Ricardo Arjona

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Ricardo Arjona

Ricardo Arjona (gesprochen /aɾ'xona/) (eigentlich Edgar Ricardo Arjona Morales; * 19. Januar 1964 in Jocotenango, Guatemala) ist ein populärer guatemaltekischer Sänger und ehemaliger Basketballspieler. Er gewann einen Latin Grammy (Best Male Pop Vocal Album 2006) und einen US-Grammy (Best Latin Pop Album 2007) für sein Album Adentro. Dazu kommen zahlreiche weitere Nominierungen für beide Preise.

Leben[Bearbeiten]

Arjona wurde im Dorf Jocotenango, in der Nähe von Antigua Guatemala, geboren. Seine Eltern sind Ricardo Arjona Moscoso und Noemí Morales de Arjona. Im Alter von drei Jahren zogen er und seine Familie nach Guatemala-Stadt.

Nach erstem musikalischem Unterricht nahm er 1974 am Wettbewerb „Festival Infantil Juventud 74“ mit einem von seinem Vater komponierten Lied teil. Seine Schulbildung setzte er zunächst im Fach Architektur und Ingenieurswesen an der Universität von San Carlos (USAC) fort, die er später jedoch mit einem Abschluss in Kommunikationswissenschaften verließ.

Arjona war neben seinen musikalischen Fähigkeiten ein talentierter Basketballspieler, spielte für Leones de Marte und aktiv. Er reiste mit der Nationalmannschaft Guatemalas durch Zentralamerika und hielt lange Zeit den Rekord für einen Spieler in Guatemala, als er über 70 Punkte in einem Spiel erzielte.[1]

Seine professlionelle musikalische Karriere begann 1981 mit einem Vertrag bei PolyGram, für die er vier Jahre später sein Debütalbum vorlegte. Seither entwickelte er sich zu einem der erfolgreichsten Musiker Mittelamerikas, der Einflüsse von Latin Pop, Rock, kubanischer Musik und Tejano verarbeitet. Seine Texte sind für Offenheit in Fragen wie Homosexualität, Vergewaltigung, Menschenraub und Immigrantentum bekannt.[2] „El Animal Nocturno“, so sein Spitzname, verkaufte bislang mehr als 20 Millionen Tonträger. Sein zwölftes Album Poquita Ropa beispielsweise erhielt in kürzester Zeit Goldstatus in Chile, den USA, Kolumbien und Puerto Rico sowie Platinauszeichnungen in Mexiko und Argentinien.

Arjona übernahm 2006 in Bandidas eine kleine Rolle als Darsteller.

Arjona ist Namensgeber der Bibliothekshalle der USAC sowie einer Straße seines Geburtsortes.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1985: Déjame decir que te amo
  • 1990: Jesús, verbo no sustantivo
  • 1991: Del otro lado del sol
  • 1993: Animal nocturno
  • 1994: Historias
  • 1996: Si el norte fuera el sur
  • 1997: Historia de un animal nocturno
  • 1998: Sin daños a terceros
  • 1999: Ricardo Arjona Vivo
  • 2000: Galería caribe
  • 2002: Santo pecado
  • 2003: Lados B
  • 2004: Solo
  • 2005: Adentro (Grammy, Latin Grammy)
  • 2007: Quien dijo ayer
  • 2008: Quinto piso
  • 2010: Poquita ropa
  • 2011: Independiente
  • 2013: Metamorfosis: en vivo
  • 2014: Viaje

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ricardo Arjona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Edgar Ricardo jugando para los Leones de Marte: El Deportista. Fotolog.com, 18. Juli 2008, abgerufen am 4. Februar 2014 (spanisch).
  2. Arjona bei Biografias y Vidas