Richard Caton Woodville

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Dieser Artikel behandelt den 1825 geborenen Maler Richard Caton Woodville. Zu dem 1856 geborenen gleichnamigen Maler siehe Richard Caton Woodville junior.
Selbstporträt, 1853

Richard Caton Woodville (* 1825 in Baltimore; † 1855 oder 1856 in England) war ein US-amerikanischer Maler.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Woodville, der aus einer reichen Familie stammte, lebte bis 1845 in Baltimore. Von 1842 an studierte er an der University of Maryland Medizin, doch schon zu dieser Zeit zeichnete und malte er. Möglicherweise erhielt er eine malerische Ausbildung schon am St. Mary's College bei Samuel Smith, Joseph Hewitt oder auch bei Alfred Jacob Miller. 1845 ging er nach Düsseldorf, wo er nach kurzem Besuch der Kunstakademie bis etwa 1851 als Privatschüler Karl Ferdinand Sohns studierte. Dort wurde Woodville besonders von der Genremalerei Johann Peter Hasenclevers und dessen Vorliebe für die Typisierung durch Karikatur inspiriert. Während der Düsseldorfer Studienjahre schickte er mehrere Gemälde in die Vereinigten Staaten. Ab 1851 hielt er sich vorwiegend in Frankreich und England auf. Er starb in geringem Alter an einer Überdosis Morphin.

Werke[Bearbeiten]

Werke Woodvilles befinden sich im Besitz der Maryland Historical Society und des Walters Art Museums, im Detroit Institute of Arts, der Corcoran Gallery of Art und in zahlreichen anderen öffentlichen Sammlungen.

Woodville malte häufig Bilder mit sozialem und politischem Bezug und Genrestücke, die bei Sammlern schon zu seinen Lebzeiten begehrt waren. Er ist nicht zu verwechseln mit Richard Caton Woodville junior (1856–1927), seinem Sohn, der als Kriegsmaler vor allem Schlachtenbilder malte.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Richard Caton Woodville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Justin Wolff, Richard Caton Woodville. American Painter, Artful Dodger, 2002
  • Wend von Kalnein: Die Düsseldorfer Malerschule, Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1979, ISBN 3-8053-0409-9, S. 502