nanstein starb 1523 der „letzte Ritter“ Franz von Sickingen an einer schweren Verwundung. In der späteren Geschichte war das Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße Schauplatz des Hambacher Festes und gilt seither als Symbol der deutschen Demokratiebewegung.

UNESCO-Welterbe in Rheinland-Pfalz[Bearbeiten]

Bislang wurden vier rheinland-pfälzische Sehenswürdigkeiten bzw. Ensembles in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen:

Rheinland-Pfalz hat im Sommer 2012 bei der Konferenz der Kultusminister für drei weitere Kulturerbe die Aufnahme in die deutsche Vorschlagsliste beantragt[8]:

  • die drei rheinischen Kaiserdome von Mainz, Speyer und Worms – der bestehende Welterbestatus für den Speyrer Dom soll auf das Gesamtensemble der drei Dome ausgeweitet werden (Bereits 1981 hatte der Internationale Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) in seiner Stellungnahme für das Welterbe-Anerkennungsverfahren für den Speyerer Dom die drei Dome als „Hauptwerke der romanischen Baukunst in Deutschland“ bezeichnet).
  • das Erbe der SCHUM-Städte, der drei rheinischen jüdischen Zentren Schpira (Speyer), Warmaisa (Worms) und Magenza (Mainz);
  • die Sayner Hütte in Bendorf.

Kultur[Bearbeiten]

Als Bestandteil der Großregion nimmt Rheinland-Pfalz am Programm Kulturhauptstadt Europas 2007 teil. Rheinland-Pfalz hat in Dijon, der Partnerstadt von Mainz, eine ständige kulturelle Vertretung, das Haus Rheinland-Pfalz, das den kulturellen und wirtschaftlichen Austausch zwischen Burgund und Rheinland-Pfalz fördert.

Theater[Bearbeiten]

In Rheinland-Pfalz gibt es fünf größere Theater. Im Einzelnen sind dies das Staatstheater Mainz und drei Stadttheater, nämlich das Theater im Pfalzbau Ludwigshafen, das Theater Koblenz und das Stadttheater Trier. Das Pfalztheater Kaiserslautern wird vom Bezirksverband Pfalz getragen und nimmt daher eine Sonderstellung zwischen dem Staatstheater des Landes und den Stadttheatern ein. Mit seinem Jahresetat von 18,2 Millionen Euro (2008) ist es finanziell besser ausgestattet, als die städtischen Bühnen des Landes oder das Staatstheater Saarbrücken im benachbarten Saarland. Daneben arbeiten viele mittelgroße und zahllose kleine Bühnen bis hin zum reinen Amateurtheater.

Film[Bearbeiten]

Im Jahr 2001 wurde mit FILMZ, das erste Langfilmfestival in Rheinland-Pfalz ins Leben gerufen. Die fünftägige Veranstaltung findet alljährlich um das Adventswochenende in der Landeshauptstadt Mainz statt.

2005 erhielt auch die Stadt Ludwigshafen ein eigenes Filmfestival, das aus einer Initiative des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg hervorging. Das Festival des deutschen Films wird allsommerlich auf der Ludwigshafener Parkinsel in zwei Kinozelten veranstaltet.

Das Hachenburger Filmfest des Neuen Deutschen Films fand 2009 zum dritten Mal statt.

Museen[Bearbeiten]

Rosenmontagszug: Typisch Mainzer Schwellkopp
Rhein in Flammen 2011 in Koblenz

Die Landesmuseen von Rheinland-Pfalz befinden sich in Mainz, Trier und Koblenz. Das Landesmuseum Mainz, eines der ältesten Museen in Deutschland, beheimatet die bedeutendste kunst- und kulturgeschichtliche Sammlung des Landes, das Rheinische Landesmuseum in Trier zeigt in seinen Abteilungen die Kunst der Renaissance und des Barock sowie das römische Trier und das Landesmuseum Koblenz auf der Festung Ehrenbreitstein versteht sich als technisches Museum mit zusätzlichen Abteilungen zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Region.

Weitere bedeutende Museen sind das Mittelrhein-Museum und die Wehrtechnische Studiensammlung in Koblenz; das Römisch-Germanische Zentralmuseum und Gutenberg-Museum in Mainz; das Historische Museum der Pfalz und das Technik Museum in Speyer sowie das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen.

Die beiden großen Freilichtmuseen des Landes sind das Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof und das Rheinland-Pfälzische Freilichtmuseum Bad Sobernheim. Die Bergbaugeschichte des Landes wird in derzeit (2009) in 14 Besucherbergwerken und mehreren montanhistorischen Freilichtmuseen dokumentiert.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Festspiele und Festivals:

Besonders im Rheinland zählt außerdem der Straßenkarneval zum traditionellen Brauchtum. Bedeutend ist die Mainzer Fastnacht mit dem größten Rosenmontagszug des Landes; aber auch in anderen Städten wird der Karneval gefeiert, so beispielsweise beim Trierer Karneval, Koblenzer Karneval oder in Ludwigshafen.

Am Mittelrhein findet jährlich an verschiedenen Orten das Feuerwerk Rhein in Flammen statt. Dabei fahren Personenschiffe im Konvoi den Rhein entlang und ermöglichen so einen Blick auf die von verschiedenen Burgen gezündeten Feuerwerke. Das größte Feuerwerksspektakel im Rahmen von Rhein in Flammen wird alljährlich am zweiten Samstag im August von der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz abgeschossen und von hunderttausenden Zuschauern verfolgt.

Gartenschau[Bearbeiten]

BUGA 2011: Landschaftspark vor der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz mit Blick auf die Bergstation der Rheinseilbahn

Im Jahr 2011 fand in der Stadt Koblenz die Bundesgartenschau 2011 statt, die erste Bundesgartenschau in Rheinland-Pfalz. Nach Verlautbarung der Landesregierung war sie die größte Veranstaltung in der Geschichte von Rheinland-Pfalz. Mit einer erreichten Besucherzahl von über 3,5 Millionen Menschen war sie die erfolgreichste Bundesgartenschau seit Einführung des elektronischen Zählsystems im Jahr 1997.

Die erste rheinland-pfälzische Landesgartenschau fand im Jahr 2000 in Kaiserslautern statt. Im Jahr 2004 wurde die Ausrichtung der Landesgartenschau durch die Stadt Trier übernommen, danach folgte 2008 die Stadt Bingen. Die nächste Landesgartenschau wird im Jahr 2015 durch die Stadt Landau ausgerichtet werden. Diese sollte eigentlich bereits 2014 stattfinden, musste jedoch aufgrund mehrerer Bombenfunde auf dem Gelände verschoben werden.[9]

Parks[Bearbeiten]

Das Kaiserin-Augusta-Denkmal in den Rheinanlagen von Koblenz

Die spätere deutsche Kaiserin Augusta ließ ab 1856 in Koblenz die Rheinanlagen als Park gestalten. Sie war auch Gönnerin des katholischen Pfarrers Kraus und unterstützte seine Bestrebungen, die heute nach ihm benannten Pfarrer-Kraus-Anlagen, eine Landschaftsbilderbibel, zu schaffen.

Mit dem Barfußpark bei Bad Sobernheim wurde 1992 eine neuartige und beliebte Freizeiteinrichtung entwickelt. Diese fand an vielen Orten des deutschsprachigen Raums Nachahmung.

In Rheinland-Pfalz befinden sich folgende Natur-, Freizeit- und Tierparks:

Hochschulen[Bearbeiten]

Die Gutenberg-Statue auf dem Campus (Forum) der Johannes Gutenberg–Universität Mainz
Universität Trier

Zur Bildungslandschaft in Rheinland-Pfalz gehören sechs Universitäten, elf Fachhochschulen und die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer

Küche[Bearbeiten]

Die Küche in Rheinland-Pfalz wird durch die milden Temperaturen an Rhein und Mosel bestimmt. Wichtiger Exportartikel ist der Wein aus der Pfalz, aus Rheinhessen, vom Mittelrhein, aus dem Nahe- und dem Ahrtal sowie aus dem Weinbaugebiet Mosel. Bekannte Nahrungsmittel sind der Pfälzer Saumagen, Weck, Worscht un Woi, Lewwerknepp, Spundekäs und Handkäs (Mainzer Käse). Im gesamten nördlichen Landesteil, besonders aber um Idar-Oberstein, ist der Spießbraten verbreitet, im Birkenfelder Land gilt Kartoffelwurst (Grumbierewurscht) als Spezialität. Im Hunsrück, aber auch darüber hinaus, werden gerne gefüllte Klöße (Kartoffelklöße je nach Region gefüllt mit Hackfleisch, Leberwurst o. ä.) gegessen. Im Grenzgebiet zu Frankreich sind außerdem Gerichte wie Flammkuchen oder Zwiebelkuchen populär. Im Norden von Rheinland-Pfalz sind Kröbbelsche (auch Kartoffelpuffer oder Reibekuchen genannt) und Döppekooche (Kartoffelbreiauflauf mit Mettwurst oder Speck) und auch rheinischer Sauerbraten beliebt. In der Region Trier gibt es Terdisch (Sauerkraut mit Kartoffelstampf). Beliebt ist auch die Kombination von Eintopf und Pflaumenkuchen.

Weinhauptstadt Mainz/Rheinhessen[Bearbeiten]

Seit Mai 2008 sind Mainz und Rheinhessen Mitglied im Great Wine Capitals Global Network (GWC),[10] einem Zusammenschluss der bekanntesten Weinbaustädte weltweit. Neben Mainz befinden sich in diesem Verbund Städte und Regionen wie Bilbao: Rioja, Bordeaux: Bordeaux (Weinbaugebiet), Florenz: Toskana, Kapstadt: Cape-Winelands, Mendoza: Mendoza, Melbourne/Region Melbourne, Porto: Dourotal sowie San Francisco: Napa Valley.

Orden, Ehrenzeichen und Ehrenbürgerschaft[Bearbeiten]

Das Land Rheinland-Pfalz vergibt folgende Orden und Ehrenzeichen:

Darüber hinaus werden in Rheinland-Pfalz verliehen:

Politik[Bearbeiten]

Der Landtag

Bis 1991 war die CDU in Rheinland-Pfalz, das ein strukturell eher ländlich-kleinstädtisch geprägtes Bundesland ist und einen hohen Anteil an Mitgliedern christlicher Kirchen, vor allem Katholiken, aufweist, die dominierende Partei; von 1971 bis 1987 regierte sie dort mit absoluter Mehrheit. 1991 erreichte die SPD erstmals die Mehrheit der Stimmen bei einer Landtagswahl, Rudolf Scharping wurde daraufhin Ministerpräsident einer Koalition aus SPD und FDP. Beflügelt wurde dieser Wahlsieg zum einen durch die bundespolitische Situation; so hatte Bundeskanzler Helmut Kohl im Wahlkampf bei der wenige Monate zuvor stattgefundenen Bundestagswahl 1990 verkündet, die deutsche Einheit solle ohne Steuererhöhung finanziert werden. Die Verärgerung über das gebrochene Wahlversprechen schlug sich entsprechend im Wahlergebnis nieder. Zum anderen war die seit einigen Jahren anhaltende Zerstrittenheit der rheinland-pfälzischen CDU ein maßgeblicher Faktor gewesen.

Seither ist die SPD bei allen Landtagswahlen als stärkste Partei hervorgegangen, was vor allem Kurt Beck zugeschrieben wird, der 1994 Scharping ablöste. 2006 erhielt sie erstmals die absolute Mehrheit der Parlamentssitze. Dass die derzeitige Dominanz der SPD auf Landesebene vor allem Beck zu verdanken ist, wird daran deutlich, dass bei Europa-, Bundestags- und Kommunalwahlen der letzten zwanzig Jahre meistens weiterhin die CDU als stärkste Partei hervorging.

Die FDP wurde nur bei den Wahlen 1983 und 2011 nicht in den Landtag gewählt. In allen anderen Wahlperioden war sie stets als drittstärkste Fraktion im Landtag vertreten. Die Grünen hatten aufgrund der überwiegend sehr ländlichen Struktur in diesem Bundesland lange einen schweren Stand. Während sie 2001 noch knapp den Einzug in den Landtag schafften, scheiterten sie fünf Jahre später an der Fünf-Prozent-Hürde, die sie 2011 jedoch wieder überwanden und mit einem auch durch die Debatte über die Atomkraft nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima hervorgerufenen herausragenden Wahlergebnis Juniorpartner in einer rot-grünen Regierungskoalition wurden.

Verfassung[Bearbeiten]

Das Land Rheinland-Pfalz geht auf die Verordnung Nummer 57 der französischen Besatzungsmacht vom 30. August 1946 zurück, die die Bildung eines „rheinpfälzischen“ Landes anordnete. Ein erster Verfassungsentwurf entstand „im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott, dem Urgrund des Rechts und Schöpfer aller menschlichen Gemeinschaft, von dem Willen beseelt, die Freiheit und Würde des Menschen zu sichern, das Gemeinschaftsleben nach dem Grundsatz der sozialen Gerechtigkeit zu ordnen, den wirtschaftlichen Fortschritt aller zu fördern und ein neues demokratisches Deutschland als lebendiges Glied der Völkergemeinschaft zu formen“ in der so genannten Beratenden Landesversammlung, deren Mitglieder von den rheinland-pfälzischen Kreis- und Gemeindeversammlungen bereits im November 1946 gewählt worden waren.

Die konstituierende Sitzung dieser Beratenden Landesversammlung fand am 22. November 1946 im Koblenz statt. Kurz darauf, am 4. Dezember 1946, wurde eine vorläufige Landesregierung unter Wilhelm Boden (CDU) gebildet. Nachdem die Landesverfassung durch Volksabstimmung am 18. Mai 1947 angenommen wurde, wählte man den bisherigen Landeschef Boden am 13. Juni zum ersten Ministerpräsidenten des neuen demokratischen und sozialen Gliedstaats Deutschlands. Nach nicht einmal einem Monat wurde Peter Altmeier (CDU) sein Nachfolger.

Artikel 79 Absatz 1 der Landesverfassung sieht vor, dass der Landtag „das vom Volk gewählte oberste Organ der politischen Willensbildung“ ist. „Er vertritt das Volk, wählt den Ministerpräsidenten und bestätigt die Landesregierung, beschließt die Gesetze und den Landeshaushalt, kontrolliert die vollziehende Gewalt und wirkt an der Willensbildung des Landes mit in der der Behandlung öffentlicher Angelegenheiten, in europapolitischen Fragen und nach Maßgabe von Vereinbarungen zwischen Landtag und Landesregierung.“

Das Land wird beim Bund durch einen Bevollmächtigten vertreten, dessen Sitz in der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz in Berlin ist.

Landtagswahlen[Bearbeiten]

(in %)[11]
 %
40
30
20
10
0
35,7
35,2
15,4
4,2
3,0
6,4
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-9,9
+2,4
+10,8
-3,8
+0,4
± 0,0

Die Wahlen zum rheinland-pfälzischen Landtag finden alle fünf Jahre statt. Der Landtag hat 101 Mitglieder und hat seinen Sitz im Deutschhaus in Mainz. Bei den letzten Landtagswahlen zum 16. Landtag am 27. März 2011 hatte die SPD ihre absolute Mehrheit der Mandate verloren und regiert nun zusammen mit den Grünen das Land.

Sitzverteilung im Landtag
Landtagswahlen Rheinland-Pfalz 1947–2011
Jahr SPD CDU FDP GRÜNE LINKE Sonstige
1947 34,3  % 47,2  % 9,8  % 8,7  %
1951 34,0 % 39,2  % 16,7  % 10,1  %
1955 31,7 % 46,8  % 12,7  % 8,8  %
1959 34,9 % 48,4  % 9,7  % 7,0  %
1963 40,7  % 44,4  % 10,1  % 4,8  %
1967 36,8  % 46,7  % 8,3  % 8,2  %
1971 40,5  % 50,0  % 5,9  % 3,5  %
1975 38,5  % 53,9  % 5,6  % 1,9  %
1979 42,3  % 50,1  % 6,4  % 1,2  %
1983 39,6  % 51,9  % 3,5  % 4,5  % 0,5  %
1987 38,8  % 45,1  % 7,3  % 5,9  % 2,9  %
1991 44,8  % 38,7  % 6,9  % 6,4  % 3,2  %
1996 39,8  % 38,7  % 8,9  % 6,9  % 5,7  %
2001 44,7  % 35,3  % 7,8  % 5,2  % 6,9  %
2006 45,6  % 32,8  % 8,0  % 4,6  % 2,6  % 6,4  %
2011 35,7  % 35,2  % 4,2  % 15,4  % 3,0  % 6,4  %
Erläuterungen: Ab 1991 Landesstimmen
2006 sind die Zahlen von PDS und WASG genannt, die erst nach 2006 zu Die Linke fusionierten.
Farbig unterlegte Inhalte stellen die Regierungsparteien dar.

Malu Dreyer Kurt Beck Rudolf Scharping Carl-Ludwig Wagner Bernhard Vogel (Ministerpräsident) Helmut Kohl Peter Altmeier Wilhelm Boden

Ministerpräsidenten[Bearbeiten]

Ministerpräsidentin Malu Dreyer
Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz
Nr. Name Lebensdaten Partei Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
1 Wilhelm Boden 1890–1961 CDU 13. Juni 1947 9. Juli 1947
2 Peter Altmeier 1899–1977 CDU 1947 1969
3 Helmut Kohl * 1930 CDU 1969 1976
4 Bernhard Vogel * 1932 CDU 1976 1988
5 Carl-Ludwig Wagner 1930–2012 CDU 1988 1991
6 Rudolf Scharping * 1947 SPD 1991 1994
7 Kurt Beck * 1949 SPD 1994 16. Januar 2013
8 Maria Luise „Malu“ Dreyer * 1961 SPD 16. Januar 2013 im Amt

Ministerien[Bearbeiten]

  • Stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung: Eveline Lemke (B’90/Grüne)
  • Minister des Inneren, für Sport und Infrastruktur: Roger Lewentz (SPD)
  • Minister der Finanzen: Carsten Kühl (SPD)
  • Minister der Justiz und für Verbraucherschutz: Jochen Hartloff (SPD)
  • Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demografie: Alexander Schweitzer (SPD)
  • Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur: Doris Ahnen (SPD)
  • Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten: Ulrike Höfken (B’90/Grüne)
  • Ministerin für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen: Irene Alt (B’90/Grüne)

Hoheitszeichen[Bearbeiten]

Landesflagge

Die Landesflagge besteht aus der deutschen Trikolore, der bis zur Hälfte des roten Querstreifens in der oberen Ecke an der Stange das rheinland-pfälzische Landeswappen aufgelegt ist. Dieses wiederum besteht aus dem Pfälzer Löwen, dem Kreuz des Erzbistums und Kurfürstentums Trier sowie dem Mainzer Rad und erinnert damit an die bis 1801 existierenden Kurfürstentümer Trier, Mainz und Pfalz im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Der gesamte Wappenschild ist als Sinnbild der Volkssouveränität von einer goldenen Volkskrone fünf stilisierter Weinblätter überhöht.

Das Kfz-Kennzeichen des Landtags Rheinland-Pfalz, der Ministerien sowie der Polizei ist RPL.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Rheinland-Pfalz ist in 24 Landkreise, zwölf kreisfreie Städte, 161 Verbandsgemeinden, 36 verbandsfreie Städte und Gemeinden (davon acht große kreisangehörige Städte) sowie 2258 Ortsgemeinden untergliedert. In den Landkreisen des Landes leben 2.970.742 und in den zwölf kreisfreien Städten 1.028.375 (2012) [12].

Als einziger höherer Kommunalverband existiert in der ehemals bayerischen Pfalz der Bezirksverband Pfalz, der auf Druck der ehemaligen Besatzungsmacht Frankreich in der Landesverfassung verankert wurde. Das politische Gremium dieser Gebietskörperschaft ist der Bezirkstag Pfalz.

Siehe auch:

Niederlande Belgien Frankreich Luxemburg Baden-Württemberg Hessen Nordrhein-Westfalen Saarland Landkreis Ahrweiler Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Landkreis Alzey-Worms Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Donnersbergkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Germersheim Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landkreis Mainz-Bingen Neustadt an der Weinstraße Landkreis Neuwied Rhein-Hunsrück-Kreis Rhein-Lahn-Kreis Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Südliche Weinstraße Landkreis Südwestpfalz Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel Westerwaldkreis Landkreis Mayen-Koblenz Koblenz Frankenthal (Pfalz) Kaiserslautern Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Ludwigshafen am Rhein Mainz Pirmasens Speyer Trier Worms Zweibrücken
Landkreise und kreisfreie Städte in Rheinland-Pfalz

Landkreise[Bearbeiten]

(mit Kfz-Kennzeichen)

  1. Ahrweiler (AW)
  2. Altenkirchen (Westerwald) (AK)
  3. Alzey-Worms (AZ)
  4. Bad Dürkheim (DÜW)
  5. Bad Kreuznach (KH)
  6. Bernkastel-Wittlich (WIL, BKS)
  7. Birkenfeld (BIR)
  8. Cochem-Zell (COC, ZEL)
  9. Donnersbergkreis (KIB, ROK)
  10. Eifelkreis Bitburg-Prüm (BIT, PRÜ)
  11. Germersheim (GER)
  12. Kaiserslautern (KL)
  13. Kusel (KUS)
  14. Mainz-Bingen (MZ, BIN)
  15. Mayen-Koblenz (MYK, MY)
  16. Neuwied (NR)
  17. Rhein-Hunsrück-Kreis (SIM, GOA)
  18. Rhein-Lahn-Kreis (EMS, DIZ, GOH)
  19. Rhein-Pfalz-Kreis (RP)
  20. Südliche Weinstraße (SÜW)
  21. Südwestpfalz (PS)
  22. Trier-Saarburg (TR, SAB)
  23. Vulkaneifel (DAU)
  24. Westerwaldkreis (WW)

Kreisfreie Städte[Bearbeiten]

(mit Autokennzeichen)

  1. Frankenthal (Pfalz) (FT)
  2. Kaiserslautern (KL)
  3. Koblenz (KO)
  4. Landau in der Pfalz (LD)
  5. Ludwigshafen am Rhein (LU)
  6. Mainz (MZ)
  1. Neustadt an der Weinstraße (NW)
  2. Pirmasens (PS)
  3. Speyer (SP)
  4. Trier (TR)
  5. Worms (WO)
  6. Zweibrücken (ZW)

Große kreisangehörige Städte[Bearbeiten]

(mit Autokennzeichen)

  1. Andernach, Landkreis Mayen-Koblenz (MYK, MY)
  2. Bad Kreuznach, Landkreis Bad Kreuznach (KH)
  3. Bingen am Rhein, Landkreis Mainz-Bingen (MZ, BIN)
  4. Idar-Oberstein, Landkreis Birkenfeld (BIR)
  1. Ingelheim am Rhein, Landkreis Mainz-Bingen (MZ, BIN)
  2. Lahnstein, Rhein-Lahn-Kreis (EMS, DIZ, GOH)
  3. Mayen, Landkreis Mayen-Koblenz (MYK, MY)
  4. Neuwied, Landkreis Neuwied (NR)

Ehemalige Regierungsbezirke[Bearbeiten]

Rheinland-Pfalz bestand von 1946 bis 1968 aus fünf, danach bis 1999 aus drei Regierungsbezirken:

Zum 1. Januar 2000 wurden die drei verbliebenen Bezirksregierungen von Koblenz, Trier und Rheinhessen-Pfalz in neue Strukturen überführt, deren Zuständigkeiten nicht mehr regional, sondern funktional bestimmt sind und sich teilweise auf das ganze Land erstrecken:

Dennoch existieren die Grenzen der ehemaligen Regierungsbezirke für die NUTS-2-Regionen weiter.

Landesbehörden und Gerichte[Bearbeiten]

Landesbehörden und Landesbetriebe[Bearbeiten]

Gerichte[Bearbeiten]

Partnerschaften[Bearbeiten]

Weltweite Partnerschaften (ausgenommen Valencia)

Rheinland-Pfalz unterhält Partnerschaften mit:[16]

sowie freundschaftliche Beziehungen mit

Seit 1982 besteht eine Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda. Eine solche Partnerschaft zwischen einem deutschen Land und einem Entwicklungsland gab es bis dahin noch nicht. Der Großteil der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit des Landes Rheinland-Pfalz konzentriert sich folglich auch auf das kleine ostafrikanische Land.

So wurde zu diesem Zweck der Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz-Ruanda e. V. gegründet. Außerdem wird das zuständige Referat „Entwicklungszusammenarbeit“ im rheinland-pfälzischen Innenministerium auch schlicht als „Ruandareferat“ bezeichnet. Jedoch sind es insbesondere die Projekte im Kleinen, die die Partnerschaft ausmachen. So engagieren sich regelmäßig Schulen und andere Einrichtungen in Rheinland-Pfalz an Projekten mit Bezug zum Partnerland. Es gibt ein eigenes Koordinierungsbüro in Kigali, der Hauptstadt Ruandas, in der rheinland-pfälzische Mitarbeiter die Durchführung der diversen Projekte übersehen und sich um den kulturellen Austausch kümmern.

Seit 1997 verbindet Rheinland-Pfalz und den US-amerikanischen Bundesstaat South Carolina eine offizielle Regionalpartnerschaft. Anfänglich wurden sog. Transatlantische Konferenzen auf Fachebene ausgetragen. Heute konzentrieren sich die Aktivitäten eher auf den zivilgesellschaftlichen sowie den Bildungsbereich. So bestehen verschiedene Universitätsaustausche sowie Projekte im Bereich Schule und Sport. Die Atlantische Akademie in Kaiserslautern bietet regelmäßig landeskundliche Schülerworkshops zum Partnerstaat an. Das Online-Projekt Transatlantic Partners, das von der Multimediainitiative der Landesregierung rlpinform getragen und im Rahmen einer studentischen Arbeitsgemeinschaft an der Universität Koblenz-Landau (Campus Landau) sowie einer Partnerredaktion an der Francis Marion University in Florence, SC organisiert wird, dokumentiert die Partnerschaft und bietet vielfältige Informationen sowie Austauschmöglichkeiten.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in Rheinland-Pfalz seit 1815

Die Bevölkerungsentwicklung auf dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz seit 1815:[17][18]

Jahr Einwohner
1815 1.202.412
1835 1.614.684
1871 1.832.388
1905 2.434.505
1939 2.959.994
1950 3.004.784
1961 3.417.116
1965 3.581.993
Jahr Einwohner
1970 3.645.437
1975 3.665.777
1980 3.642.482
1985 3.615.049
1990 3.763.510
1995 3.977.919
2000 4.034.557
2005 4.058.843
Jahr Einwohner
2008 4.028.351
2009 4.012.675
2010 4.003.745
2011 3.999.117
2012 3.990.000

Die Einwohnerzahl stieg in den fünfzig Jahren zwischen 1950 und 2000 von ca. 3 Millionen auf über vier Millionen Menschen. Einem fast kontinuierlichem Anstieg auf fast 3,7 Millionen Einwohner bis Anfang der 1970er Jahre folgte, bedingt durch den sogenannten Pillenknick, eine ca. 20-jährige Phase leichten Rückgangs und der Stagnation, bis die Bevölkerungszahl seit 1987 und insbesondere seit Anfang der 90er-Jahre infolge der Maueröffnung und des Europäischen Einigungsprozesses und den damit einhergehenden hohen Wanderungsüberschüssen auf das heutige Niveau stieg. Im Jahre 1996 überstieg die Bevölkerungszahl des Landes Rheinland-Pfalz erstmals die Vier-Millionen-Marke.

2004 wurde ein Bevölkerungshöchststand von 4.061.105 ermittelt. In den kommenden Jahren und Jahrzehnten wird die Einwohnerzahl aber mit großer Wahrscheinlichkeit wieder abnehmen. Bereits 2005 diagnostizierte das Statistische Landesamt die „Trendwende“. Zum Stichtag 31. März 2011 sank die Bevölkerung wieder unter die Marke von vier Millionen Menschen.[19] Im Extremfall sinkt die Bevölkerungszahl bis zum Jahre 2050 um rund 25 Prozent wieder auf das Niveau von 1950. Selbst bei einer günstigen Entwicklung wird die Zahl bis dahin um 314.000 Personen sinken.

Dabei verteilt sich dieser Bevölkerungsrückgang ganz unterschiedlich auf die verschiedenen Regionen. Am wenigsten betroffen sein werden wohl die Landkreise in unmittelbarer Nachbarschaft der größeren Städte, d. h. die Landkreise, die an die Städte Mainz, Ludwigshafen, Koblenz, Kaiserslautern und Trier grenzen. Am schlimmsten betroffen sein wird aller Voraussicht nach die Südwestpfalz, insbesondere die Städte Zweibrücken und Pirmasens.

Bevölkerungsprognose:

In der Bevölkerungsprognose der Bertelsmann Stiftung Wegweiser Kommune von 2011 wird Rheinland-Pfalz ein leichten Bevölkerungsrückgang vorausgesagt.

Prognose 2011
Datum Einwohner
31. Dezember 2009 4.009.210
31. Dezember 2015 3.969.410
31. Dezember 2020 3.928.360
31. Dezember 2025 3.882.700
31. Dezember 2030 3.828.740

Quelle: Bertelsmann Stiftung


Größte Städte[Bearbeiten]

Einwohnerzahlen der größten Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen der größten Städte und Gemeinden in Rheinland-Pfalz werden in der folgenden Tabelle aufgelistet:

Stadt/Gemeinde Einwohner am
31. Dezember 2000
Einwohner am
31. Dezember 2009
Entwicklung
2000–2009 in %
Mainz 182.870 197.778 +8,15
Ludwigshafen am Rhein 162.233 163.340 +0,68
Koblenz 107.950 106.446 –1,39
Trier 99.410 104.587 +5,21
Kaiserslautern 99.825 99.275 –0,55
Worms 80.361 81.784 +1,77
Neuwied 67.057 64.591 –3,68
Neustadt an der Weinstraße 53.917 53.525 –0,73
Speyer 49.776 49.811 +0,07
Frankenthal (Pfalz) 47.763 46.874 –1,86
Bad Kreuznach 43.164 43.485 +0,74
Landau in der Pfalz 41.122 42.994 +4,55
Pirmasens 45.212 40.808 –9,74
Zweibrücken 35.719 34.109 –4,51
Idar-Oberstein 33.646 30.759 –8,58
Andernach 29.319 29.589 +0,92
Bad Neuenahr-Ahrweiler 27.061 27.464 +1,49
Bingen am Rhein 24.710 24.134 –2,33
Ingelheim am Rhein 24.678 24.050 –2,54
Germersheim 20.134 20.706 +2,84
Haßloch 20.781 20.441 –1,64

Religionen[Bearbeiten]

Die am stärksten verbreiteten Konfessionen sind die römisch-katholische (44,9 % der Bevölkerung) und evangelische Kirche (30,6 % der Bevölkerung). Über 20 % der Bevölkerung bekennen sich zu keiner dieser beiden Religionsgemeinschaften (Statistik der EKD, Stand 31. Dezember 2010), die große Mehrheit von ihnen ist konfessionslos.[20] Laut dem dritten Zuwanderungs- und Integrationsbericht der Landesregierung von 2008 gibt es in Rheinland-Pfalz schätzungsweise 100.000 Menschen (2,5 % der Bevölkerung), die dem islamischen Glauben oder islamischen Kulturkreis angehören.[21]

Diözesen der römisch-katholischen Kirche in Rheinland-Pfalz:

Landeskirchen der evangelischen Kirche in Rheinland-Pfalz:

Sprachen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Dialekte in Rheinland-Pfalz

Im Altertum gehörte der größte Teil des Landes zu Gallien, Trier war in der Spätantike Hauptstadt der Provinz Belgica prima und zeitweise eine der Hauptstädte des Gesamtreiches der Römer. Die Bevölkerungsmischung aus eingewanderten Römern und romanisierten Kelten blieb auch nach der fränkischen Eroberung bestehen, ihre Sprache, das Moselromanische, hielt sich bis ins hohe Mittelalter an der Mosel, war aber isoliert von der übrigen Romania durch die rein fränkischsprachigen Gebiete im heutigen Westen von Rheinland-Pfalz und im heutigen Luxemburg, siehe auch: Moselfränkisch.

Im östlichen Teil des Landes fand bereits in römischer Zeit eine Durchmischung von keltischen und germanischen Stämmen statt. In der Völkerwanderung besiedelten Alemannen und Franken diesen Teil des Landes. Aus der Vermischung entstanden verschiedene Variationen der pfälzischen Dialekte. Durch die jahrhundertelange Tradition der Auswanderung aufgrund von Armut oder religiösen Überzeugungen bildete das Pfälzische die Grundlage für verschiedene auslandsdeutsche Mundarten. Russlanddeutsche, Banater, Amische (Pennsylvania Dutch) und von einem Teil der Deutschstämmigen in Brasilien (Riograndenser Hunsrückisch) haben sich teilweise bis heute diesen Dialekt bewahrt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Rheinland-Pfalz steht in Deutschland vor allem für Wein und Sekt, gleichwohl ist der Industrieanteil an der Wirtschaftsleistung höher als im Bundesdurchschnitt. Mit einer Exportquote von ca. 46 % liegt das Land in der Spitzengruppe der deutschen Bundesländer. Ein Grundpfeiler der Wirtschaft ist neben Außenwirtschaft und Industrie der Mittelstand. Auch der Tourismus spielt eine gewichtige Rolle. Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Rheinland-Pfalz einen Index von 102.3 (EU-27:100) (2004).[22] Die Arbeitslosenquote ist mit 5,2 % (September 2014)[23] die niedrigste in der Bundesrepublik Deutschland nach Baden-Württemberg mit 4,0 % (September 2014)[24] und Bayern mit 3,7 % (September 2014)[25].

Rheinhessischer Weinanbau bei Worms-Pfeddersheim
Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich zwischen Koblenz und Andernach

2007 betrug das Bruttoinlandsprodukt in Rheinland-Pfalz rund 105 Milliarden Euro.

Die zehn wichtigsten Standorte sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung sind (Arbeitsortangaben)[26]:

Stadt sozialvers.
Beschäftigte
30. Juni 2012
Veränderung
seit
30. Juni 2007
Pendlersaldo
30. Juni 2012
Arbeitsplatzdichte1
Mainz 103.252 + 7,01 % + 30.910 758
Ludwigshafen 94.174 + 8,68 % + 37.815 953
Koblenz 66.130 + 3,04 % + 31.139 971
Trier 51.016 + 4,46 % + 21.351 710
Kaiserslautern 50.178 + 4,69 % + 18.393 796
Worms 30.211 + 12,85 % + 740 602
Speyer 25.053 + 10,16 % + 7.059 811
Neuwied 25.045 + 1,36 % + 3.356 638
Bad Kreuznach 24.222 + 7,22 % + 9.873 916
Landau 19.902 + 6,05 % + 4.851 700
1 Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze pro 1000 Einwohner im Alter zwischen 18 und 64; Zahlen zum 9. Mai 2011 gemäß Zensus 2011.[27]

Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Landwirtschaft spielt vor allem im Rheinhessischen Hügelland und im Oberrheingraben eine Rolle. Die landwirtschaftliche Nutzfläche umfasst rund 719.400 Hektar, das entspricht etwa 36 Prozent des Landes. Diese Flächen werden von etwa 24.700 Betrieben genutzt.[28] In Rheinland-Pfalz gibt es in den sechs Weinanbaugebieten Ahr, Mittelrhein, Mosel-Saar-Ruwer, Nahe, Rheinhessen und Pfalz eine bestockte Rebfläche von insgesamt ca. 64.000 ha. Von den etwa 98.000 ha in Deutschland besitzt Rheinland-Pfalz damit den größten Anteil. Im Durchschnitt der Jahre werden im Land zwischen 6,0 und 6,5 Millionen Hektoliter Wein geerntet, von denen etwa 1,6 Millionen Hektoliter in den Export gehen.

Die am häufigsten angebauten Weißweinrebsorten (ca. 45.563 ha) sind in absteigender Reihenfolge: Riesling, Müller-Thurgau (Rivaner), Silvaner, Kerner, Scheurebe, Weißer Burgunder, Bacchus, Grauburgunder (Ruländer), Faberrebe, Huxelrebe, Ortega, Chardonnay, Morio-Muskat, Elbling, Gewürztraminer, Reichensteiner, Ehrenfelser, Siegerrebe, Optima, Regner, Würzer, Sauvignon Blanc, Auxerrois. Bei den Rotweinrebsorten (ca. 18.648 ha) sind dies in absteigender Reihenfolge: Dornfelder, Blauer Portugieser, Spätburgunder, Regent, St. Laurent, Dunkelfelder, Merlot, Müllerrebe, Cabernet Sauvignon, Heroldrebe, Frühburgunder, Cabernet Mitos, Acolon, Cabernet Dorsa, Domina.

Das Land selbst bewirtschaftet vier Staatsweingüter in Oppenheim, Trier, Bad Kreuznach und Neustadt an der Weinstraße.

Bedeutsam sind auch die Sektkellereien: Kupferberg und Goldhand (Weinbau in Mainz), Deinhard (Koblenz), Bischöfliche Weingüter (Trier), Sektkellerei Bernard-Massard (Trier), Schloss Wachenheim (Wachenheim an der Weinstraße) und Faber, beide gehören der Günther Reh AG (Trier) sowie viele mittelständische Erzeuger von Winzersekt. Einige größere deutsche Handelskellereien wie zum Beispiel Reh Kendermann haben ihren Sitz in Rheinland-Pfalz.

Forstwirtschaftlich bedeutsam sind der Pfälzerwald, der Hunsrück und der Westerwald.

Tourismus[Bearbeiten]

Der Tourismus ist für Rheinland-Pfalz ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die aktuellen Analysen für den Tourismus in Rheinland-Pfalz ergeben: Mit über 8,3 Mrd. Euro Umsatz und fast 3,7 Mrd. Euro Einkommenswirkung im Jahr 2009 gehört der Tourismus zu den tragenden Säulen der Wirtschaft des Landes.[29] Insgesamt übernachteten 2010 nach offiziellen Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 21.700.612 Gäste in Rheinland-Pfalz. Zum Vorjahr bedeutete dies einen Zuwachs von 1,3 %.[30]

Hinzu kommt ein Steueraufkommen aus dem Tourismus von über 180 Millionen Euro, das jährlich die Kassen der Kommunen in Rheinland-Pfalz füllt. Darüber hinaus partizipiert das Land im Rahmen des Länderfinanzausgleiches an der Umsatz- und Einkommensteuer. Diese Zahlen entstehen, weil jährlich Millionen von Urlaubern zum Camping oder Wellnessaufenthalt, Kurgäste, Städte-, Wein-, Eventreisende ebenso Tagesausflügler zum Beispiel zum Wandern oder Radfahren ins Land kommen, nicht zu vergessen Geschäftsreisende und Tagungsteilnehmer. Eine besondere touristische Attraktion in der Pfalz ist die 85 km lange Deutsche Weinstraße.

Industrie[Bearbeiten]

Bedeutende Branchen sind in der chemischen Industrie die BASF in Ludwigshafen (der größte Arbeitgeber des Landes), pharmazeutische Industrie Boehringer Ingelheim (zweitgrößter Arbeitgeber), Fahrzeug- und Maschinenbau z. B. Daimler-Werk in Wörth (das größte Lkw-Werk der Welt), KSB Aktiengesellschaft in Frankenthal (größter deutscher Pumpenhersteller), Opel-Werk Kaiserslautern, Stabilus Koblenz (Weltmarktführer bei der Herstellung von Gasdruckfedern), Schottel (Schiffsmaschinenbau), Lebensmittelhersteller Griesson – de Beukelaer (führender Gebäckkonzern) sowie die Getränkehersteller Bitburger Brauerei, Königsbacher Brauerei Koblenz und Gerolsteiner Brunnen. In Trier werden seit 1873 Zigaretten von ehemals Johann Neuerburg genannt Haus Neuerburg, R.J. Reynolds Tobacco Company und heute JT International Germany und seit 1925 Heintz van Landewyck in Trier.

Energieversorgung[Bearbeiten]

Das einzige Kernkraftwerk in Rheinland-Pfalz, das KKW Mülheim-Kärlich, wurde 1986 fertiggestellt. Es musste aber wegen einer fehlerhaften Baugenehmigung schon 1988 wieder vom Netz genommen werden. Der Rückbau sollte bis 2012 im Wesentlichen abgeschlossen sein.[31], und bis 2013 sollen nur noch die Dampferzeuger und der eigentliche Reaktordruckbehälter in der Anlage verbleiben.

Dienstleistungen[Bearbeiten]

Die Dienstleistungsbranche stützt sich überwiegend auf kleinere Unternehmen, wobei dieser Wirtschaftssektor unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Daneben gibt es im Land aber auch bundesweit führende Unternehmen im Dienstleistungssektor wie beispielsweise die Debeka Koblenz (Versicherungen) und United Internet, einen der führenden Internetdienstanbieter in Deutschland. Besonderes Gewicht hat der Handel mit einheimischen Bodenschätzen und land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnissen (Wein, Holz, Ton, Steine etc.) sowie mit Schmuck.

Bedeutende Einkaufszentren in Rheinland-Pfalz sind die Römerpassage in Mainz, das Löhr-Center und das Forum Mittelrhein in Koblenz, das Rathaus-Center in Ludwigshafen, die Rheingalerie in Ludwigshafen sowie die Trier-Galerie in Trier. Die Lotto Rheinland-Pfalz GmbH ist die Lottogesellschaft des Landes Rheinland-Pfalz.

Seit 2008 ist Mainz einer der vier Hauptsitze der Landesbank Baden-Württemberg. Die der WestLB gehörende Westdeutsche ImmobilienBank hat ihren Sitz in Mainz, ebenso die beiden Förderbanken des Landes, nämlich die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und die Landestreuhandbank Rheinland-Pfalz (LTH). Die Sparkassen in Rheinland-Pfalz bilden ein wichtiges Rückgrat in der Finanzierung des Mittelstands sowie der Wirtschaftsförderung und Standortsicherung. Zudem engagieren sie sich durch Spenden und Sponsoring in beträchtlicher Höhe für Kultur, Sport, Wissenschaft und Soziales.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Karte der Flughäfen und Landeplätze in Rheinland-Pfalz und dem Saarland
Fotomontage der Mittelrheinbrücke
Die Rheinseilbahn am Eröffnungstag

Luftverkehr[Bearbeiten]

Der größte Flughafen in Rheinland-Pfalz ist der Flughafen Frankfurt-Hahn, der im Hunsrück unweit der Gemeinde Hahn liegt. Er wurde 1993 aus einem US-Militärflugplatz in einen zivilen Flughafen konvertiert. Im Passagierverkehr wird der „Low-cost-Flughafen“ vor allem von verschiedenen Billigfluggesellschaften, insbesondere von Ryanair, bedient. Der Ausbau der Straßen- und Schienenanbindung an den Flughafen steht noch bevor: Die B 50 wird derzeit vierspurig ausgebaut. 2014 soll die Reaktivierung der Hunsrückbahnstrecke fertiggestellt sein. Der zweite Flughafen mit regelmäßigen, auch internationalen Verbindungen ist der Flughafen Zweibrücken, entstanden aus der Zweibrücken Air Base, die von 1953 bis 1991 von den alliierten Luftstreitkräften (Royal Canadian Air Force 1953-1969, United States Air Force 1969-1991) genutzt wurde.[32]

Kleinere Verkehrslandeplätze befinden sich in Ailertchen, Bitburg, Koblenz-Winningen, Lachen-Speyerdorf, Mainz-Finthen, Pirmasens, Speyer, Trier-Föhren und Worms.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Von Nord nach Süd verlaufen die Bundesautobahnen 1, 3, 60, 61, 62, 63 und 65, von West nach Ost die A 6, A 8, A 48, A 64, A 602 und A 650. Etwa 861 km Autobahnstrecke verlaufen durch Rheinland-Pfalz. Die Moseltalbrücke, die Überquerung der A 61 über die Mosel, war zu ihrer Erbauungszeit die höchste Autobahnbrücke Europas. Im Mittelrheintal wurde eine Überquerung des Rheins über die Mittelrheinbrücke zwischen St. Goar und St. Goarshausen geplant. Bei den Koalitionsverhandlungen nach der Landtagswahl 2011 kamen SPD und Grüne überein, das Projekt „Mittelrheinbrücke“ vorerst nicht zu bauen, während der als Hochmoselübergang bezeichnete Großbrückenbau realisiert wird. Der längste Straßentunnel ist mit 1540 m der Malbergtunnel bei Bad Ems.

Der öffentliche Personennahverkehr ist in sechs Verkehrsverbünde unterteilt. Dies sind im Einzelnen die Verbünde Karlsruhe, Rhein-Main, Rhein-Mosel, Rhein-Nahe, Rhein-Neckar und Region Trier.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Wichtigste Knotenbahnhöfe des Schienenpersonenfernverkehrs sind Mainz Hauptbahnhof, Koblenz Hauptbahnhof, Ludwigshafen (Rhein) Hauptbahnhof, ICE-Bahnhof Montabaur, Neustadt an der Weinstraße Hauptbahnhof, Trier Hauptbahnhof und Kaiserslautern Hauptbahnhof. Als wichtige Bahnstrecken verlaufen entlang des Rheins die Rechte und die Linke Rheinstrecke, entlang der Mosel die Moselstrecke sowie durch den Westerwald die 2004 fertiggestellte Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main. Die Anbindung von Mitteldeutschland an Paris über Mannheim, Kaiserslautern und Saarbrücken verläuft durch den Pfälzerwald. Der längste Eisenbahntunnel ist mit 4205 m der Kaiser-Wilhelm-Tunnel bei Cochem.

Für den Ausbau des Güterfernverkehrsnetzes wurden nach Aussagen eines Bahnsprechers Bundesmittel für den Mainzer Nordkopf in Höhe von 48 Millionen Euro bewilligt.[33] Die erhöhte Leistungsfähigkeit wird unter anderem auch daher benötigt, da für 2016/2017 die Eröffnung des Gotthard-Basistunnel in der Schweiz geplant ist und sich der Güterverkehr, zwischen Nordsee und Mittelmeer, und damit quer durch Rheinland-Pfalz, mit 40 Millionen Tonnen nahezu verdoppeln wird.[34] Die Planung einer Neubautrasse für den Schienengüterverkehr zur Entlastung der Rheintalstrecke Rhein-Main-Cargo befindet sich 2012 noch in einer frühen Evaluierungsphase.[35]

Wasserstraßen und Häfen[Bearbeiten]

Der Rhein ist die wichtigste Wasserstraße in Rheinland-Pfalz. Daneben sind nur noch die Mosel, seit ihrer Kanalisierung 1958-1964, und die Saar für den Personen- und Transportschiffverkehr von Bedeutung. Die Lahn ist in ihrem Mittel- und Unterlauf schiffbar, wird aber fast nur noch touristisch genutzt.

Der Ludwigshafener Rheinhafen ist der größte und leistungsfähigste öffentliche Hafen in Rheinland-Pfalz und einer der bedeutendsten Binnenhäfen Deutschlands. Er umfasst ein Gebiet von über 150 ha und schlug im Jahr 2005 7,1 Millionen Tonnen Güter um. Das 2011 eingeweihte Container-Terminal des Zoll- und Binnenhafens Mainz hat eine Fläche von 8 ha die für eine Lagerung von 10300 TEU geeignet sind, einen Umschlag von 1,3 Millionen Tonnen und wird jährlich von 2200 Schiffen angelaufen. Weitere wichtige Binnenhäfen befinden sich in Andernach (Jahresumschlag über 2,8 Millionen Tonnen) sowie in Germersheim, Worms, Bendorf, Koblenz, Wörth am Rhein und Trier.

Seilbahn[Bearbeiten]

Hauptartikel: Seilbahn Koblenz

In Koblenz verkehrt mit der Rheinseilbahn seit dem 2. Juli 2010 die größte Seilbahn Deutschlands. Die erste in einem städtischen Umfeld gebaute und 890 Meter lange Dreiseilumlaufbahn verbindet die Rheinanlagen in Höhe der Kastorkirche mit dem Plateau vor der Festung Ehrenbreitstein. Sie kann mit 18 Kabinen für jeweils 35 Passagiere pro Stunde etwa 3800 Menschen in jede Richtung befördern. Mit dieser Förderkapazität von insgesamt 7600 Menschen pro Stunde ist sie weltweit unübertroffen. Sie wurde als Attraktion und ökologisch sinnvolle Verkehrsverbindung zur Bundesgartenschau 2011 errichtet.[36][37] Um den UNESCO-Welterbe-Status der Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal nicht zu gefährden, wurde in einem Konzessionsvertrag vereinbart, die Seilbahn bis November 2013 zu betreiben und danach wieder abzubauen. Die UNESCO hat aber am 19. Juni 2013 in Phnom Penh auf der 37. Sitzung des Welterbekomitees beschlossen, den Betrieb bis 2026 zu erlauben. In diesem Jahr endet die technisch längstmögliche Betriebsdauer.[38]

Militär[Bearbeiten]

Bundeswehr[Bearbeiten]

Bundeskanzler Adenauer besucht die Soldaten der neugegründeten Bundeswehr in Andernach 1956

Am 12. November 1955 zogen die ersten Heeres-Soldaten der neugegründeten Bundeswehr in die Krahnenberg-Kaserne in Andernach ein. Die Bundeswehr hat seitdem wichtige Standorte in Rheinland-Pfalz. So war Koblenz bis Ende der 1980er Jahre die größte Garnisonsstadt Deutschlands. Trotz der Schließung einiger Kasernen verblieben hier weiterhin viele zentrale militärische und zivile Einrichtungen. In Koblenz befinden sich das Ehrenmal des Deutschen Heeres, Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, das Zentrum Innere Führung, das Heeresführungskommando, das Sanitätsführungskommando und das Bundeswehrzentralkrankenhaus. Die Luftwaffe hat das Taktische Luftwaffengeschwader 33“ auf dem Fliegerhorst Büchel stationiert. Aus dem Zentrum Operative Information in Mayen wird der Truppenbetreuungssender der Bundeswehr „Radio Andernach“ gesendet. Der Truppenübungsplatz Baumholder wird seit 1937 genutzt und seit 1960 von der Bundeswehr verwaltet. Seit 1957 in Trier die Wehrtechnische Dienststelle 41 der Bundeswehr.

Ausländische Streitkräfte[Bearbeiten]

Eine bedeutende Rolle in der Entwicklung des Landes spielen seit den 1950er-Jahren ausländische Streitkräfte. Rheinland-Pfalz galt in der NATO als wichtigster regionaler Militärstandort der alliierten Luftverteidigung. Der Kommandobunker Börfink im Hunsrück etwa diente der Luftüberwachung Mitteleuropas im Kalten Krieg. Ebenfalls im Hunsrück befand sich bis Ende der 1980er die Atomraketenbasis Pydna. Besonders die US-Streitkräfte waren und sind präsent. Bis zu 69.000 US-Soldaten waren im Kalten Krieg in Rheinland-Pfalz stationiert. Bis Juni 2006 schrumpfte ihre Zahl auf 27.200. Noch heute unterhalten die USA mit der Ramstein Air Base und der Spangdahlem Air Base zwei wichtige Luftwaffenstützpunkte, deren Bedeutung nach der 2005 erfolgten Schließung der Rhein-Main Air Base in Frankfurt am Main weiter erheblich gestiegen ist. Die US-Luftwaffe nutzt Ramstein, den größten Nato-Flughafen in Europa, hauptsächlich als Drehscheibe für Fracht- und Truppentransporte für die Regionen Europa, Afrika und Naher Osten sowie als Ziel von Evakuierungsflügen, da sich im nahen Landstuhl das größte US-amerikanische Krankenhaus (Landstuhl Regional Medical Center) außerhalb der USA befindet. Das US-Militär besitzt in der Nähe von Miesau das größte Munitionsdepot in Deutschland. In Anlehnung an die zahlreichen in Rheinland-Pfalz stationierten Militärflugzeuge wird das Land auch „Flugzeugträger Rheinland-Pfalz“ genannt. Außerdem ist Baumholder die größte amerikanische Garnisonsstadt in Deutschland, hier befindet sich unter anderem das Hauptquartier der 2. Brigade der 1. US-Panzerdivision.

Außer den US-Streitkräften waren im Land auch Truppen der französischen Armee stationiert. Trier war zeitweise die zweitgrößte französische Garnison nach Paris. Bis zum endgültigen Abzug 1999 lebten bis zu 30.000 Soldaten inklusive einiger ihrer Familien in der Stadt.

Kernwaffen[Bearbeiten]

Die Vereinigten Staaten und Großbritannien lagerten während des Kalten Krieges bis zu 5000 Kernwaffen in deutschen Bunkern. Bis 2004 existierten in Deutschland noch 150 Atombomben[39] in den Bunkern der Luftwaffenstützpunkte Ramstein (130) und Büchel (20); hier besteht die so genannte Nukleare Teilhabe. Im Juli 2007 wurde bekannt, dass der Fliegerhorst Büchel wahrscheinlich seit 2004 der einzige Standort in Deutschland ist, an dem sich Atomwaffen befinden.[40] Nur in Büchel trainiert die Deutsche Luftwaffe weiterhin den nuklearen Einsatz durch Jagdbomber vom Typ Tornado.

ZDF-Zentrale in Mainz-Lerchenberg

Medien[Bearbeiten]

Mit dem ZDF ist in Mainz eine der größten Sendeanstalten Europas beheimatet. Daneben betreibt der Südwestrundfunk mit dem SWR Fernsehen ein Drittes Fernsehprogramm sowie mit den Radiostationen SWR1 Rheinland-Pfalz, SWR2, SWR3, SWR4 Rheinland-Pfalz und DASDING landesweite Hörfunk-Programme. Zusätzlich gibt es die landesweit ausgestrahlten privaten Radiostationen RPR1, BigFM und Rockland Radio sowie die lokalen Betreiber Antenne Koblenz 98.0, Antenne Bad Kreuznach, Antenne Kaiserslautern, Antenne Landau, Antenne Pfalz, Cityradio Trier, Radio Idar-Oberstein, Radio Pirmasens und Radio Quer. AFN versorgt die hauptsächlich in der Pfalz und der Eifel stationierten amerikanischen Soldaten mit Rundfunk in englischer Sprache. Metropol FM sendet für die türkischen Mitbürger im Raum Mainz, Koblenz und Ludwigshafen.

Am 1. Januar 1984 startete die Ära des Privatfernsehens im Rahmen des Ludwigshafener Kabelpilotprojekts. Es ging die „PKS“ (Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenrundfunk) aus einem Kellerstudio in Ludwigshafen auf Sendung. Ein Jahr später wurde hieraus der inzwischen bundesweit zweitgrößte private Fernsehsender Sat.1. In verschiedenen Städten des Landes werden regionale Fernsehprogramme angeboten. Im Norden sind dies wwtv, TV Mittelrhein und rheinahr.tv sowie im Osten und Süden das Rhein-Neckar Fernsehen und gutenberg.tv. Landesweit gibt es 16 unterschiedliche Bürgerrundfunksender. Das digitale Fernsehen (DVB-T) kann in Rheinland-Pfalz seit Ende 2008 landesweit empfangen werden.

Als regionale Tageszeitungen erscheinen Rhein-Zeitung, Allgemeine Zeitung (Mainz), Rheinpfalz, Pirmasenser Zeitung, Pfälzischer Merkur und Trierischer Volksfreund.

Der Medienstandort Rheinland-Pfalz wird auch durch die beiden Langfilmfestivals, FILMZ – Festival des deutschen Kinos in Mainz und das Festival des deutschen Films in Ludwigshafen, gestützt.

Sport[Bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten]

Seit der Saison 2010/11 spielten der 1. FC Kaiserslautern (der in der Vergangenheit viermal Deutscher Meister war) und der 1. FSV Mainz 05 beide in der höchsten deutschen Spielklasse (1. Bundesliga). In der Saison 2011/2012 stieg der 1. FC Kaiserslautern jedoch wieder in die 2. Bundesliga ab.

In der 2012/2013 neu gegründeten viertklassigen Regionalliga Südwest spielten in ihrer ersten Saison mit Eintracht Trier, TuS Koblenz, Wormatia Worms, SC Idar-Oberstein sowie dem 1. FC Kaiserslautern II und 1. FSV Mainz 05 II sechs Mannschaften aus Rheinland-Pfalz.

Die 1969 gegründete Frauenfußballabteilung des SC 07 Bad Neuenahr errang 1978 die deutsche Meisterschaft. Der Verein war Gründungsmitglied der Frauenfußball-Bundesliga und gehört nach drei Auf- und Abstiegen seit 1997 ununterbrochen dieser Spielklasse an. Erster deutscher Meister wurde im Frauenfußball 1974 der TuS Wörrstadt, der auch von 1993 bis 1996 in der Frauenfußball-Bundesliga spielte. Der Frauenfußballabteilung des TuS Niederkirchen (heute 1. FFC 08 Niederkirchen) gelang 1993 ebenfalls der Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Auch sie waren Gründungsmitglied der Frauenfußball-Bundesliga und gehörten ihr bis 2000 an. 2003/2004 spielte man dann noch mal für eine Saison in der höchsten deutschen Spielklasse.

Motorsport[Bearbeiten]

Nürburgring

Auf dem Nürburgring in der Vulkaneifel finden neben anderen Rennsportveranstaltungen seit 1951 regelmäßig Formel-1-Rennen statt, als Großer Preis von Deutschland oder Großer Preis von Europa. Die Rallye Deutschland kam im Jahre 2000 von Adenau nach Trier und ist seit 2002 ein Lauf zur FIA-Rallye-Weltmeisterschaft. Von 1991 bis 2011 zählte das Trierer Bergrennen zur FIA-Europa-Bergmeisterschaft. Im Motorradsport zu erwähnen sind u. a. das traditionelle Sandbahnrennen in Herxheim an Christi Himmelfahrt vor bis zu 20.000 Zuschauern, das Sandbahnrennen in Altrip an Fronleichnam sowie das Grasbahnrennen in Zweibrücken.

Radsport[Bearbeiten]

Mit dem Team Gerolsteiner war von 1998 bis 2008 in der Eifel eine Top-Mannschaft des Profi-Radsports beheimatet. Die Rheinland-Pfalz-Rundfahrt ist ein internationales, fünftägiges Rad-Etappenrennen und gehört zur UCI Europe Tour.

Sonstige Sportarten[Bearbeiten]

Im Gewichtheben haben Athleten des AC Mutterstadt über 100 Deutsche Meisterschaften erreicht.

Die DJK/MJC Trier wurde 2003 deutscher Handballmeister bei den Damen. Bei den Herren spielt die TSG Friesenheim in der Saison 2010/2011 in der 1. Handball-Bundesliga. Die TSG Haßloch war der letzte deutsche Feldhandballmeister.

Die Herrenmannschaften des Dürkheimer HC und der TG Frankenthal waren mehrfach Deutscher Meister im Hockey, Feld und Halle. Beide feierten auch internationale Erfolge.

Der VfK Schifferstadt ist im Ringen der Verein mit den meisten Deutschen Meisterschaften.

Im Rudern ist beim Mainzer-Ruder-Verein das Landesleistungszentrum angesiedelt. Der Verein zählt darüber hinaus zusammen mit dem Ludwigshafener Ruderverein zu den größten und mit jeweils mehreren Olympiasiegern auch zu den erfolgreichsten und traditionsreichsten Rudervereinen des Bundeslandes.

Der TBB Trier spielt in der Deutschen Basketball-Bundesliga. Die Trierer Basketballer wurden 1998 und 2001 Deutscher Pokalsieger.

Der TTC Zugbrücke Grenzau spielt in der Tischtennis-Bundesliga und konnte zahlreiche Titel auf deutscher und europäischer Ebene erringen. Bei den Damen wurde der FSV Kroppach sechs mal Deutscher Meister, auch sie konnten international Titel erringen.

Die Schachvereine SC Bann und SC Remagen spielten beziehungsweise spielen in der 1. Schachbundesliga, die SG Turm Trier 1877 spielte mit der 1. Mannschaft seit der Saison 2005/2006 in der 2. Schachbundesliga, Staffel Süd, und ab der Saison 2007/2008 in der 1. Schachbundesliga. Bei den Frauen spielt der TSV Schott Mainz in der Bundesliga.[41]

Die Damenmannschaft des Golfclub Rheinhessen Hofgut Wißberg St. Johann e. V. spielt in der Saison 2008 erstmals in der 1. Bundesliga des DGV.

Der EHC Neuwied spielte bis 2000 in der zweithöchsten Eishockeyliga, in welcher er in den Jahren 1997 und 1998 die Meisterschaft gewinnen konnte.

Im American Football sind die Kaiserslautern Pikes sehr erfolgreich und haben innerhalb von fünf Jahren den Aufstieg aus der Landesliga (5. Liga) in die German Football League 2 (2. Bundesliga), in der die "Hechte" seit 2009 spielen, geschafft.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Rheinland-Pfalz – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Rheinland-Pfalz

Literatur[Bearbeiten]

  • Kreuz – Rad – Löwe. Rheinland-Pfalz und seine Geschichte; Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2012
    • Band 1 (Von den Anfängen der Erdgeschichte bis zum Ende des Alten Reiches): ISBN 9783805345101
    • Bände 2 (Vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis ins 21. Jahrhundert) und 3 (Historische Statistik): ISBN 9783805342919
  • Hans-Martin Braun und Carsten Braun: Naturschönheiten in Rheinland-Pfalz; Idar-Oberstein: Literaturverlag Dr. Gebhardt und Hilden, 2000; ISBN 3-932515-23-4
  • Heinz Cüppers (Hrsg.): Die Römer in Rheinland-Pfalz; ISBN 3-933203-60-0
  • Heinz Fischer: Rheinland-Pfalz und Saarland – eine geographische Landeskunde; Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1989; ISBN 3-534-08892-1
  • Michael Kißener: Kleine Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz. 1945–2005 Wege zur Integration eines „Nachkriegsbundeslandes“; Braun, Karlsruhe 2006; ISBN 3-7650-8345-3
  • Karin Leydecker, Enrico Santifaller: Baustelle Heimat. Architekturführer Rheinland-Pfalz 1945–2005; Regensburg: Schnell und Steiner, 2005; ISBN 3-7954-1759-7
  • Hans-Jürgen Wünschel (Hrsg.): Rheinland-Pfalz – Beiträge zur Geschichte eines neuen Landes. Knecht-Verlag, Landau 1997.
  • Literatur von Rheinland-Pfalz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Rheinland-Pfälzische Bibliographie
  • Literatur von und über Rheinland-Pfalz im Katalog der Landeszentrale für politische Bildung RLP
  • Peter Haungs (1986): 40 Jahre Rheinland-Pfalz: Eine politische Landeskunde. Mainz 1986; Ulrich Sarcinelli/Jürgen Falter/Gerd Mielke (2000): Politische Kultur in Rheinland-Pfalz. Mainz 2000.
  • Archäologie in Rheinland-Pfalz. Verlag Philipp von Zabern Mainz (erscheint seit 2002 jährlich)
  • Ulrich Sarcinelli, Timo S. Werner: Entwicklung und Wandel des Parteiensystems in Rheinland-Pfalz; Mainz: Landeszentrale für politische Bildung RLP, 2010
  • Rheinland-Pfalz. Unser Land im Überblick; Mainz: Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, 2009
  • "Blätter zum Land", herausgegeben von der Landeszentrale für politische Bildung RLP

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Rheinland-Pfalz – Quellen und Volltexte
 Wiktionary: Rheinland-Pfalz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Rheinland-Pfalz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Rheinland-Pfalz – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung – Rheinland-Pfalz. Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 22. September 2014, abgerufen am 23. September 2014.
  2. Arbeitslosenquoten im September 2014 – Länder und Kreise. In: statistik.arbeitsagentur.de. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 30. September 2014.
  3. Statistisches Bundesamt (Destatis): Schulden der öffentlichen Haushalte am 31. Dez. 2012
  4. http://www.wald.de/bundeswaldinventur-der-wald-in-zahlen
  5. Der 29. November 1949. Koblenz oder Mainz. Die 72. Sitzung des Landtages von Rheinland-Pfalz. Diskussionen um den Sitz der Landesregierung. In: Landeshauptarchiv Koblenz
  6. 16. Mai 1950. Mainz wird Regierungssitz von Rheinland-Pfalz. in: Landeshauptarchiv Koblenz
  7. Mainz statt Koblenz – 60 Jahre Hauptstadt in: Frankfurter Rundschau, 17. Mai 2010
  8. UNESCO-Weltkulturerbe – Trias der romanischen Dome am Rhein und Sayner Hütte sind jetzt offiziell im Rennen Webseite des Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur von Rheinland-Pfalz, vom 1. August 2012
  9. Eröffnung der Landesgartenschau wird auf 2015 verschoben. Landesgartenschau Landau 2015 gemeinnützige GmbH, abgerufen am 10. September 2013.
  10. Pressemitteilung der Stadt Mainz vom 19. Mai 2008
  11. Landesergebnis Rheinland-Pfalz – Endgültiges Ergebnis Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz
  12. statistik.rlp.de: Bevölkerung der Gemeinden am 30. Juni 2012, (PDF, 1,04 MB).
  13. http://lua.rlp.de/wir-ueber-uns/standorte/
  14. Internetauftritt Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz (LZU)
  15. Internetauftritt Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung
  16. Partnerschaften des Landes Rheinland-Pfalz. Rheinland-Pfalz, abgerufen am 21. Februar 2012.
  17. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
  18. Statistische Ämter des Bundes und der Länder
  19. Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz am 20. Juli 2011
  20. http://www.ekd.de/download/Ber_Kirchenmitglieder_2010.pdf
  21. 3. Zuwanderungs- und Integrationsbericht der Landesregierung (2008)
  22. Eurostat News Release 23/2007: Regional GDP per inhabitant in the EU 27 (PDF)
  23. Arbeitslosenquoten im September 2014 – Länder und Kreise. In: statistik.arbeitsagentur.de. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 30. September 2014.
  24. Arbeitslosenquoten im September 2014 – Länder und Kreise. In: statistik.arbeitsagentur.de. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 30. September 2014.
  25. Arbeitslosenquoten im September 2014 – Länder und Kreise. In: statistik.arbeitsagentur.de. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 30. September 2014.
  26. Statistik der Bundesagentur für Arbeit
  27. Zensusdatenbank
  28. Landwirtschaft. Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten RLP. 2011. Abgerufen am 13. Juni 2011.
  29. PDF bei extranet.rlp-info.de
  30. PDF bei www.statistik.rlp.de
  31. rwe.com
  32. Günther Josten, Kurt Braatz und Wilhelm Goebel (Hrsg.): Gefechtsbericht. Kriegstagebücher 1939-1945. Kommodore in der Starfighter-Krise. NeunundzwanzigSechs Verlag, Moosburg 2011, ISBN 978-3-9811615-7-1, S. 268.
  33. Mainzer Nordkopf: 48 Millionen für reibungslosen Bahnverkehr Artikel in der Mainzer Rhein Zeitung vom 6. Januar 2011
  34. FH-Professor: Fertigstellung des Gotthard-Basistunnels hat Konsequenzen für Bahnlärm in Mainz von Michael Erfurth in Rhein Main Presse, Allgemeine Zeitung, vom 16. Juni 2012
  35. Rhein-Main-Cargo - eine Neubaustrecke für den Schienengüterverkehr (TU Berlin 2011)
  36. Die Größte! Koblenzer Buga-Seilbahn gondelt jetzt über den Rhein in: Rhein-Zeitung, 2. Juli 2010
  37. BUGA-Seilbahn feierlich eingeweiht in: SWR Fernsehen, 2. Juli 2010
  38. Rhein-Seilbahn darf bis 2026 bleiben in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Juni 2013
  39. Otfried Nassauer: US-Atomwaffen in Deutschland und Europa
  40. USA haben Nuklear-Arsenal in Ramstein geräumt in: Spiegel Online, 9. Juli 2007
  41. http://www.schachbund.de/SchachBL/bedh.php?liga=fb1

49.9130555555567.4497222222222Koordinaten: 50° N, 7° O