Rhenium(VI)-fluorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Rhenium(VI)-fluorid
Allgemeines
Name Rhenium(VI)-fluorid
Andere Namen

Rheniumhexafluorid

Summenformel ReF6
CAS-Nummer 10049-17-9
PubChem 66231
Kurzbeschreibung

gelber kristalliner Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 300,20 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

4,94 g·cm−3 (−140 °C)[2]

Schmelzpunkt

18,5 °C[1]

Siedepunkt

33,7 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Rhenium(VI)-fluorid (ReF6), meist auch Rheniumhexafluorid, (ReF6) ist eine chemische Verbindung der Elemente Rhenium und Fluor und gehört zur Stoffgruppe der Hexafluoride.

Darstellung[Bearbeiten]

Rheniumhexafluorid wird durch Umsetzung von Rhenium(VII)-fluorid ReF7 mit Rheniummetall im Autoklaven bei 300 °C dargestellt.[2]

\mathrm{6\ ReF_7 + Re \longrightarrow 7\ ReF_6}

Ebenfalls möglich ist die Darstellung aus den Elementen.[4]

\mathrm{Re + 3 \ F_2 \longrightarrow ReF_6}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Rheniumhexafluorid ist bei Raumtemperatur eine Flüssigkeit, die bei 18,5 °C zu einem gelben kristallinen Feststoff erstarrt bzw. bei 33,7 °C siedet.[1] Es kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem (gemessen bei −140 °C) in der Raumgruppe Pnma mit den Gitterparametern a = 941,7 pm, b = 857,0 pm und c = 496,5 pm und vier Formeleinheiten pro Elementarzelle mit einer berechneten Dichte von 4,94 g·cm−3.[2] Das ReF6-Molekül ist oktaedrisch (Oh); die Re–F-Bindungslänge beträgt 182,3 pm.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Properties of the Elements and Inorganic Compounds, S. 4-85.
  2. a b c d T. Drews, J. Supeł, A. Hagenbach, K. Seppelt: "Solid State Molecular Structures of Transition Metal Hexafluorides", in: Inorganic Chemistry, 2006, 45 (9), S. 3782–3788; doi:10.1021/ic052029f; PMID 16634614.
  3. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4.  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I, Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 271.

Literatur[Bearbeiten]