Richar

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Richar († 973) war ab 963 Graf von Hennegau und ab 968 auch Inhaber der Exekutivgewalt in Niederlothringen.

Nach der Verbannung des aufständischen Grafen Reginar III. von Hennegau im Jahr 957 und dem Tod des kinderlos gebliebenen Herzogs Gottfried I. im Jahr 964 wurden beide Ämter mit dem Grafen Richar besetzt.

Vermutlich ist er mit dem in einer Urkunde vom 2. Juni 965 erwähnten Graf Richar identisch. Dieser Graf Richar hat – laut Urkunde – gemeinsam mit Brun Kaiser Otto I. veranlasst, eine Stiftung zum Gedenken an den verstorbenen Gottfried I. zu gründen. Daraus kann geschlossen werden, dass Richar ein Gefolgsmann von Brun war, in dessen Interesse er im nördlichen Teil seines Herzogtums regierte. Dennoch bleibt diese Identität zweifelhaft, da solche Regenten für gewöhnlich den Titel dux führen, was für Richar sonst nicht belegt werden kann.

Möglicherweise ist er auch identisch mit Richar von Aspel, Graf im Lüttichgau, der nach Hlawitschka („Die Anfänge des Hauses Lothringen“) ein Bruder des Pfalzgrafen Gottfried von Lothringen und damit ein Onkel seines (vermutlich in jungen Jahren gestorbenen) Vorgängers war, aber auch ein Bruder von Bruns Vorgänger Wichfrid (ca. * 901, † 953). Richar von Aspel wiederum war der Vater von Godizo von Aspel-Heimbach, Graf im Hamaland und ebenfalls im Lüttichgau.

Nach Richars Tod besetzte Kaiser Otto I. das Herzogtum Niederlothringen 978 mit Karl, dem jüngeren Sohn des französischen Königs Ludwig IV. und späteren Prätendenten auf den französischen Thron.

Vorgänger Amt Nachfolger
Gottfried I. Graf im Hennegau (Mons)
965–973
Rainald