Rheydt Hauptbahnhof

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Rheydt Hauptbahnhof
Rheydthbf.jpg
Güterzug bei der Durchfahrt durch Gleis 2 des Hauptbahnhofs Rheydt
Daten
Kategorie 4
Betriebsart Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise 4
Abkürzung KRY
IBNR 8000318
Eröffnung 1852
Lage
Stadt Mönchengladbach
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 9′ 47,2″ N, 6° 26′ 23″ O51.1631083333336.4397111111111Koordinaten: 51° 9′ 47,2″ N, 6° 26′ 23″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
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Ein umgeleiteter ICE bei der Ausfahrt aus Rheydt Hauptbahnhof in Richtung Köln
IC 1918 Aachen – Berlin Südkreuz erreicht am 30. Dezember 2009 Rheydt Hbf

Rheydt Hauptbahnhof ist der Name eines Bahnhofs im Mönchengladbacher Stadtteil Rheydt. Der Bahnhof ist ein Durchgangsbahnhof und gehört der Bahnhofskategorie 4 an[1].

Lage[Bearbeiten]

Der Bahnhof befindet sich ca. 300 m südlich des Marienplatz im Zentrum von Rheydt an der Kreuzung der Bahnhofstraße mit den zum Rheydter Ring gehörenden Straßen Moses-Stern-Straße und Wilhelm-Schiffer-Straße. Er ist in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet. Auf dem östlich des Bahnhofs gelegenen Bahnhofsvorplatz befindet sich eine Haltestellenanlage für Busse des ÖPNV. Westlich des Bahnhofs verläuft die Mittelstraße. Auf dieser Seite existiert eine weitere Haltestellenanlage, die bei Veranstaltungen im Nordpark genutzt wird.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Eisenbahnstrecken[Bearbeiten]

Im Bereich des Rheydter Hauptbahnhofs wird die Strecke von Aachen mit der Strecke aus Köln und dem so genannten Eiserner Rhein aus Dalheim verknüpft und führt sie gemeinsam Richtung Norden nach Mönchengladbach Hauptbahnhof.

Im südlichen Teil des Bahnhofs, dem Güterbahnhof, zweigt die Mönchengladbacher Güterumgehungsbahn ab und trifft in Viersen-Helenabrunn auf die Strecke von Mönchengladbach nach Viersen.

Des Weiteren befindet sich dort eine Abstellanlage für die Züge zum Prüfcenter Wegberg-Wildenrath.

Bahnsteige[Bearbeiten]

Der Hauptbahnhof Rheydt hat vier Bahnsteiggleise:

  • Gleis 1: Durchfahrende Güterzüge (das Gleis ist nur aus Richtung Köln zu erreichen)
  • Gleis 2: Züge in Richtung Mönchengladbach (außer: RB 39 und IC 1918)
  • Gleis 3: alle Züge aus Mönchengladbach
  • Gleis 4: RB 39 aus Dalheim, IC 1918 nach Berlin Südkreuz, Ein-/Ausfahrt zum Rangierbahnhof, Fußballsonderzüge mit Umsteigemöglichkeit in die Shuttle-Busse zum Stadion im Borussia-Park

Die Shuttle-Busse haben eine eigene Spur im Bereich des ehemaligen Gleises 5, das für die Bushaltestelle abgebaut wurde.

Betriebsanlagen[Bearbeiten]

Zum Rheydter Hauptbahnhof gehören noch zwei mechanische Stellwerke die 1907 in Betrieb gingen, ein Fahrdienstleiterstellwerk (Rpf) und im Norden ein Wärterstellwerk (Rpn), zum ehemaligen Güterbahnhof (Gbf) gehörten das Fahrdienstleiterstellwerk (Rmf) sowie die Wärterstellwerke Rn, Rs und R1. Diese steuerten bis 2007 die Weichen und Signale der Bahnhöfe, die bis dahin noch vollständig mit Formsignalen ausgerüstet waren. Zum Gbf gehörte auch ein Bahnbetriebswerk (Bw), für die Unterhaltung der eingesetzten Triebfahrzeuge, sowie zwei Drehscheiben. Das Betriebswerk wurde 1975 geschlossen.

Der Bahnhof ist seit November 2007 an das elektronische Stellwerk Grevenbroich angeschlossen und die alten Formsignale wurden durch Ks-Signale ersetzt.

Bedienung[Bearbeiten]

Schienenpersonennahverkehr:

Folgende Linien verkehren hier:

Linie Linienverlauf Takt
RE 4 Wupper-Express:
Aachen Hbf – Aachen Schanz – Aachen West – Herzogenrath – Übach-Palenberg – Geilenkirchen – Lindern – Hückelhoven-Baal – Erkelenz – Rheydt Hbf – Mönchengladbach Hbf – Neuss Hbf – Düsseldorf Hbf – Wuppertal-Vohwinkel – Wuppertal Hbf – Wuppertal-Barmen – Wuppertal-Oberbarmen – Schwelm – Ennepetal (Gevelsberg) – Hagen Hbf – Witten Hbf – Dortmund Hbf
60 min
RE 8 Rhein-Erft-Express:
Mönchengladbach Hbf – Rheydt Hbf – Rheydt-Odenkirchen – Hochneukirch – Jüchen – Grevenbroich – Rommerskirchen – Stommeln – Pulheim – Köln-Ehrenfeld – Köln Hbf – Köln Messe/Deutz – Köln/Bonn Flughafen – Troisdorf – Menden (Rheinl) – Bonn-Beuel – Bonn-Oberkassel – Niederdollendorf – Königswinter – Rhöndorf – Bad Honnef (Rhein) – Unkel – Erpel (Rhein) (Mo-Fr je sechs Züge) – Linz (Rhein) – Leubsdorf (Rhein) (Mo-Fr je zwei Züge) – Bad Hönningen – Rheinbrohl (Mo-Fr einzelne Züge) – Neuwied – Engers – Vallendar – Koblenz-Ehrenbreitstein – Koblenz Hbf
60 min
RB 27 Rhein-Erft-Bahn:
Mönchengladbach Hbf – Rheydt Hbf – Rheydt-Odenkirchen – Hochneukirch – Jüchen – Grevenbroich – Rommerskirchen – Stommeln – Pulheim – Köln-Ehrenfeld – Köln Hbf – Porz – Friedrich-Wilhelmshütte – Troisdorf – Menden (Rheinl) – Bonn-Beuel – Bonn-Oberkassel – Niederdollendorf – Königswinter – Rhöndorf – Bad Honnef (Rhein) – Unkel – Erpel (Rhein) – Linz (Rhein) – Leubsdorf (Rhein) – Bad Hönningen – Rheinbrohl – Neuwied – Urmitz Rheinbrücke – Koblenz-Lützel – Koblenz Stadtmitte – Koblenz Hbf
60 min
RB 33 Rhein-Niers-Bahn:
Aachen Hbf – Aachen Schanz – Aachen West – Herzogenrath – Übach-Palenberg – Geilenkirchen – Lindern hier Flügelung; Zugteil 1:Brachelen – Hückelhoven-Baal – Erkelenz – Herrath – Wickrath – Rheydt Hbf – Mönchengladbach Hbf – Viersen – Anrath – Forsthaus – Krefeld Hbf – Krefeld-Oppum – Krefeld-Linn – Krefeld-Uerdingen – Krefeld-Hohenbudberg Chempark – Rheinhausen – Rheinhausen-Ost – Duisburg-Hochfeld Süd – Duisburg Hbf
60 min
RB 34 Schwalm-Nette-Bahn:
Mönchengladbach Hbf – Rheydt Hbf – Mönchengladbach-Rheindahlen – Mönchengladbach-Genhausen – Wegberg – Arsbeck – Dalheim
60 min

Schienenpersonenfernverkehr:

Die Deutsche Bahn gab im Oktober 2009 bekannt, dass Rheydt Hauptbahnhof zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 wieder an das nationale Fernverkehrsnetz angeschlossen wird. Seitdem gibt es freitags eine IC-Verbindung von Aachen nach Dresden über Berlin und sonntags eine Verbindung in Gegenrichtung. Beide Züge bedienen Rheydt Hbf.[2]Die Laufwege der Fernverkehrsverbindungen seit Dezember 2009 lauten wie folgt:

Zugnummer Verkehrstage Linienverlauf
IC 1918 Freitag Aachen – Herzogenrath – Geilenkirchen - Rheydt – Mönchengladbach – Neuss – Düsseldorf – Duisburg – Essen – Dortmund – Hamm (Westf) – Bielefeld – Hannover – Wolfsburg – Berlin Hbf – Dresden
IC 1919 Sonntag Dresden Hbf – Berlin – Wolfsburg – Hannover – Bielefeld – Hamm (Westf) – Dortmund – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Neuss – Mönchengladbach – Rheydt – Geilenkirchen - Herzogenrath – Aachen – Düren – Köln

Am 16. Dezember 2013 kam an Werktagen außer samstags mit IC 2222/2223 (Abfahrtszeiten ab Rheydt Hbf 6:36 Uhr/19:11 Uhr) eine weitere Verbindung im Fernverkehr hinzu:

Zugnummer Verkehrstage Linienverlauf
IC 2222 Mo - Fr Aachen – Herzogenrath – Geilenkirchen – Rheydt – Mönchengladbach – Viersen – Krefeld – Duisburg – Mülheim/Ruhr – Essen - Bochum – Dortmund – Hamm (Westf) – Gütersloh - Bielefeld – Herford – Hannover – Wolfsburg – Berlin SpandauBerlin Hauptbahnhof - Berlin Ostbahnhof
IC 2223 Mo - Fr Berlin Ostbahnhof – Berlin Hauptbahnhof – Berlin-Spandau – Wolfsburg – Hannover – Herford – Bielefeld – Gütersloh – Hamm (Westf) – Dortmund – Bochum – Essen - Mülheim/Ruhr – Duisburg – Krefeld – Viersen – Mönchengladbach – Rheydt – Geilenkirchen - Herzogenrath – Aachen

Sowohl vom Marienplatz als auch vom Bahnhofsvorplatz besteht Anschluss an zahlreiche Buslinien der NVV AG ins Umland (u. a. nach Korschenbroich, Viersen, Grefrath und Jüchen).

Namensgebung[Bearbeiten]

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Ein Kuriosum ist der Umstand, dass der Rheydter Hauptbahnhof der zweite Mönchengladbacher Hauptbahnhof ist. Nachdem bei der Gebietsreform 1975 nach 1929 zum zweiten Mal die selbständige Stadt Rheydt mit der Stadt Mönchengladbach vereinigt wurde, wurde der Bahnhof durch die Deutsche Bundesbahn nicht umbenannt. Mönchengladbach ist seitdem die einzige Stadt mit zwei Bahnhöfen, die als Hauptbahnhof bezeichnet werden.

Seit Januar 2008 ist eine mögliche Umbenennung des Bahnhofs in der Diskussion. Die Deutsche Bahn AG, das Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, in dessen Tarifbereich sich der Bahnhof befindet, wollten den Namen des Bahnhofs an die seit 1975 herrschenden politischen Gegebenheiten anpassen und ihn – den bei der DBAG üblichen Konventionen entsprechend – in Mönchengladbach-Rheydt umbenennen. Dies führte zu Protesten aus Politik und Bevölkerung, wo man mit dem Namen Hauptbahnhof einen gehobeneren Status verbindet und befürchtet, dass nach einer vermeintlichen Herabstufung durch die Umbenennung dringend notwendige Investitionen zur Renovierung des Empfangsgebäudes und der Zugangsanlagen unterbleiben sowie zukünftig Gleise abgebaut und Verbindungen abgeschafft würden. Auch der besondere Status von Rheydt durch einen eigenen Hauptbahnhof und der Stadt Mönchengladbach als einzige Stadt mit zwei Hauptbahnhöfen soll nach dem Willen einiger Bürger erhalten bleiben.[3] Daraufhin sicherte Nordrhein-Westfalens damaliger Verkehrsminister Oliver Wittke zu, dass der Bahnhof weiterhin Hauptbahnhof im Namen tragen werde. Der Stadtrat hat bis zum 28. Februar 2008 die Möglichkeit, auf die Vorschläge des VRR zu antworten. Derzeit ist der Name Mönchengladbach-Rheydt Hauptbahnhof in der Diskussion. Der Hauptbahnhof wird auch weiter Rheydt Hauptbahnhof heißen.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

NRWbahnarchiv von André Joost:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bahnhofskategorieliste der DB Station&Service AG, 2013 (PDF; 282 kB)
  2. Intercity: Gladbach nicht mehr auf Abstellgleis, Artikel der Rheinischen Post vom 8. Oktober 2009
  3. Hbf Rheydt endlich sanieren, Artikel in der Rheinischen Post vom 22. Januar 2008
  4. Wittke: Rheydts Bahnhof bleibt Hauptbahnhof, Artikel in der Rheinischen Post vom 23. Januar 2008