Richard Friese

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Eisbärenfamilie

Richard Bernhard Louis Friese (* 15. Dezember 1854 in Gumbinnen; † 29. Juni 1918 in Bad Zwischenahn)[1] war ein deutscher Tiermaler und Präparator.

Leben[Bearbeiten]

Friese wurde als Sohn eines Regierungsbeamten geboren. Nach seinem Schulbesuch, 14-jährig, arbeitete er zunächst als Schreiber beim Landratsamt und später beim Magistrat seiner Geburtsstadt. Er wandte sich der Malerei zu und verließ gegen den Willen seiner Eltern im Alter von 16 Jahren das Elternhaus. In Berlin nahm er bei der Lithografen-Anstalt Winckelmann & Söhne eine Ausbildung als Lithograf auf. Gleichzeitig besuchte er dort die Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums. Diese Lehrzeit verbrachte er zusammen mit dem späterhin sehr bekannten humoristischen Berliner Zeichner Heinrich Zille.

Während seiner Ausbildungszeit in Berlin lebte er bei seinem älteren Bruder und dessen Ehefrau, die den angehenden Künstler mit Rat und Tat unterstützten. So konnte er mit deren Hilfe 1877 auch ein Studium an der Berliner Kunstakademie aufnehmen. Bereits drei Jahre später war er in der Lage, in Berlin ein eigenes Atelier zu eröffnen. Intensiver Privatunterricht bei Meistern der Malkunst wie Paul Meyerheim und Karl Steffeck, späterhin Nachfolger von Ludwig Rosenfelder als Direktor der Königsberger Kunstakademie, rundete Frieses Ausbildung als Kunstmaler ab.

1892 wurde Friese in die Preußische Akademie der Künste berufen und 1896 zum Professor ernannt. 1897 erhielt er auf der Großen Berliner Kunstausstellung eine große Goldmedaille. Er unternahm Reisen nach Syrien und Palästina, nach Norwegen, Spitzbergen und nach Kanada.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • A lion drinking from a watering hole, Öl auf Leinwand (o. J.)
  • Eisbären mit zwei Jungen in Schneelandschaft, Öl auf Leinwand (o. J.)
  • Löwenpaar in der Savanne, Öl auf Leinwand, 1883

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans-Georg Tautorat: Die Natur war ihm Lehrmeisterin. Vor 130 Jahren wurde Richard Friese in Gumbinnen geboren (PDF; 14,8 MB). In: Das Ostpreußenblatt vom 15. Dezember 1984, Folge 50, S. 9