Ricardo Miledi

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Ricardo Miledi (* 1927 in Mexiko-Stadt) ist ein mexikanischer Neurobiologe, der führend in der Synapsenforschung ist.

Miledia studierte Medizin am Instituto Cientifico y Literario in Chihuahua und an der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (Diplom in Medizin 1955). Danach arbeitete er am Nationalen Institut für Kardiologie mit Arturo Rosenblueth und Juan Garcia Ramos. 1955 war er als Grass Fellow am Forschungszentrum in Woods Hole (Massachusetts) und 1956 bis 1958 als Rockefeller Foundation Fellow in Canberra. In den 1960er und 1970er Jahren forschte er bei und mit Bernard Katz in Großbritannien. Er war Professor an der University of California, Irvine. Außerdem ist er am Zentrum für Neurobiologie der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (Campus von Querétaro).

Miledi ist für seine Forschungen über Neurotransmitter-Rezeptoren und die Mechanismen von Synapsen bekannt. 1967 postulierte Mileda mit Bernard Katz die Bedeutung der Erhöhung der Konzentration von Kalziumionen in der Nervenzelle bei Eintreffen eines axonalen Nervensignals für die Freisetzung von Neurotransmittern durch Exozytose von Vesikeln an der Synapse. Er konnte das experimentell bestätigen (veröffentlicht in Proc. Roy.Soc. 1973). Außerdem ist er bekannt für Arbeiten mit Katz über synaptisches Rauschen an neuromuskulären Verbindungen (Neuromuscular Junction, NMJ) mit Acetylcholin-Transmitter (ab 1970/71).

Er ist Mitglied der Royal Society, der mexikanischen Akademie der Wissenschaften und der National Academy of Sciences. 1999 erhielt er den Prinz-von-Asturien-Preis und er erhielt 1998 die britische Royal Medal. Er erhielt 2010 den Ralph-W.-Gerard-Preis der Society of Neuroscience und 1988 den König-Faisal-Preis. Er ist Gründungsmitglied der Academy of Sciences of the Developing World.

Er ist mehrfacher Ehrendoktor (Universidad del Pais Vasco 1992, Universität Chihuahua 2000, Universität Triest 1992, Autonome Universität Querétaro 2003, Nationale Autonome Universität von Mexiko 2007).

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