Rhododendren

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Rhododendren
Rhododendronblüte

Rhododendronblüte

Systematik
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Heidekrautgewächse (Ericaceae)
Unterfamilie: Rhododendroideae
Tribus: Rhododendreae
Gattung: Rhododendren
Wissenschaftlicher Name
Rhododendron
L.
Blühende Rhododendronbüsche im Rhododendronpark Bremen

Die Rhododendren (Singular: das Rhododendron, umgangssprachlich auch der Rhododendron) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Der Name Rhododendron, griechisch für „Rosenbaum“, wurde bis ins 17. Jahrhundert für den Oleander gebraucht und erst von Carl von Linné auf die Alpenrose übertragen. Es ist mit etwa 1000 Arten eine große Gattung. Es gibt eine Vielzahl von Sortengruppen und eine fast unüberschaubare Zahl von Sorten, teils sind es Hybriden, teilweise aber nur vegetativ vermehrbare Ausleseformen (sogenannte Sports).

Das Verbreitungsgebiet reicht von der Meeresküste bis ins Hochgebirge (in Tibet bis über 5500 m), vom tropischen Regenwald bis in die subpolare Tundra (zum Beispiel Rhododendron lapponicum und Rhododendron camtschaticum). Dementsprechend unterschiedlich sind die Arten und ihre Ansprüche.

Pflanzenbeschreibung[Bearbeiten]

Doldentraubiger Blütenstand eines Rhododendron

Rhododendren sind überwiegend immergrüne Sträucher, es gibt aber auch laubwerfende Arten, und einige Arten sind sogar Bäume. Einige leben in tropischen Wäldern (Dschungel) epiphytisch auf Bäumen. Die wechselständigen Laubblätter sind einfach und meist ganzrandig.

Es werden meist endständige traubige oder doldentraubige Blütenstände gebildet. Die zwittrigen, meist fünfzähligen, überwiegend radiärsymmetrischen bis schwach zygomorphen Blüten sind glocken-, röhren-, schalen- oder trompetenförmig. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen. Staubblätter sind fünf bis zehn (bis 27) vorhanden. Es werden Kapselfrüchte gebildet mit zahlreichen Samen, die meist geflügelt sind. Die Blütezeit der Rhododendren reicht von Januar bis August, die meisten blühen im April/Mai. In dieser teilweise sehr prachtvollen, intensiven Rhododendrenblüte ist die Ursache ihrer Beliebtheit und des großen gärtnerischen Interesses zu sehen.

Viele Arten zeigen ein verfilztes, kupfer- (zum Beispiel Rhododendron bureavii) bis silberfarbiges (zum Beispiel Rhododendron argyrophyllum) Indumentum an der Blattunterseite, einige (z. B. Rhododendron fortunei, viele Azaleen i.e. laubabwerfende Rhododendren wie Rhododendron luteum, Rhododendron prinophyllum) duften zart bis stark, der Austrieb kann kupferfarben (Rhododendron williamsianum) bis blau (Rhododendron aeruginosum) sein, auch die Blätter vieler Lepidoten duften. Alle diese Eigenschaften gehen beim Kreuzen verloren.

Standort- und Pflegebeschreibung[Bearbeiten]

Blütenstand mit noch geschlossenen Rhododendronblüten
Rhododendronblüten

In der Gattung Rhododendron kann grob zwischen den großblumigen, zumeist auch kräftig und höher wachsenden Arten und Sorten sowie den kleinblumigen, zumeist kriechenden oder zwergwüchsigen Arten und Sorten unterschieden werden. Die ersten sind echte Waldpflanzen, die den Schirm hoher, tiefwurzelnder Bäume zum Leben nötig haben und sich im tiefgründigen Waldhumus am üppigsten entwickeln. Die zwergartig wachsenden dagegen gehören zur Zwerggehölzformation der Hochgebirge, deren Lebensgrundlage eine Rohhumusschicht von mehr oder weniger großer Stärke ist, mit gutem Wasserabzug und hoher Luftfeuchtigkeit.

Die drei einheimischen Arten (in Österreich und Deutschland) wurzeln wie alle Rhododendren sehr flach (unsere alpinen kaum spatentief), können aber auch – sehr selten – höher als die durchschnittlichen 1,20 m werden. Sie benötigen unbedingt saure Böden, die sie in den oft dünnen Humusauflagen auch auf kalk- bzw. dolomithaltigen Böden vorfinden (gilt besonders für Rhododendron hirsutum). Es ist nur ein scheinbarer Widerspruch, Rhododendron hirsutum wächst in den Kalkalpen und verträgt dennoch keinen Kalk: Bei derartig niedrigen pH-Werten im Wurzelbereich sind Ca++-Ionen aus dem Boden (Kalk CaCO3 bzw. Dolomit CaMg(CO3)2) kaum in wässriger Lösung vorhanden. Lediglich die Toleranz gegenüber höheren Ca++-Konzentrationen ist etwas größer als bei anderen Arten und Sorten.

Eng verwandt ist der Rhodothamnus chamaecistus (L.), genannt Zwergalpenrose, der nur in den Ostalpen vorkommt mit ähnlichem Verbreitungsgebiet wie Rhododendron hirsutum, zum Beispiel in den Nördlichen Kalkalpen.

Giftigkeit[Bearbeiten]

Viele Rhododendren sind giftig; die giftigen Inhaltsstoffe, Grayanotoxine (u.a. Grayanotoxin I, Andromedotoxin) aus der Klasse der Diterpene, befinden sich nicht nur in Blättern, sondern auch im Nektar und im Pollen. Es sind auch Vergiftungen beim Menschen durch den übermäßigen Genuss des Honigs aus dem Nektar von Rhododendron ponticum bekannt geworden. Bei schweren Vergiftungen kann verlangsamte Herztätigkeit, schwacher Puls bis hin zum Koma und Tod durch Atemstillstand eintreten. Auch bei Weidetieren sind Vergiftungen durch den Verzehr der Blätter aufgetreten.

Arten und Verbreitung[Bearbeiten]

Weltweit gibt es über 1.000 Arten, die meisten davon sind in Asien, etliche in Nordamerika heimisch.

Arten der Gattung Rhododendron kommen überall in feuchten Gebieten der nördlichen Hemisphäre und in der südlichen Hemisphäre in Südostasien und im nördlichen Australien vor. In Südamerika und Afrika sind von Natur aus keine Rhododendren beheimatet. Die höchste Artenvielfalt findet sich im Himalaya im Raum Uttarakhand - Nepal und Sikkim, um Yunnan und Sichuan.[1] Weitere Gebiete mit einer hohen Vielfalt an Rhododendronarten sind die Berge von Indochina, sowie Korea, Japan und Taiwan.

Tropische Rhododendron-Arten kommen von Südostasien bis Nordaustralien vor, mit 55 bekannten Arten in Borneo und 164 in Neu-Guinea.[2] Relativ wenige Arten sind in Nordamerika und Europa beheimatet.

In Europa kommen zehn Arten vor:

Im Kaukasus:

In Südamerika und Afrika fehlen sie völlig, jedoch in Nordaustralien treten sie auf.

In West- und Mitteleuropa sind Rhododendren wegen ihrer großen roten, violetten oder weißen Blütenstutze als Ziersträucher beliebt. In Südwestirland finden sich ganze Wälder aus verwilderten Rhododendren (Rhododendron ponticum), die als invasive Neophyten eine Gefahr für die Artenvielfalt (z. B. im Sydney-Nationalpark) darstellen.

Systematik[Bearbeiten]

Die etwa 1000 Arten werden gegliedert in bis zu 12 Untergattungen:

  • Untergattung Azaleastrum: etwa 30 Arten immergrüner Sträucher bis kleiner Bäume.
  • Untergattung Candidastrum: mit der einzigen Art Rhododendron albiflorum
  • Untergattung Hymenanthes: etwa 270 Arten immergrüner Sträucher oder Bäume, selten kriechender Sträucher, aus denen die meisten immergrünen Garten-Rhododendren gezüchtet wurden.
  • Untergattung Mumeazalea
  • Untergattung Pentanthera: 24 Arten laubwerfender, aufrecht wachsender Sträucher, selten Bäume, darunter die 15 nordamerikanischen Azaleen und die einzige europäische.
  • Untergattung Pseudazalea: sechs Arten kleiner bis mittelgroßer, laubwerfender bis halbimmergrüner Sträucher, selten immergrün.
  • Untergattung Pseudorhodorastrum: zehn Arten kleiner, immergrüne Sträucher.
  • Untergattung Rhododendron: etwa 500 Arten Sträucher, selten Bäume, meist immergrün, selten laubwerfend. Hierzu gehören die Alpenrosen: Rostblättrige Alpenrose (R. ferrugineum) und Bewimperte Alpenrose (R. hirsutum)
  • Untergattung Rhodorastrum: nur zwei Arten kleiner bis mittelgroßer, laubwerfender bis halbimmergrüner Sträucher.
  • Untergattung Therorhodion: drei Arten laubwerfender Zwergsträucher.
  • Untergattung Tsutsusi: 115 Arten laubwerfender Sträucher, manchmal Zwergsträucher, darunter die asiatischen Azaleen, von denen die meisten aus Japan stammen.
  • Untergattung Vireya: tropische Rhododendren (unter anderem 55 Arten in Borneo, 164 in Neuguinea)

Charakteristisch ist die Zahl (und Form) der Schuppen an den Blättern, die den Kern der großen Unterteilung in Lepidote (beschuppte, das sind meist die alpinen, kleinblättrigen Typen wie unsere heimischen) und Elepidote (schuppenlose) bildet. Die Gärtner folgen meist noch der alten Einteilung in Azaleen (laubabwerfend, d. h. sommergrün). Da sich vorwiegend die Engländer durch frühe Importe aus USA (Rhododendron catawbiense) und später aus Ostasien mit den Rhododendren beschäftigt haben, da vielen auch das feuchte Klima in England sehr behagt, folgt man meist noch der englischen Einteilung in „Series“ und „Subseries“ (so zum Beispiel Davidian in seinem Standardwerk).

Die veraltete grobe Einteilung: Lepidote, Elepidote, Vireya (tropische Arten), Azaleen (wieder unterteilbar in sommergrüne und wintergrüne).

1998 erfolgte im Rhododendron Handbook der britischen Royal Horticultural Society (RHS) unter Zugrundelegung einer überarbeiteten Sleumer-Klassifikation (diese stammt aus 1949) die Gliederung in sieben Subgenera, die ihrerseits weiter in Sektionen und Untersektionen erfolgt. An diese halten sich die meisten nationalen Rhododendrongesellschaften.

Die Variabilität innerhalb einer Art kann sehr hoch sein. Zum Beispiel kann die Blütenfarbe bei Rhododendron ambiguum sehr variieren: meist blüht die Art gelb mit grünen Flecken, es gibt aber auch lilafarbene. Einige amerikanische Azaleen blühen typisch gelb, aber auch orange bis leuchtendrot. Angaben zu den Blütenfarben in der Literatur reichen oft von weiß über rosa bis karmesin, mit und ohne Flecken, einfach und gefüllt. Rhododendron schlippenbachii und Rhododendron vaseyi sind berühmt für ihr Rosa, es kommen aber auch reinweiß blühende vor. Auch die Blütenform kann stark variieren.

Wichtige Arten und Sortengruppen[Bearbeiten]

Trebah Garden, Cornwall: Rhododendronhecke

Die kleinwüchsigen Arten aus den Alpen werden Alpenrosen genannt:

Zwischen beiden heimischen Alpenrosen-Arten kann es zu Bastarden kommen (Rh. ×intermedium), die kreuzen und mit den Eltern rückkreuzen können. Heimische Sträucher überdauern den Winter meist unter dem Schnee, der vor Erfrieren und Austrocknen schützt.

Viele blühen lila bis blau: Rhododendron impeditum; Rhododendron scintillans; Rhododendron russatum; Rosa und sehr niedrig: Rhododendron keleticum, Rhododendron radicans Berühmt sind die eher wenigen rotblütigen Arten (Rhododendron repens ssp. forrestii, haemaleum, haematodes; viele Repenshybriden von D. G. Hobbie), es gibt sogar schwarzrot blühende.

Vertreter der großblütigen Arten sind:

  • Rhododendron catawbiense Michx.: einer der ältesten Importe von N. Carolina nach Europa und Basis sehr vieler Züchtungen (‘Lee's Dark Purple’ u. a.) und Selektionen (grandiflorum); violett mit Basalfleck; sehr hart und prächtig
  • Rhododendron arboreum Sm.: bis zu 30 m hoch, tiefrote Blüten; Nationalpflanze von Nepal; nicht winterhart
  • Rhododendron augustinii Hemsl.: aus Westchina, schöne blaue bis blauviolette Blüten mit Flecken
  • Rhododendron fortunei Lindl.: mit sehr großen, duftenden Blüten
  • Rhododendron sinogrande Balf.f. & W.W.Sm.: mit Blättern bis 100 cm Länge; in Mitteleuropa eher im Glashaus
  • Rhododendron smirnowii Trautv.: sehr hart in Mitteleuropa
  • Rhododendron oreodoxa Franch. und fargesii Franch.: rosa, Blüte Anfang April (oreodoxa)
  • Rhododendron strigillosum Franch.: blüht wunderbar rot
  • Rhododendron sutchuenense Franch.: aus Sichuan, sehr frühblühend (Ende März) rosa; erhältlich meist als Naturhybride ‘Geraldi’
  • Rhododendron thomsonii Hook.f.: rote Glocken; Winterschutz sinnvoll
  • Rhododendron wardii W.W.Sm.: wahrscheinlich einer der besten gelbblühenden; Blüten auch schalenförmig, mit oder ohne rotem Basalfleck; Blätter können auch blau überlaufen sein
  • Rhododendron xanthocodon Hutch.: gelbe Glocken; Winterschutz erforderlich
  • Rhododendron metternichii Siebold & Zucc., makinoi Tagg: aus Japan, eher mittelgroß, rosa bis rosa/weiß, sehr hart
  • Rhododendron yakushimanum Nakai: nur auf der japanischen, namensgebenden Insel; rosa Knospe, weiße Blüten, dunkles Laub, sehr hart – Ausgangspunkt vieler Züchtungen (zum Beispiel D. G. Hobbie, Hachmann)

Vertreter der Azaleen sind die:

  • Topfazalee (Rhododendron simsii Planch.)
  • Laubwerfende, winterharte Arten:
    • Japanische Azalee (Rhododendron japonicum (Blume) C.K.Schneid.)
    • Westliche Azalee (Rhododendron occidentale (Torr. & A.Gray) A.Gray)
    • Gartenazalee (Rhododendron molle (Blume) G.Don), sommergrün
    • Rhododendron luteum Sweet (früher Rhododendron flavum G.Don; früher auch Azalea pontica), die einzige europäische Azalee
    • Flammenazalee (Rhododendron calendulaceum (Michaux) Torrey) aus den Appalachen/USA

und der

  • Sumpfporst (Rhododendron tomentosum Harmaja), ursprünglich bekannt als Ledum palustre L..

Rhododendron-Sorten[Bearbeiten]

Hauptartikel: Rhododendron-Sorten

Parks[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Baden-Württemberg[Bearbeiten]

Bayern[Bearbeiten]

  • Rhododendron- und Schlosspark Dennenlohe in Mittelfranken, 13 Hektar großer Landschaftspark am Wasser
  • Rhododendronhain im Stadtpark Neue Welt in Memmingen (ehemaliges Gelände der Landesgartenschau 2000)

Bremen[Bearbeiten]

  • Rhododendron-Park Bremen mit Botanika, 46 Hektar, zweitgrößte Rhododendronsammlung der Welt (ca. 600 Arten, davon ca. 110 tropische und 160 subtropische in der Botanika, 3250 Sorten, davon ca. 420 verschiedene Indische Azaleen)
Rhododendrongesäumtes Grab auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg

Hamburg[Bearbeiten]

Hessen[Bearbeiten]

Mecklenburg-Vorpommern[Bearbeiten]

Rhododendronpark Graal-Müritz

Niedersachsen[Bearbeiten]

Ammerland[Bearbeiten]

Ein Zentrum der Rhododendronzucht in Deutschland ist das Ammerland im nordwestlichen Niedersachsen. In der Kreisstadt Westerstede finden alle vier Jahre Rhododendronfesttage statt („Rhodo“), dabei handelt es sich um die größte Rhododendren-Ausstellung Europas. Es gibt in dem Landkreis mehrere Rhodendronparks.

  • Maxwaldpark in Fikensolt bei Westerstede (ältester Rhododendronwaldpark in Norddeutschland, ab 1890 nach dem Vorbild englischer „rhododendron woodlands“ angelegt)
  • Park der Gärten, Bad Zwischenahn (ehemaliges Gelände der niedersächsischen Landesgartenschau 2002)
  • Rhododendronpark Bruns in Gristede, (zwischen Bad Zwischenahn und Wiefelstede)
  • Rhododendronpark Hobbie in Petersfeld bei Westerstede (mit 70 ha Deutschlands größter Rhododendronpark)

Nordrhein-Westfalen[Bearbeiten]

Azaleenblüte im Botanischen Garten Bielefeld
  • Botanischer Garten und Johannisfriedhof in Bielefeld (angeblich die größten Rhododendronbüsche Europas)
  • Rombergpark in Dortmund-Brünninghausen
  • Rhododendrongarten im Panorama Park Sauerland, Kirchhundem bei Olpe
  • Landschaftspark und Arboretum „Heilmannshof“, 320 Rhododendronarten- und Sorten, Nähe Krefeld
  • Der Rhododendronpark des Vorwerk-Parks der Barmer Anlagen in Wuppertal. Um 1907 wurde der Steinbruch zum Rhododendronpark umgestaltet, an dessen Gestaltung der bekannte Wuppertaler Baumschulist und Züchter Nissen beteiligt war.
  • Das Rhododendrontal in der Gruga in Essen mit ca. 500 Arten
  • Die Rhododendron-Schlucht im Forstbotanischen Garten Köln

Sachsen[Bearbeiten]

Sachsen-Anhalt[Bearbeiten]

Schleswig-Holstein[Bearbeiten]

Thüringen[Bearbeiten]

  • Rhododendrongarten am Rande des Kneippkurortes Tabarz (betreut vom Thüringerwald-Verein Zweigverein Tabarz 1893 e.V.)
  • Schlosspark Tannenfeld, alter englischer Landschaftspark in Thüringen, nahe Altenburg, große Artenvielfalt an Rhododendren und Azaleen

Finnland[Bearbeiten]

Blühende Rhododendren im Rhododendronpark Helsinki (Finnland)

Frankreich[Bearbeiten]

Rhododendrongruppe in der Pépinière (Nancy)
  • „Pépinière“ (Parkanlage im Zentrum Nancys)

Großbritannien[Bearbeiten]

Trebah Garden (Cornwall)

Irland[Bearbeiten]

  • Killarney-Nationalpark: In dessen vom Golfstrom begünstigten, fast mediterranen Klima ist das Rhododendron fast schon eine Plage geworden, der man mit sogenannten Workcamps versucht Herr zu werden.

Italien[Bearbeiten]

Rhododendronblüte im „Parco della Burcina“ (Piemont)

Österreich[Bearbeiten]

  • Botanischer Garten Linz

Polen[Bearbeiten]

  • Park Woislowitz (Wojsławice) bei Niemcza (Nimptsch) in Niederschlesien, angelegt von Fritz von Oheimb, 150 ha.

Schweden[Bearbeiten]

  • Im Brunnspark in Ronneby, Schweden, reicht der Rhododendron-Bereich bis in den Wald hinein; eine unübliche Platzierung.

Schweiz[Bearbeiten]

Slowakei[Bearbeiten]

  • Arboretum Mlyňany, angelegt im Jahre 1892 von Graf Stefan Ambrózy-Migazzi.

Tschechien[Bearbeiten]

  • Schlosspark Průhonice bei Prag

Ungarn[Bearbeiten]

  • Arboretum von Jeli, angelegt im Jahre 1922 von Graf Stefan Ambrózy-Migazzi.

USA[Bearbeiten]

Krankheiten[Bearbeiten]

Rhododendronzikaden bei der Paarung

Falsche Standortbedingungen können bei Rhododendren zu Erkrankungen führen. Unterschiedliche Arten der Erkrankung sind: Pilzbefall, Braunwerden der Blätter, Vertrocknen der Knospen. Schädlingsbefall, beispielsweise durch Rüsselkäfer, führt ebenfalls zur Beeinträchtigung der Pflanze.

Auffallend an den beiden Alpenrosen-Arten sind oft rote, gallertartige Wucherungen, sogenannte Alpenrosen-Äpfel. Eine weitere Krankheit ist die Knospenfäule. Sie kann durch die Rhododendronzikade übertragen werden. Diese Zikade schlitzt die jungen Knospen auf, um dort ihre Eier abzulegen. Durch diese Schlitze kann dann der Pilz Pycnostysanus azaleae leichter in die Pflanze eindringen und sich vermehren.

Aus Japan eingeschleppt wurde die Rhododendron-Gitternetzwanze (Stephanitis rhododendri). Die Wanze saugt an der Mittelrippe, was zu einem Braunwerden und Abfallen der Blätter führt. Die im Juli gelegten Eier überwintern. Die Nachkommen schlüpfen im Mai.

Literatur[Bearbeiten]

zu den Arten

  • G. Argent, J. Bond, D. Chamberlain, P. Cox, A. Hardy: „The Rhododendron Handbook“. RHS, London 1988
  • G. Argent: „Rhododendrons of Subgenus Vireya“. Royal Horticultural Society with the Royal Botanic Garden Edinburgh 2008
  • D. Chamberlain, R. Hyam, G. Argent, G. Fairweather, K.S. Walter: „The Genus Rhododendron: Its Classification and Synonymy“. Royal Botanic Garden, Edinburgh 1996
  • P.A. und K.N.E. Cox: „Encyclopedia of Rhododendron Species“. Glendoick Publishing, Perth 1997
  • P.A. Cox: „The Smaller Rhododendrons“. Timber Press Inc., Portland 1985
  • P.A. Cox: „The Larger Species of Rhododendron“. Batsford Ltd. 1979
  • J. Cullen: „Hardy Rhododendron Species: A Guide to Identification“. Timber Press Inc., Portland 2005
  • J. Cullen: „Revision of Rhododendron I. Subgenus Rhododendron, Section Rhododendron and Pogonanthum“. Notes from the Royal Botanic Garden Edinburgh, Vol. 39, No.1 1980
  • H.H. Davidian: „The Rhododendron Species“. Volume I-IV. Batsford Ltd. 1982-1995
  • E. Moser: „Rhododendren. Wildarten und Hybriden“. Erhard Neumann, Stuttgart 1997
  • E. Teuscher, U. Lindequist: „Biogene Gifte“. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, 3. Aufl. 2010. S. 177-180.
  • L.C. Towe: „American Azaleas“. Timber Press Inc., Portland 2004

zu den Sorten

  • Bundessortenamt: „Beschreibende Sortenliste Topfazalee“, 2. Auflage. Landbuch-Verlag 2000
  • K.N.E. Cox: „Rhododendrons & Azaleas“. The Crowood Press Ltd., Ramsbury 2005
  • A. De Raedt & S. De Groote: „De Harde Gentse“. Gavere 2000
  • F. Galle: „Azaleas“. Timber Press Inc., Portland 1987
  • W. Schmalscheidt: „Rhododendron-Züchtung in Deutschland“, 2. Auflage. Selbstverlag, Oldenburg 2002
  • W. Schmalscheidt: „Rhododendron- und Azaleenzüchtung in Deutschland“, 2. Auflage. Gartenbild Heinz Hansmann, Rinteln 1991
  • W. Schmalscheidt: „Handbuch der Knap-Hill-Azaleen“. Gartenbild Heinz Hansmann, Rinteln 2000
  • The Royal Horticultural Society: „The International Rhododendron Register and Checklist“, 2nd. Ed. The Royal Horticultural Society, London 2004
  • D.M. Van Gelderen, J.R.P. Van Hoey Smith: „Rhododendron-Atlas“. Eugen Ulmer, Stuttgart 1991

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rhododendron – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Rhododendron – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. About Rhododendrons. Rhododendron Species Foundation.
  2. Argent, G. Rhododendrons of subgenus Vireya. 2006. Royal Horticultural Society. ISBN 1-902896-61-0
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