Richard Edgcumbe (1499–1562)

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Das von Richard Edgcumbe erbaute Mount Edgcumbe House

Richard Edgcumbe (* 1499; † 1. Februar 1562) war ein englischer Adliger und Politiker.

Herkunft und Jugend[Bearbeiten]

Er war der älteste Sohn von Piers Edgcumbe und dessen Frau Jane Dynham. Er studierte angeblich in Oxford, verließ aber vermutlich die Universität mit seiner Heirat 1516 und besuchte anschließend zusammen mit seinem Bruder John Lincoln’s Inn.

Leben[Bearbeiten]

1537 wurde er zum Knight of the Bath und 1542 erneut zum Ritter geschlagen. Nach dem Tod seines Vaters erbte er 1539 dessen umfangreichen Güter in Devon und Cornwall. Auf der Halbinsel Rame, wo sein Vater bereits einen Hirschpark angelegt hatte, begann er 1547 mit dem Bau des neuen Familiensitzes Mount Edgcumbe House, das 1553 fertiggestellt wurde und Cotehele House als Familiensitz ablöste. Für den großzügigen Bau musste er sich hoch verschulden und 1559 Totnes verkaufen[1].

1542 und 1547 wurde er als Abgeordneter für Cornwall in das House of Commons gewählt, 1543/44 und 1552/53 diente er als Sheriff von Devon und von 1555/6 als Sheriff von Cornwall. 1548 führte er eine Truppe der Miliz nach Helston, um nach dortigen Unruhen die Ordnung wiederherzustellen, doch während der Prayer Book Rebellion in Cornwall 1549 blieb er untätig.

In seinen späteren Jahren war er als the good old man of the castle bekannt und wegen seiner Entschlossenheit, seiner Großzügigkeit, seiner Religiosität und seiner Klugheit allgemein geachtet. Er wurde in der Kirche von Maker begraben.

Familie[Bearbeiten]

Er heiratete 1516 in erster Ehe Elizabeth, Tochter von John Arundell. In zweiter Ehe heiratete er 1535 Winifred, Tochter von William Essex. Aus dieser Ehe hatte er vier Söhne und vier Töchter. Sein ältester Sohn Piers (1536–1607) erbte die Ländereien und war ebenso wie sein Vater Abgeordneter im Parlament für Cornwall und Liskeard. Sein zweitältester Sohn Richard war von 1562 bis 1563 Abgeordneter für Totnes.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Paul Holden: Mount Edgcumbe. Archiviert vom Original am 19. Juni 2013, abgerufen am 24. Februar 2013.