Richard Dewes

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Richard Dewes (* 12. Juli 1948 in Alsweiler, Saarland) ist ein deutscher Politiker.

Seit 1968 ist Dewes Mitglied der SPD. 1968 bis 1972 studierte er Jura und katholische Theologie in Saarbrücken und Tübingen.

1985 bis 1990 war er Landtagsabgeordneter im Saarland, 1990/91 Staatssekretär im saarländischen Sozialministerium, dann bis 1994 Staatssekretär im saarländischen Innenministerium.

1994 berief ihn Bernhard Vogel in der Großen Koalition, die durch die Thüringer Landtagswahlen 1994 zustande gekommen war, zum Thüringer Innenminister. Dieses Amt hatte er bis zur Niederlage der SPD in der Landtagswahl 1999 inne.

1996 wurde er Landesvorsitzender der SPD in Thüringen, musste dieses Amt jedoch nach der verlorenen Wahl 1999 an Christoph Matschie abgeben.

Zwischen 1999 und 2001 war Richard Dewes Landtagsabgeordneter in Thüringen. Im Sommer 2001 legte er sein Landtagsmandat nieder. Seit 2001 ist er in Bechstedt im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt als Rechtsanwalt und Unternehmensberater tätig.

Am 24. November 2007 gab er auf dem SPD-Landesparteitag in Schmalkalden seine Rückkehr in die Landespolitik durch seine Kandidatur als Spitzenkandidat der Thüringer SPD für die im Jahr 2009 anstehenden Landtagswahlen bekannt und forderte damit den Fraktions- und Landesvorsitzenden der Thüringer SPD, Christoph Matschie, heraus. Dewes befürwortet im Gegensatz zu Matschie eine mögliche Koalition mit der Linken, in der die SPD nur als "Juniorpartner" fungieren und die Linke den Ministerpräsidenten stellen könnte. In mehr als 20 Wahlkreisveranstaltungen stellten sich die beiden Bewerber den Fragen der SPD-Mitglieder. Am 24. Februar 2008 wählte die Thüringer SPD in einer Urabstimmung Matschie mit 71,6 Prozent der Stimmen (bei 63,2 Prozent Wahlbeteiligung) zu ihrem Spitzenkandidaten. Dewes erhielt 27,0 Prozent.[1] [2]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Matschie SPD-Spitzenkandidat in Thüringen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24. Februar 2008
  2. Urwahl in Thüringen - Matschie gewinnt mit überwältigender Mehrheit, SPD Thüringen, 24.02.2008
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