Richard Aoki

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Richard Aoki

Richard Aoki (* 20. November 1938 in San Leandro, Kalifornien; † 15. März 2009 in Berkeley) war ein US-amerikanischer Bürgerrechtler. Er war eines der ersten Mitglieder der Black Panther Party, in der er Field Marshall wurde und der einzige Parteiführer aus einer asiatisch-amerikanischen Familie[1][2].

Aoki wurde 1938 in San Leandro in Kalifornien geboren. Er war mit seiner Familie von 1942 bis 1945 im Internierungslager von Topaz in Utah. Nach dem Krieg zogen die Aokis nach Oakland in Kalifornien. Richard Aoki diente acht Jahre in der Armee der Vereinigten Staaten, zuerst als Sanitäter und später als Infantrist. Aoki besuchte zwei Jahre lang das Merritt College, wo er sich mit Huey Newton und Bobby Seale anfreundete. Als Newton und Seale die Black Panther Party gründeten (im Oktober 1966), war Aoki schon zur University of California, Berkeley gewechselt. Er erhielt 1968 seinen Bachelor in Soziologie und 1970 einen Magister Abschluss als Sozialarbeiter (Master of Social Work).

Aoki starb in seinem Heim in Berkeley an Komplikationen seiner Dialyse[3]. Sein Leben wurde in dem Dokumentarfilm Aoki (2009) erzählt.[4]

Im August 2012 wurde nach einem Antrag auf Akteneinsicht des Journalisten Seth Rosenfeld bekannt, dass Aoki seit der Kubakrise im Oktober 1962 für das FBI spionierte, zunächst gegen örtliche Kommunisten, vor allem aber gegen die Black Panther Party. Er trieb deren Bewaffnung und deren militaristisches Auftreten voran [5]..

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Another shade of Black Panther.... It's About Time. Abgerufen am 7. Juni 2009.
  2. Neela Banerjee: Back in the Day.... Asian Week. 27. April 2001. Abgerufen am 7. Juni 2009.
  3. Momo Chang: Richard Aoki, charter member of Black Panthers, dies in Berkeley. San Jose Mercury News. 18. März 2009. Abgerufen am 7. Juni 2009.
  4. Puck Lo: Film on former Panther Richard Aoki debuts. Oakland North. 12. November 2009. Abgerufen am 19. Februar 2010.
  5. Willi Winkler: Black-Panther-Mitglied Richard Aoki. Held der Schwarzen-Befreiung war "eine der besten Quellen" des FBI. Süddeutsche Zeitung. 22. August 2012. Abgerufen am 22. August 2012.

Weblinks[Bearbeiten]