Ricardo Mayorga

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ricardo Mayorga Boxer
Daten
Geburtsname Ricardo Antonio Mayorga Pérez
Gewichtsklasse Halbmittelgewicht
Nationalität Nicaraguanisch
Geburtstag 3. Oktober 1973
Geburtsort Managua
Stil Linksauslage
Größe 1,75 m
Kampfstatistik
Kämpfe 39
Siege 29
K.-o.-Siege 23
Niederlagen 8
Unentschieden 1
Keine Wertung 1

Ricardo Antonio Mayorga Pérez (* 3. Oktober 1973 in Managua) ist ein ehemaliger nicaraguanischer Boxer.

Profikarriere[Bearbeiten]

Der Normalausleger Mayorga begann seine Profikarriere 1993 im Halbweltergewicht im Nachbarstaat Costa Rica mit einer K.o.-Niederlage im ersten Kampf. Er verlor noch zweimal in der Aufbauphase, zeigte aber in der Folge gute Schlagkraft und im Welter- und Halbmittelgewicht mehrere spektakuläre K.o.-Siege. Der US-amerikanische Box-Promoter Don King nahm ihn unter Vertrag und die WBA machte ihn, ohne dass er zuvor einen namhaften Gegner geschlagen hatte, zum Pflichtherausforderer des ungeschlagenen Weltmeisters Andrew Lewis, der King kurz vorher verlassen hatte.

Der Kampf am 28. Juli 2001 wurde in der zweiten Runde nach einer Platzwunde bei Lewis infolge eines Kopfzusammenstoßes abgebrochen und blieb ohne Wertung, so dass ein Rückkampf angesetzt wurde. Kings Berechnung ging auf, Mayorga hatte am 30. März 2002 tatsächlich mit seinem wilden Straßenschlägerstil das Rezept um Lewis zu beherrschen und in der fünften Runde durch technischen K.o. zu besiegen.

Anschließend kam es am 25. Januar 2003 zum Aufeinandertreffen mit dem ungeschlagenen WBC-Weltmeister Vernon Forrest. Völlig überraschend konnte Mayorga diesen ebenfalls vorzeitig besiegen und vereinigte den WBA- und WBC-Titel. Den direkten Rückkampf gewann er nach Punkten.

Am 13. Dezember 2003 traf er in einem weiteren Vereinigungskampf mit IBF-Weltmeister Cory Spinks. In dem Kampf wurden ihm in der fünften und elften Runde Punkte abgezogen. Ohne diese Punktabzüge wäre für ihn ein Unentschieden möglich gewesen, so verlor er den Kampf aber nach Punkten.

Anschließend stieg er kurzfristig um zwei Gewichtsklassen in das Mittelgewicht auf, um am 2. Oktober 2004 in einem finanziell lukrativen Kampf gegen Félix Trinidad anzutreten. Er verlor jedoch durch technischen K.o. in der achten Runde. Zwar konnte er einen Niederschlag gegen Trinidad erzielen, musste aber selbst insgesamt dreimal zu Boden.

Nach dieser kurzen Episode im Mittelgewicht ging er zurück in das Halbweltergewicht und gewann den vakanten WBC-Weltmeistertitel am 13. August 2005 durch einen Punktsieg gegen den Italiener Michele Piccirillo, verlor ihn jedoch bereits in der ersten Titelverteidigung am 6. Mai 2006 an Óscar de la Hoya durch technischen K.o. in der sechsten Runde. Er bekam für diesen Auftritt verheerende Kritiken von der Fachpresse, nachdem er im Vorfeld bei der Vermarktung des Kampfes vorwiegend durch aggressives Auftreten und Beleidigungen De la Hoyas aufgefallen war. Bei der obligatorischen Dopingkontrolle wurde ihm die Einnahme der Substanz Lasix nachgewiesen. Diese Mittel dient dazu den Flüssigkeitsverlust des Körpers zu beschleunigen, um das Gewichtslimit einhalten zu können.

Anschließend kämpfte er nur noch sporadisch und in verschiedenen Gewichtsklassen. Im November 2007 besiegte er in einem Kampf im Supermittelgewicht Fernando Vargas über zwölf Runden nach Punkten. Danach verlor er im September 2008 im Halbmittelgewicht gegen Shane Mosley durch einen K.o. in Runde zwölf. Seinen letzten Kampf bestritt Mayorga am 12. März 2011 gegen Miguel Cotto. Nach der Niederlage gegen Cotto durch technischen K.o. in der zwölften Runden erklärte er seinen Rücktritt vom aktiven Boxen.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Titel Nachfolger
Andrew Lewis Boxweltmeister im Weltergewicht (WBA)
30. März 2002 – 13. Dezember 2003
Cory Spinks
Vernon Forrest Boxweltmeister im Weltergewicht (WBC)
25. Januar 2003 – 13. Dezember 2003
Cory Spinks
Javier Castillejo Boxweltmeister im Halbmittelgewicht (WBC)
13. August 2005 – 6. Mai 2006
Óscar de la Hoya