Richard Easterlin

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Richard Ainley Easterlin (* 1926 in New Jersey) ist ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer. Besondere Bekanntheit erlangte er über das nach ihm benannte Easterlin-Paradox über den Zusammenhang zwischen Einkommen und Glück.

Werdegang, Forschung und Lehre[Bearbeiten]

Easterlin studierte zunächst am Stevens Institute of Technology, an dem er 1945 seinen Abschluss als Master of Engineering machte. Anschließend ging er an die University of Pennsylvania. 1949 erhielt er den Master-of-Arts-Titel, vier Jahre später graduierte an der Universität als Ph.D.. Bis 1956 arbeitete er als Assistant Professor, anschließend als Associate Professor. 1960 wurde er an der Hochschule zum ordentlichen Professor berufen. 1978 übernahm er den William-R.-Kenan-Jr.-Lehrstuhl. 1982 folgte er einem Ruf der University of Southern California.

Easterlins Arbeitsschwerpunkte liegen in der Erforschung von Glück und Lebensqualität, der Demografie und im Bereich Wirtschaftsgeschichte. Insbesondere setzt er sich mit dem Zusammenhang von Glücklichsein und Wirtschaftswachstum sowie im Übergang von sozialistischen zu marktwirtschaftlichen Wirtschaftssystemen auseinander. Zudem erforscht er die Kohorte der Baby-Boomer und den Zusammenhang zwischen Veränderungen in der Sterblichkeit respektive der Geburtenraten im Zuge des technologischen Fortschritts.

Das Easterlin-Paradox formulierte Eastlerin 1974 in seinem Artikel „Does Economic Growth Improve the Human Lot?“. Bei Untersuchungen von in verschiedenen Ländern gehaltenen Umfragen aus dem Zeitraum zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und 1970 beobachtete Easterlin einen schwächeren Zusammenhang zwischen subjektivem Glück und Einkommen innerhalb der Länder als bei Vergleichen zwischen verschiedenen Ländern. Es zeigte sich, dass langfristig betrachtet die Lebenszufriedenheit trotz steigenden Einkommen eines Landes nicht wächst. Er schlussfolgerte, dass relative Einkommen subjektive Zufriedenheit besser widerspiegeln als absolute Einkommen. In der Folge wurden seine Ergebnisse und Aussagen kontrovers diskutiert.

Easterlin engagierte sich zudem in etlichen wissenschaftlichen Organisationen. 1978 saß er der Population Association of America als Präsident vor, 1979 bis 1980 leitete er die Economic History Association. Seit 2004 ist er Vizepräsident der International Society for Quality of Life Studies.

Für seine Arbeiten erhielt Easterlin diverse Auszeichnungen. Das Institut zur Zukunft der Arbeit verlieh ihm 2009 den IZA Prize in Labor Economics. 1978 wurde er Fellow der American Academy of Arts and Sciences, fünf Jahre später der Econometric Society. 1993 wurde ihm der Irene-B.-Taeuber-Preis der Population Association of America verliehen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mark Blaug (Hrsg.): Who’s who in economics. 3. Auflage, Elgar, Cheltenham [u.a.] 1999, ISBN 1-85898-886-1, S. 329–330

Weblinks[Bearbeiten]