Rhodiola

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Rhodiola
Rhodiola heterodonta

Rhodiola heterodonta

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Unterfamilie: Sempervivoideae
Tribus: Umbiliceae
Gattung: Rhodiola
Wissenschaftlicher Name
Rhodiola
L.

Rhodiola ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Der botanische Name der Gattung leitet sich vom griechischen Wort „rhodon“ für Rose und dem lateinischen Diminutiv „-iola“ ab und verweist auf die nach Rosen duftenden Wurzeln.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Arten der Gattung Rhodiola sind aufrechte bis kriechende, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie besitzen gut ausgeprägte massive oder schlanke Rhizome. In der Nähe der Triebspitzen sitzen Laubblätter und/oder Schuppenblätter. Die einfachen, meist flachen Blätter sind krautig bis etwas fleischig und sind wechselständig angeordnet.

Die einjährigen, manchmal etwas ausdauernden, unverzweigten Blütentriebe erscheinen aus den Blattachseln der Schuppenblätter, selten auch aus den Achseln der grundständigen Laubblätter. Der endständige Blütenstand ist für gewöhnlich zymös oder zu einzelnen Blüten reduziert. Selten ist er traubig. Meist sind laubige Brakteen vorhanden. Die gestielten, zwittrigen oder eingeschlechtlichen Blüten sind vier- bis fünfzählig (selten sechszählig) und obdiplostemon. Bei zweihäusigen Arten stehen sich bei männlichen Pflanzen Kronblätter und Fruchtknoten gegenüber, bei weiblichen Pflanzen wechseln sie sich ab. Bei den einhäusigen und zwittrigen Arten stehen sich Kronblätter und Fruchtknoten immer gegenüber. Der fleischige Kelch ist bei weiblichen Pflanzen als eine Röhre mit 4 bis 5 (selten 6) mehr oder weniger gleichen Zipfeln ausgebildet. Die weißen, rötlichen, tief purpurroten oder hellgelb bis grünlichen Kronblätter sind nicht miteinander verwachsen. Sie sind bei weiblichen Pflanzen immer länger als die Kelchblätter. Die Staubbeutel sind meist basifix, d.h. sie sind an der Basis mit den Staubfäden verwachsen. Die Nektarschüppchen sind linealisch-länglich bis halbkreisförmig. Die Fruchtblätter des oberständigen bis halbunterständigen Fruchtknotens sind meist an der Basis miteinander verwachsen. Der Griffel ist schlank, die Narbe endständig und papillat und die Samenanlage anatrop.

Die Frucht ist eine trockene Balgfrucht. Die darin enthaltenen, etwas spindelförmigen, bräunlichen und längs gestreiften Samen sind kleiner als 3 Millimeter.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Rosenwurz (Rhodiola rosea) in Kanada
Rosenwurz (Rhodiola rosea)

Die Gattung Rhodiola ist in Europa, Sibirien, Ostasien und Nordamerika vor allem in subarktischen und alpinen Gebieten verbreitet.

Die Erstbeschreibung erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum.[1] Nach Hideaki Ohba (* 1943) wird die Gattung Rhodiola in vier Untergattungen mit folgenden Sektionen und Arten untergliedert:[2]

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Species Plantarum. Band 2, S. 1035. Stockholm 1753, online
  2. Hideaki Ohba: Rhodiola. In: Urs Eggli: Sukkulenten-Lexikon Band 4. Crassulaceae (Dickblattgewächse). 2003, S. 218–236
  3. Jaakko Jalas, Juha Suominen, Raino Lampinen, Arto Kurtto: Atlas florae europaeae. Band 12 (Resedaceae to Platanaceae). Seite 125, Helsinki 1999. ISBN 951-9108-12-2

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rhodiola – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien