Richard Ermisch
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Richard Ermisch (* 17. Juni 1885 in Halle an der Saale; † 7. Dezember 1960 in Berlin; vollständiger Name: Georg Friedrich Richard Ermisch) war ein deutscher Architekt und Baubeamter.
Ermisch war in der kommunalen Bauverwaltung in Berlin tätig, zuletzt im Dienstrang eines Oberbaurats. Er war verantwortlich für zahlreiche städtische Bauten, wie die Haupthalle des Messegeländes oder das Strandbad am Wannsee.
Nach ihm benannt ist die Richard-Ermisch-Straße auf dem Gelände des ehemaligen Zentralvieh- und Schlachthofs im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Wilmersdorf.
Inhaltsverzeichnis |
Bauten [Bearbeiten]
Unter anderem war er Architekt folgender Bauten:
- 1909: Gemeinde-Doppelschule 25/26 in Berlin-Charlottenburg, Sybelstraße 20/21
- 1911–1913: Städtisches Krankenhaus für Geburtshilfe in Berlin-Charlottenburg, Pulsstraße 4–14
- 1912–1914: Lungenheilstätte Waldhaus Charlottenburg in (Kremmen-) Sommerfeld
- 1925–1928: architektonische Gestaltung der Straßenbrücke beim Humboldthafen in Berlin-Moabit, genannt „Hugo-Preuß-Brücke“ (nach 1933 „Admiral-Scheer-Brücke“) (kriegszerstört)
- 1926: Planetarium in Berlin-Charlottenburg, Hardenbergplatz (1955 abgebrochen)
- 1926–1927: Mehrfamilienwohnhaus-Blockrandbebauung im Bezirk Spandau, Zeppelinstraße / Falkenseer Chaussee (nach 1990 restauriert)
- 1926/1928 Siedlung Birkenwäldchen in Berlin-Wilhelmstadt, heute als Bau- und Gartenbaudenkmal geschützt
- 1926/1929: Kühl- und Gefrierhaus, Fleischgroßmarkthallen II und III auf dem Zentralvieh- und Schlachthof in Berlin-Prenzlauer Berg, Landsberger Allee
- 1927–1928 und 1934–1936: verschiedene Gebäude der „Schulfarm Insel Scharfenberg“ in Berlin-Tegel, auf der Insel Scharfenberg im Tegeler See
- 1929–1930: Strandbad Wannsee in Berlin-Nikolassee, Strandbadweg
- 1929–1930: Büro- und Geschäftshaus in Berlin-Spandau, Carl-Schurz-Straße / Marktstraße
- 1935–1936: Rathaus Tiergarten in Berlin-Moabit, Turmstraße 35
- 1935–1937: Messehallen unter dem Funkturm, Berlin [1]
- 1937–1939: Städtisches Verwaltungsgebäude C in Berlin-Mitte, heute Senatsverwaltung für Finanzen, Klosterstraße 59 [2]
Literatur [Bearbeiten]
- Eberhard-Günther Ermisch, Klaus Konrad Weber: Richard Ermisch. Porträt eines Baumeisters. Ernst & Sohn, Berlin 1971.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Artikel in der Berliner Morgenpost Online vom 2. Juni 2008 auf http://www.morgenpost.de/printarchiv/immobilien/article517731/Baumeister_fuer_Berlin_Richard_Ermisch_schuf_China_in_Spandau.html abgerufen am 24. Juni 2011
- ↑ Das Dienstgebäude der Senatsverwaltung für Finanzen, Berlin.de
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ermisch, Richard |
| ALTERNATIVNAMEN | Ermisch, Georg Friedrich Richard (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt und Baubeamter in Berlin |
| GEBURTSDATUM | 17. Juni 1885 |
| GEBURTSORT | Halle an der Saale |
| STERBEDATUM | 7. Dezember 1960 |
| STERBEORT | Berlin |