Riccardo Garrone (Schauspieler)

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Riccardo Garrone (* 1. Januar 1926 in Rom) ist ein italienischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Garrone, Bruder des Regisseurs Sergio, begann seine Karriere 1949, als er auch die Accademia Nazionale dell'Arte Drammatica Silvio D'Amico besuchte. Seine schlanke, elegante Erscheinung eignete sich für die zahlreichen Rollen als vornehmer Mann, wobei sein Sinn für Humor auch komödiantische Parts ermöglichte. Bekannte Filme seiner ersten Jahre sind La ragazza con la valiglia oder La rimpatriata. Auch als Theaterschauspieler aktiv, spielte er jedoch in den 1960er bis 1970er Jahren hauptsächlich in kommerziell ausgerichteten B-Filmen, bis 2010 fast 170 Rollen, darunter auch etliche seit 1964 beginnende Fernseharbeiten für Einzelfilme, Miniserien und Sitcoms. Ab den 1980er Jahren verstärkte er wieder sein Bühnenengagement und arbeitete mit Vittorio Gassman, Dino Verde und Elena Zareschi.

Mit einer wohlklingenden tiefen Stimme betätigte Garrone sich auch als Synchronsprecher und war Regisseur zweier Filme trat Garrone in Erscheinung.[1] Ein Pseudonym Garrones ist Dick Regan. Gelegentliche Fernseharbeiten und Werbespots runden sein Gesamtschaffen ab.[2]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1949: Adamo ed Eva
  • 1958: Der Windhund von Venedig (Venezia, la luna e tu)
  • 1959: Aufstand der Legionen (Salambò)
  • 1959: Diebe sind auch Menschen (Audace colpi dei soliti ignoti)
  • 1959: Liebe als Alibi (Nel blu dipinto di blu)
  • 1959: Tschau, tschau, Bambina (Ciao, ciao bambina)
  • 1960: Das Mädchen mit dem leichten Gepäck (La ragazza con la valiglia)
  • 1960: Sappho, Venus von Lesbos (Saffo, Venere di Lesbo)
  • 1961: Agent 0-1-7 auf heißer Spur (Caccia all'uomo)
  • 1961: Degenduell (Lo spadaccino di Siena)
  • 1962: Eva (Eva)
  • 1962: Pontius Pilatus – Statthalter des Grauens (Ponzio Pilato)
  • 1963: Das Mädchen La Pupa (La Pupa)
  • 1965: Einmal zu wenig, einmal zu viel (I complessi)
  • 1965: Für Dollars ins Jenseits (Deguejo)
  • 1967: Andere beten – Django schießt (Se vuoi vivere… spara!)
  • 1967: Bang Bang Kid (Il Bang bang kid)
  • 1968: Zucker für den Mörder (Un killer per sua Maestà)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roberto Poppi: Dizionario del cinema italiano, I registi, Gremese 2002, S. 195
  2. Roberto Poppi, Artikel Riccardo Garrone, in: Roberto Chiti, Enrico Lancia, Andrea Orbicciani, Roberto Poppi: Dizionario del cinema italiano. Gli attori. Rom, Gremese 1998. S. 223/224