Richard Adelbert Lipsius

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Richard Adelbert Lipsius (* 14. Februar 1830 in Gera; † 19. August 1892 in Jena) war ein deutscher evangelischer Theologe.

Leben[Bearbeiten]

Lipsius, Sohn von Karl Heinrich Adelbert Lipsius, dem späteren Rektor der Thomasschule zu Leipzig und seiner Frau (Tochter von Friedrich Wilhelm Ehrenfried Rost), studierte nach dem Besuch der Thomasschule von 1848 bis 1851 Evangelische Theologie an der Universität Leipzig und war Mitglied einer Burschenschaft. Dort wurde er 1853 in Religionswissenschaft mit der Dissertation Die paulinische Rechtfertigungslehre zum Dr. phil. promoviert. Es folgte das Lizenziat in Theologie und 1855 die Habilitation über den Ersten Clemsbrief (De Clementis Romani epistola ad Corinthios priore disquisitio). Von 1855 bis 1859 war er Privatdozent für Theologie. 1859 wurde er außerordentlicher Professor in Leipzig. Von 1861 bis 1865 war Lipsius ordentlicher Professor für Dogmatik an der Universität Wien und von 1865 bis 1871 für Systematische Theologie an der Universität Kiel. Im gleichen Jahr wurde er als Professor für Neues Testament und Systematische Theologie an die Universität Jena berufen. Außerdem wirkte er als Rektor der Einrichtung. Er war ein Vertreter der Religionsphilosophie und der Historischen Theologie.

Ab 1856 predigte er an der Universitätskirche St. Pauli in Leipzig. 1863 war er Mitglied der österreichischen Generalsynode. 1875 war er Mitherausgeber der Jahrbücher für protestantische Theologie und 1886 des Theologischen Jahresberichts. 1886 gründete er den Evangelischen Bund und 1884 den Allgemeinen Evangelisch-Protestantischen Missionsverein.

Familie[Bearbeiten]

Seine Brüder waren der Architekt Johannes Wilhelm Konstantin Lipsius und der klassische Philologe Justus Hermann Lipsius. Sein Sohn war der Professor für Philosophie Friedrich Lipsius.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]