Richard Caton Woodville

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Dieser Artikel behandelt den 1825 geborenen Maler Richard Caton Woodville. Zu dem 1856 geborenen gleichnamigen Maler siehe Richard Caton Woodville junior.
Selbstporträt, 1853

Richard Caton Woodville (* 30. April 1825 in Baltimore; † 13. August 1855 in London) war ein US-amerikanischer Maler.

Leben[Bearbeiten]

Woodville, der aus einer reichen Familie stammte, lebte bis 1845 in Baltimore. Von 1842 an studierte er an der University of Maryland Medizin, doch schon zu dieser Zeit zeichnete und malte er. Möglicherweise erhielt er eine malerische Ausbildung schon am St. Mary's College bei Samuel Smith, Joseph Hewitt oder auch bei Alfred Jacob Miller. 1845 ging er nach Düsseldorf, wo er nach kurzem Besuch der Kunstakademie bis etwa 1851 als Privatschüler Karl Ferdinand Sohns studierte. Dort wurde Woodville besonders von der Genremalerei Johann Peter Hasenclevers und dessen Vorliebe für die Typisierung durch Karikatur inspiriert. Während der Düsseldorfer Studienjahre schickte er mehrere Gemälde in die Vereinigten Staaten. Ab 1851 hielt er sich vorwiegend in Frankreich und England auf. Er starb im Sommer 1855 an einer Überdosis Morphin, die er in seiner Wohnung in der Stanhope Street Nr. 45 in London-Camden versehentlich oder absichtlich zu sich genommen hatte. Die Presse berichtete, dass er die Überdosis versehentlich zu sich genommen habe. Seine zweite Frau, Antoinette Schnitzler, Tochter des Düsseldorfer Baumeisters und Stadtverordneten Anton Schnitzler, die er am 28. Februar 1854 in der St.-Georg-Kirche zu London-Bloomsbury geheiratet hatte, gebar am 7. Januar 1856 Richard Caton Woodville junior (1856–1927), seinen Sohn, der später ebenfalls an der Kunstakademie Düsseldorf studierte, aber als Kriegsmaler bekannt wurde und vor allem Schlachtenbilder malte.[1]

Werke[Bearbeiten]

Werke Woodvilles befinden sich im Besitz der Maryland Historical Society und des Walters Art Museums, im Detroit Institute of Arts, der Corcoran Gallery of Art und in zahlreichen anderen öffentlichen Sammlungen. Woodville malte häufig Bilder mit sozialem und politischem Bezug und Genrestücke, die bei Sammlern schon zu seinen Lebzeiten begehrt waren.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Richard Caton Woodville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Justin Wolff, Richard Caton Woodville. American Painter, Artful Dodger, 2002
  • Wend von Kalnein: Die Düsseldorfer Malerschule, Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1979, ISBN 3-8053-0409-9, S. 502

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. John Gooch (Hrsg.): The Boer Wars. Direction, Experience and Image. Routledge, New York 2013, ISBN 978-0-7146-5101-9, S. 214 (Google Books)