Ričardas Berankis

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Ričardas Berankis Tennisspieler
Ričardas Berankis
Spitzname: Rycka
Nationalität: LitauenLitauen Litauen
Geburtstag: 21. Juni 1990
Größe: 175 cm
Gewicht: 70 kg
Spielhand: Rechts
Trainer: Remigijus Balžekas
Preisgeld: 726.414 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 37:33
Höchste Platzierung: 67 (6. Mai 2013)
Aktuelle Platzierung: 77
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 6:8
Höchste Platzierung: 285 (28. November 2011)
Aktuelle Platzierung: 566
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 12. Juli 2013
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Ričardas Berankis (* 21. Juni 1990 in Vilnius) ist ein litauischer Tennisspieler.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

2005–2007: Erfolge als Junior und erste Erfahrungen auf Future-Turnieren[Bearbeiten]

Ričardas Berankis begann schon im Alter von zwei Jahren mit dem Tennisspielen. Ab dem Jahr 2005 spielte er auf der Juniorentour, und konnte dort schon bald Turniersiege feiern. Seine größten Erfolge waren der Gewinn der US Open 2007 sowie das Erreichen des Halbfinals bei den Australian Open 2007 und den Wimbledon Championships 2007. Er beendete das Jahr 2007 auf Position 1 der Junioren-Weltrangliste.

Schon 2006 sammelte Berankis zudem Erfahrungen auf Future-Turnieren im Erwachsenenbereich. Im März 2007 konnte er in Portugal erstmals ein Future-Turnier gewinnen. Im Mai 2007 wurde er in das litauische Davis-Cup-Team berufen, und konnte dort drei von sechs Spielen gewinnen. Im weiteren Jahresverlauf erreichte Berankis noch ein Future-Halbfinale, und beendete das Jahr auf Platz 707 der Tennis-Weltrangliste.

2008–2009: Challenger-Erfolge und ATP-Debüt[Bearbeiten]

Im Jahr 2008 spielte Ričardas Berankis vermehrt Turniere der ATP Challenger Tour. Im Juni 2008 konnte sich Berankis in Warschau erstmals für das Hauptfeld eines ATP-Turniers qualifizieren. Obwohl er in der ersten Runde gegen Wayne Odesnik ausschied, wurde er daraufhin im Juli 2008 als erster Litauer überhaupt in den Top 500 der Weltrangliste geführt (bisheriger Rekordhalter seines Landes war Rolandas Muraška, der es 2001 auf Platz 575 geschafft hatte). Für das ATP-Turnier von Umag bekam er eine Wildcard, verlor jedoch in der ersten Runde gegen Fabio Fognini. Als Sieger der letztjährigen Juniorenkonkurrenz bekam Berankis für die Qualifikation zu den US Open 2008 eine Wildcard, und schaffte es nach einem Sieg über den Top-100-Spieler Serhij Stachowskyj in die dritte Qualifikationsrunde, wo er knapp an Björn Phau scheiterte.

Das Jahr 2009 begann für Berankis mit einer Finalteilnahme bei einem Future-Turnier in Deutschland. Im März 2009 steuerte er zum 3:2-Sieg über Georgien im Davis Cup zwei Einzelsiege bei, war dann jedoch im Juli 2009 gegen Slowenien ebenso chancenlos wie sein Team, welches 0:5 verlor. Im weiteren Jahresverlauf erreichte Berankis in Qarshi und Champaign zweimal das Halbfinale eines Challenger-Turniers, zudem stand er in zwei weiteren Future-Finals.

2010: Zwei Challenger-Titel und Einstieg in die Top 100[Bearbeiten]

Nachdem er im Januar 2010 in Salinas erneut ein Challenger-Halbfinale erreicht hatte, konnte sich Ričardas Berankis im Februar 2010 für das ATP-Turnier von San José qualifizieren. Dort gewann er gegen Robby Ginepri sein erstes ATP-Match, und erreichte nach einem Sieg über Björn Phau sogar das Viertelfinale, wo er gegen den späteren Turniersieger Fernando Verdasco knapp verlor. Dadurch stieg er erstmals in die Top 200 der Weltrangliste ein. Nachdem er im Davis Cup mit Litauen dank zweier Einzelsiege mit 3:2 über Großbritannien gesiegt hatte, nahm Berankis an der Qualifikation zu den French Open 2010 teil. Dort scheiterte er aber in der dritten Qualifikationsrunde an Martin Fischer. Davon ließ er sich jedoch nicht entmutigen, sondern gewann eine Woche später in Nottingham durch einen Sieg über Gō Soeda seinen ersten Challenger-Titel. In Wimbledon schaffte er dann im dritten Anlauf erstmals die Qualifikation für ein Grand-Slam-Turnier, und erreichte durch einen Sieg über Carsten Ball sogar die zweite Runde. Dort verlor er jedoch in vier Sätzen gegen den an Position 22 gesetzten Feliciano López. Im August 2010 erreichte Berankis in Vancouver zum zweiten Mal das Finale eines Challenger-Turniers, unterlag dort jedoch Dudi Sela. Nachdem er sich bei den US Open 2010 erneut erfolgreich für ein Grand-Slam-Turnier qualifiziert hatte, besiegte er in der ersten Runde Ryan Sweeting. In der zweiten Runde traf er auf den an Position 13 gesetzten Jürgen Melzer, dem er in einem knappen Match in fünf Sätzen unterlag. Eine Woche nach den US Open trat Berankis mit Litauen im Davis-Cup-Relegationsspiel um den Einzug in die Europa/Afrika-Gruppe I an. Er gewann ein Einzel und ein Doppel, konnte jedoch die 2:3-Niederlage gegen Slowenien nicht verhindern. Aufgrund einer Viruserkrankung musste Berankis danach mehrere Turniere absagen, konnte aber beim Jahresabschluss in Helsinki noch einmal ein Challenger-Finale erreichen. Dort profitierte er von der Aufgabe des Titelverteidigers Michał Przysiężny und gewann somit seinen zweiten Titel in diesem Jahr. Dadurch stieg er in der Weltrangliste bis auf Platz 85, und war damit zum Jahresende der jüngste Spieler in den Top 100.

2011: Etablierung auf der ATP-Tour und Verletzungssorgen[Bearbeiten]

Das Jahr 2011 begann für Ričardas Berankis mit der erfolgreichen Qualifikation für das ATP-Turnier in Brisbane. Dort besiegte er in der ersten Hauptrunde Arnaud Clément, verlor dann aber in einem knappen Dreisatzmatch gegen den an Position 7 gesetzten Florian Mayer. Auch bei seinem Australian-Open-Debüt konnte Berankis durch einen Dreisatzsieg über Lokalmatador Marinko Matosevic in die zweite Runde einziehen. Dort traf er auf den angeschlagenen Top-30-Spieler David Nalbandian, der nach weniger als einer Stunde Spielzeit bei 0:2-Satzrückstand aufgab. In seinem ersten Drittrundenmatch bei einem Grand-Slam-Turnier unterlag Berankis dann aber aufgrund einer zu hohen Fehlerquote klar dem an Position 7 gesetzten späteren Halbfinalisten David Ferrer. Im Februar 2011 trat Ričardas Berankis beim ATP-Turnier in San José an und besiegte dort in der ersten Runde den an Position 6 gesetzten Benjamin Becker. Als Nächstes gewann er ein umkämpftes Dreisatzmatch gegen Donald Young, und erreichte dadurch wie schon im Vorjahr das Viertelfinale. Dort verlor er allerdings in zwei knappen Sätzen gegen den späteren Turniersieger Milos Raonic. Auch bei den folgenden ATP-Turnieren in Memphis und Delray Beach schied Berankis jeweils in der ersten Runde gegen den späteren Turniersieger Andy Roddick bzw. Juan Martín del Potro aus. Bei der anschließenden Davis-Cup-Partie gegen Estland konnte Berankis trotz zweiter Einzelsiege die 2:3-Niederlage gegen die Esten nicht verhindern. Nachdem er bei den Masters-Turnieren in Indian Wells und Miami in der zweiten bzw. ersten Runde ausgeschieden war, musste Ričardas Berankis wegen Leistenproblemen eine längere Verletzungspause einlegen. Dadurch verpasste er sowohl die French Open als auch Wimbledon. Nach fast vier Monaten Pause gab Berankis im Juli 2011 in Atlanta sein Comeback. Im Einzel schied er bereits in der ersten Runde aus, im Doppel jedoch konnte er zusammen mit Xavier Malisse das Halbfinale erreichen.

Bemerkungen[Bearbeiten]

Eine Zeit lang wurde Berankis auf der englischsprachigen ATP-Homepage als Richard Berankis geführt, was der litauischen Aussprache seines Namens Ričardas näher kommt als Ricardas (mit hartem k).

Erfolge[Bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250
ATP Challenger Tour (3)

Einzel[Bearbeiten]

Siege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 6. Juni 2010 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Nottingham Rasen JapanJapan Gō Soeda 6:4, 6:4
2. 28. November 2010 FinnlandFinnland Helsinki Hartplatz (i) PolenPolen Michał Przysiężny 6:1, 2:0, aufg.
3. 27. Juli 2014 KasachstanKasachstan Astana Hartplatz TurkeiTürkei Marsel İlhan 7:5, 5:7, 6:3

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 29. Juli 2012 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Los Angeles Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sam Querrey 0:6, 2:6

Weblinks[Bearbeiten]